Heute habe ich den ersten Espresso mit Geschmack gefunden. In der Petit Boulangerie um die Ecke. Der Barista macht dne Kaffee mit so viel Sorgfalt, presst das Pulver so schön und ordentlich in den Kolben, nimmt sich beinahe alle Zeit der Welt...und wenn er dann die Milch nicht zu heiss aufschäumt, dann kommt da ein wunderbarer Cappuchino zustande. Und der macht Lust auf Espresso pur, mal sehen was da geschmacklich drin ist. Ja. Der ist rund. Nicht so sauer wie alle anderen. Nein, viel besser. Ich denke eine andere Röstung, eine gemischte Bohne vielleicht? Er ist der erste Barista mit dem ich hier spreche der mir von der Robusta Bohne erzählt. Alle anderen kennen oder haben nur die Arabica. Ich bin froh.
Mehr bald...
Thursday, November 12, 2009
Wednesday, November 11, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Sechs
Und der Wind weht und weht und weht. Er weht mir die Gedanken durcheinander und die Ereignisse zu. Er weht die Wolken vom Meer herein, mit viel Regen, und dann dieselben Wolken wieder aufs Meer hinaus, dann kommt die Sonne. Aber grad hat der Wind doch wieder gedreht und bringt die blöden Wolken zurück, frisch gefüllt mit frischem Meerregen, der heute auf uns niederprasseln wird. Zieht euch warm und trocken an!
Die Tage sind voller Ereignisse, einerseits passieren Dinge und andererseits bin ich täglich daran beteiligt, mein Leben zu gestalten. Auf dem Weg meine Familie zu besuchen begegne ich also einem alten Freund, und merke mal wieder, ich brauche hier nur die Strasse auf und ab zu laufen und werde garantiert jemanden Bekanntes treffen. Ist diese Stadt so klein oder bin ich einfach am richtigen Ort?
Die Familie meiner Freundin lädt mich zum Kaffee ein, der Vater, Norman, als auch die Mutter, Jenny und meine Freundin Fiona, waren vor ein paar Jahren einige von meinen unbewussten Kochlehrern. Damals wusste ich nicht, dass ich mal kochen würde, das ich mehr als Pasta kochen könnte, und geduldig sass ich immer wieder mit ihnen in der Küche und Gespräche waren immer mit Kochen vermischt, sie kochten, ich probierte, sie würzten, ich sah zu, sodass ich nun Dinge kochen kann, die ich nie erklärt bekam, die einfach irgendwo in meinem Kopf und Erlebnisspeicher vorkommen. Sie laden mich ein wieder bei ihnen zu wohnen, sie haben ihr Haus renoviert und sind sehr stolz auf die neue Etage auf dem Dach, mit Ausblick über die ganze Bucht und Ausblick über den Berg nach hinten, mit kleinem windstillen Balkon...
Ich werde es mir überlegen, im Moment wohne ich in einem Zimmer mit zwei anderen Menschen, teile mir ein Bett mit Jessica und im Wohnzimmer schläft noch jemand...vielleicht wäre es zu luxuriös, mal ein paar Nächte in einem grossen Haus mit Kamin zu leben? Vielleicht kann ich aber auch noch weiter kochen lernen dort, nun, da ich aktiv Rezepte sammle, vier Tage Kochobservation mit Fragen stellen und verstehen wollen angehen? Recherche! Denn alle Geheimnisse dieser Kunst des Kochen, die ich finden kann, muss ich erkennen, für mich aufdecken, mir merken, verstehen und sammeln!
Gestern abend zum Beispiel habe ich gelernt wie Norman eine Sauce für sein Brathähnchen oder soll ich es Poulet nennen macht. Nach der Philosophie „man braucht nur Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Olivenöl um gut zu kochen“. Das gefällt mir sehr!!
Die Tage sind voller Ereignisse, einerseits passieren Dinge und andererseits bin ich täglich daran beteiligt, mein Leben zu gestalten. Auf dem Weg meine Familie zu besuchen begegne ich also einem alten Freund, und merke mal wieder, ich brauche hier nur die Strasse auf und ab zu laufen und werde garantiert jemanden Bekanntes treffen. Ist diese Stadt so klein oder bin ich einfach am richtigen Ort?
Die Familie meiner Freundin lädt mich zum Kaffee ein, der Vater, Norman, als auch die Mutter, Jenny und meine Freundin Fiona, waren vor ein paar Jahren einige von meinen unbewussten Kochlehrern. Damals wusste ich nicht, dass ich mal kochen würde, das ich mehr als Pasta kochen könnte, und geduldig sass ich immer wieder mit ihnen in der Küche und Gespräche waren immer mit Kochen vermischt, sie kochten, ich probierte, sie würzten, ich sah zu, sodass ich nun Dinge kochen kann, die ich nie erklärt bekam, die einfach irgendwo in meinem Kopf und Erlebnisspeicher vorkommen. Sie laden mich ein wieder bei ihnen zu wohnen, sie haben ihr Haus renoviert und sind sehr stolz auf die neue Etage auf dem Dach, mit Ausblick über die ganze Bucht und Ausblick über den Berg nach hinten, mit kleinem windstillen Balkon...
Ich werde es mir überlegen, im Moment wohne ich in einem Zimmer mit zwei anderen Menschen, teile mir ein Bett mit Jessica und im Wohnzimmer schläft noch jemand...vielleicht wäre es zu luxuriös, mal ein paar Nächte in einem grossen Haus mit Kamin zu leben? Vielleicht kann ich aber auch noch weiter kochen lernen dort, nun, da ich aktiv Rezepte sammle, vier Tage Kochobservation mit Fragen stellen und verstehen wollen angehen? Recherche! Denn alle Geheimnisse dieser Kunst des Kochen, die ich finden kann, muss ich erkennen, für mich aufdecken, mir merken, verstehen und sammeln!
Gestern abend zum Beispiel habe ich gelernt wie Norman eine Sauce für sein Brathähnchen oder soll ich es Poulet nennen macht. Nach der Philosophie „man braucht nur Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Olivenöl um gut zu kochen“. Das gefällt mir sehr!!
Tuesday, November 10, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Vier
How is South Africa?
Das fragt mich mein bester Freund heute per SMS. Uff, was soll ich sagen? Ich glaube es gibt nur "wie ist mein South Africa", denn Muizenberg, der Vorort von Kapstadt an dem ich mich befinde, ist so sehr Kapstadt, und so wenig Afrika. Die weissen Südafrikaner, die ich kenne, eine kleine Mittelschicht von Alternativen, fragen sich das ständig selber. Warum bin ich Afrikaner und trotzdem weiss? Und jeden Tag mindestens einmal begnet ihnen die Hautfarbenkonfrontation. Oder die, der verschiedenen Mentalitäten. Die Xhosa Afrikaner sind so langsam. Die Zulu Afrikaner auch, aber manche überhauptnicht. Die Arabischen Afrikaner sind schlauer, sind Geschäftstüchtiger. Die Nigerianer hier nicht gemocht, weil sie zu geschäftstüchtig sind. Die braunen Cape-Coloured sind so dazwischen. Die weissen sind oft dekadent, ängstlich, eine kleine Bevölkerungsgruppe die viel in der Hand hat. Beängstigend, auch für sie selber.
Ansonsten ist Afrika voller AIDS, Strassenkinder, Drogen. Voller Natur, voller Linksverkehr, voller Systeme, die über den Köpfen der meisten Menschen hinweg funktionieren wollen, aber an den meisten Stellen einfach auseinanderfallen, mag es Stromversorgung, Telefon, Hausrenovierung, Abwasser, Strassenverkehr, Zugverkehr, etc. sein.
Ansonsten ist Afrika verdammt magisch. MAn kann atmen. Aber der Wind macht mich schwindelig in letzter Zeit. Die Natur ist rieseig.
Mehr bald, mein Laptop hat keinen Strom mehr...
Das fragt mich mein bester Freund heute per SMS. Uff, was soll ich sagen? Ich glaube es gibt nur "wie ist mein South Africa", denn Muizenberg, der Vorort von Kapstadt an dem ich mich befinde, ist so sehr Kapstadt, und so wenig Afrika. Die weissen Südafrikaner, die ich kenne, eine kleine Mittelschicht von Alternativen, fragen sich das ständig selber. Warum bin ich Afrikaner und trotzdem weiss? Und jeden Tag mindestens einmal begnet ihnen die Hautfarbenkonfrontation. Oder die, der verschiedenen Mentalitäten. Die Xhosa Afrikaner sind so langsam. Die Zulu Afrikaner auch, aber manche überhauptnicht. Die Arabischen Afrikaner sind schlauer, sind Geschäftstüchtiger. Die Nigerianer hier nicht gemocht, weil sie zu geschäftstüchtig sind. Die braunen Cape-Coloured sind so dazwischen. Die weissen sind oft dekadent, ängstlich, eine kleine Bevölkerungsgruppe die viel in der Hand hat. Beängstigend, auch für sie selber.
Ansonsten ist Afrika voller AIDS, Strassenkinder, Drogen. Voller Natur, voller Linksverkehr, voller Systeme, die über den Köpfen der meisten Menschen hinweg funktionieren wollen, aber an den meisten Stellen einfach auseinanderfallen, mag es Stromversorgung, Telefon, Hausrenovierung, Abwasser, Strassenverkehr, Zugverkehr, etc. sein.
Ansonsten ist Afrika verdammt magisch. MAn kann atmen. Aber der Wind macht mich schwindelig in letzter Zeit. Die Natur ist rieseig.
Mehr bald, mein Laptop hat keinen Strom mehr...
Sunday, November 08, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Zwei
Der Zweite Tag, 7. November 2009
Der Himmel über der Küstenbergketten verspricht Regen aus tiefhöngenden schweren Kumuluswolken. Aber bis wir aufgestanden sind und auf dem Weg auf den Samstagsmarkt an der alten Keksmühle (The Old Biscuit Mill) bleibt es noch trocken. Im Zug begegnet uns Afrika, dort fährt die Unterschicht zur Arbeit, und wir waren fast die einzigen weissen im ganzen Zug. Hier ist es zu spüren, dass verschiedene Welten herrschen. Ein blindes Päärchen spielt Gitarre und singt von Gott und den schweren Sünden, die sie begangen haben, wir geben ihnen Kleingeld. Später kommt ein Prediger ins Abteil und brüllt uns aus der Bibel vor. Unangenehm, aber irgendwie beeindruckend. Hören die Menschen ihm zu, oder schalten sie ab? Spricht er von ihrer Realität? Kein Sex vor der Ehe, liebe Deinen Nachbarn, egal welche Hautfarbe? Ein interessanter Mix, und manches trifft sogar für mich zu, ich will auch Menschen gleich respektieren, egal welche Hautfarbe sie haben, aber das mit der Ehe finde ich absurd und veraltet. Ist es hier in Afrika wie beim Domino, hier und da passen die weissen Punkte aneinander, man passt an der einen Stelle zusammen, gleicht sich, obwohl man an anderen wirklich gegensätzlich ist...?
Auf dem Bahnsteig findet noch eine interessante kleine Szene statt:
Ein schwarzer Rasenmäher findet hinter dem Bahnhofszaun eine Glasflasche, gibt sie einem weissen Wartenden, der sie in die Mülltonne entsorgt. Kurz darauf steht auf dem anderen Bahnsteig ein schwarzer Bettler und sucht in den Mülleimern nach Brauchbarem. Der weisse Wartende holt auf seiner Seite die Flasche wieder aus dem Müll und wirft sie dem schwarzen Bettler über die Gleise zu, der fängt sie und bedankt sich.
Auf dem Markt wird Wein getestet, Kaffee probiert, Pesto, Chorizo, frisch gesafteter Frucht-Gemüse mix getrunken, als auch das Wasser der Kokosnuss genossen. Agua di Coco kenne ich aus Brasilien, andere kennen es aus Madagaskar, die nächsten aus Mosambique. Jeder erinnert sich an eine beeindruckende und berührende Reise, während er von einem Mosambiquer und einem Südafrikaner die Kokosnuss, noch grün, frich mit einer Machete aufgehackt und mit Strohhalm, bekommt. Für 20 Rand. Eine Flüssigkeit ohne gleichen. Reich voller Vitamine und Enzyme und ganz ohne Cholesterol. Gleicht von der Zusammensetzung her sehr unserem Blut, weshalb es im Jungel so manchem Soldaten bei Blutverlust zugefügt wurde. Es hilft sehr gegen „Babbelaas“, das ist das Afrikaanerwort für Kater. Es ist ein durstlöschendes milchig weisses Vergnügen, und auch das Trinkgefäss ist gut, man fühlt sich besonders, wenn man zwischen all den Sekttrinkenden oder aus Plastikbechern trinkenden Menschen mit einer Fussball grossen grünen Unförmigkeit von Kokosnuss mit Strohhalm herumläuft und sich gleichzeitig dabei noch etwas unwahrscheinlich Gutes tut.
Zwei Weinmacher verführen uns zum Kaufe, einmal weisser Chenin Blanc mit einer wunderbaren Männlichkeit wie ich es nenne (die Frau die ihn herstellt ist die Weinmacherin des Jahres 2008...so schliessen wir daraus, dass Frauen einen männlichen Wein und vice versa herstellen, und dass das auch beim Parfum so sei, da Frauen das Parfum an ihren Männern riechen wollen, und an sich selbst, für ihre Männer aufgetragen) eine rauchige Samtnote und leicht an mein Männerparfum erinnernd, sowie ein roter Shiraz, der ganz die Färbung des Eichholzfasses trägt und mit dem 2006 Jahrgang schon reif genug scheint.
Die Kaffeerösterei im neueren Komplex an der alten Keksmühle sticht in schwarz weiss heraus. Die Bedienung ist schwedisch und trägt typisch Stockholm eine riesen Brille (natürlich RayBan). Der Kaffee ist eine leichte Röstung, verschiedener Herkunft. Selbst geröstet. Es duftet im Raum nach dem guten, jedoch beim ersten Schluck müssen wir uns erst umgewöhnen. Zu tief sitzt die Basler Gewohnheit des italienischen Espressos. Dieser hier schmeckt durch und durch zu sauer, jedoch ist es die Absicht der Röster. So müssen wir uns dem anpassen und schmecken weiter. Mmhh, Säure kann auch interessant sein. Und der Kaffee schmeckt sich in eienr ganz anderen Region im Gaumen. Trotz Milch in Latte oder Cappucinoform. Es erinnert mich an Chilli. Ich füge meinem Espresso mehr und mehr Zucker zu und es wird Würziger. Eine Säure und eine Würze. Süss wird er nicht, auch nach drei Löffeln Zucker. Am Nachmittag kommen wir nocheinmal in das kleine „Espressolab“ und der Kaffee schmeckt besser. Wir haben uns ein Stückchen angenähert und den Latte aus Basel, den gewohnten, losgelassen.
Morgen gehen wir weitere Cafes die Küste entlang ausprobieren. Vielleicht findet sich der ein oder andere gute Espresso...
Der Abend verlief ruhig, mit Brainstorming zum eigen Cafe in Basel, mit Träumereien und mit einer DVD von Jamie Oliver. Ich muss zugeben, es war das erste Mal, dass ich etwas von ihm auf dem Bildschirm sah, und ich war unangenehmer Weise sogar begeistert. Bin es immer noch. Peinlich? Naja, vielleicht ist es nur eine Phase...
Ausserdem wurde klar dass unser Cafe in Basel etwas besonderes wird. Das besondere daran sind wir, Jessia und ich, die wir eine „etwas exotische Afrikanische Note mit etwas deutscher Intuition“ zusammenbringen, und so etwas besonderes sind. „We are the Magic of our Business“. Und beim Abendessen kochen gab ich meine enge VErbindung zu Zitronen und Chilli zu. Lemons and Chilli. Ein Name für ein Cafe? Chili&Lemon? Mal sehen.
Der Himmel über der Küstenbergketten verspricht Regen aus tiefhöngenden schweren Kumuluswolken. Aber bis wir aufgestanden sind und auf dem Weg auf den Samstagsmarkt an der alten Keksmühle (The Old Biscuit Mill) bleibt es noch trocken. Im Zug begegnet uns Afrika, dort fährt die Unterschicht zur Arbeit, und wir waren fast die einzigen weissen im ganzen Zug. Hier ist es zu spüren, dass verschiedene Welten herrschen. Ein blindes Päärchen spielt Gitarre und singt von Gott und den schweren Sünden, die sie begangen haben, wir geben ihnen Kleingeld. Später kommt ein Prediger ins Abteil und brüllt uns aus der Bibel vor. Unangenehm, aber irgendwie beeindruckend. Hören die Menschen ihm zu, oder schalten sie ab? Spricht er von ihrer Realität? Kein Sex vor der Ehe, liebe Deinen Nachbarn, egal welche Hautfarbe? Ein interessanter Mix, und manches trifft sogar für mich zu, ich will auch Menschen gleich respektieren, egal welche Hautfarbe sie haben, aber das mit der Ehe finde ich absurd und veraltet. Ist es hier in Afrika wie beim Domino, hier und da passen die weissen Punkte aneinander, man passt an der einen Stelle zusammen, gleicht sich, obwohl man an anderen wirklich gegensätzlich ist...?
Auf dem Bahnsteig findet noch eine interessante kleine Szene statt:
Ein schwarzer Rasenmäher findet hinter dem Bahnhofszaun eine Glasflasche, gibt sie einem weissen Wartenden, der sie in die Mülltonne entsorgt. Kurz darauf steht auf dem anderen Bahnsteig ein schwarzer Bettler und sucht in den Mülleimern nach Brauchbarem. Der weisse Wartende holt auf seiner Seite die Flasche wieder aus dem Müll und wirft sie dem schwarzen Bettler über die Gleise zu, der fängt sie und bedankt sich.
Auf dem Markt wird Wein getestet, Kaffee probiert, Pesto, Chorizo, frisch gesafteter Frucht-Gemüse mix getrunken, als auch das Wasser der Kokosnuss genossen. Agua di Coco kenne ich aus Brasilien, andere kennen es aus Madagaskar, die nächsten aus Mosambique. Jeder erinnert sich an eine beeindruckende und berührende Reise, während er von einem Mosambiquer und einem Südafrikaner die Kokosnuss, noch grün, frich mit einer Machete aufgehackt und mit Strohhalm, bekommt. Für 20 Rand. Eine Flüssigkeit ohne gleichen. Reich voller Vitamine und Enzyme und ganz ohne Cholesterol. Gleicht von der Zusammensetzung her sehr unserem Blut, weshalb es im Jungel so manchem Soldaten bei Blutverlust zugefügt wurde. Es hilft sehr gegen „Babbelaas“, das ist das Afrikaanerwort für Kater. Es ist ein durstlöschendes milchig weisses Vergnügen, und auch das Trinkgefäss ist gut, man fühlt sich besonders, wenn man zwischen all den Sekttrinkenden oder aus Plastikbechern trinkenden Menschen mit einer Fussball grossen grünen Unförmigkeit von Kokosnuss mit Strohhalm herumläuft und sich gleichzeitig dabei noch etwas unwahrscheinlich Gutes tut.
Zwei Weinmacher verführen uns zum Kaufe, einmal weisser Chenin Blanc mit einer wunderbaren Männlichkeit wie ich es nenne (die Frau die ihn herstellt ist die Weinmacherin des Jahres 2008...so schliessen wir daraus, dass Frauen einen männlichen Wein und vice versa herstellen, und dass das auch beim Parfum so sei, da Frauen das Parfum an ihren Männern riechen wollen, und an sich selbst, für ihre Männer aufgetragen) eine rauchige Samtnote und leicht an mein Männerparfum erinnernd, sowie ein roter Shiraz, der ganz die Färbung des Eichholzfasses trägt und mit dem 2006 Jahrgang schon reif genug scheint.
Die Kaffeerösterei im neueren Komplex an der alten Keksmühle sticht in schwarz weiss heraus. Die Bedienung ist schwedisch und trägt typisch Stockholm eine riesen Brille (natürlich RayBan). Der Kaffee ist eine leichte Röstung, verschiedener Herkunft. Selbst geröstet. Es duftet im Raum nach dem guten, jedoch beim ersten Schluck müssen wir uns erst umgewöhnen. Zu tief sitzt die Basler Gewohnheit des italienischen Espressos. Dieser hier schmeckt durch und durch zu sauer, jedoch ist es die Absicht der Röster. So müssen wir uns dem anpassen und schmecken weiter. Mmhh, Säure kann auch interessant sein. Und der Kaffee schmeckt sich in eienr ganz anderen Region im Gaumen. Trotz Milch in Latte oder Cappucinoform. Es erinnert mich an Chilli. Ich füge meinem Espresso mehr und mehr Zucker zu und es wird Würziger. Eine Säure und eine Würze. Süss wird er nicht, auch nach drei Löffeln Zucker. Am Nachmittag kommen wir nocheinmal in das kleine „Espressolab“ und der Kaffee schmeckt besser. Wir haben uns ein Stückchen angenähert und den Latte aus Basel, den gewohnten, losgelassen.
Morgen gehen wir weitere Cafes die Küste entlang ausprobieren. Vielleicht findet sich der ein oder andere gute Espresso...
Der Abend verlief ruhig, mit Brainstorming zum eigen Cafe in Basel, mit Träumereien und mit einer DVD von Jamie Oliver. Ich muss zugeben, es war das erste Mal, dass ich etwas von ihm auf dem Bildschirm sah, und ich war unangenehmer Weise sogar begeistert. Bin es immer noch. Peinlich? Naja, vielleicht ist es nur eine Phase...
Ausserdem wurde klar dass unser Cafe in Basel etwas besonderes wird. Das besondere daran sind wir, Jessia und ich, die wir eine „etwas exotische Afrikanische Note mit etwas deutscher Intuition“ zusammenbringen, und so etwas besonderes sind. „We are the Magic of our Business“. Und beim Abendessen kochen gab ich meine enge VErbindung zu Zitronen und Chilli zu. Lemons and Chilli. Ein Name für ein Cafe? Chili&Lemon? Mal sehen.
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Eins
Tag Eins. Freitag, 6. November.
Vom International Airport of Cape Town ging es per Mini-Golf, dem typischen kapstädtischen Studentenauto der A4 nach, die über die gesamte Kaphalbinsel führt. Vorbei an Wellblechhütten und Plakaten, die ein würdigeres Leben zur Zeit der FIFA Weltmeisterschaft in 2010 versprechen...ein Witz, sagen die Kapstädter.
Ankommen dann in Muizenberg, einem kleinen Küstenort in der False Bay, der falschen Bucht - der Bucht vor der grossen Bucht wo in Kolonialzeiten der Anlegepunkt der Schiffe aus Fernost war, also der Bucht vor der, die das Ziel der Seemänner war.
False Bay ist eine Bucht voller kleiner Orte die sich im Wettbewerb um den besten Lifestyle befinden. Simonstown, noch sehr verschlafen, ganz am Zipfel der Kaphalbinsel, aufzuweisen den Boulders Beach, einen Strand voller riesiger rundgeschliffener Felsen, die Heimat der Kap-Pingiune. Fishhoek, die kleine Stadt für Grossmütterchen, die ansonsten nicht viel zu bieten hat, Kalk Bay, ein Laden im kubanisch, lateinamerikanischem Romatik-Chique nach dem anderen, alle einer Familie gehörend...aber zwischendurch immer wieder der ein oder andere originelle Laden, zum Beispiel der Buchladen, an dem wir am ersten Abend zufällig in eine Buch-Vernissage geraten, wo guter Kapwein und himmlischer Schokoladenkuchen zwischen Bücherregalen voller interessanter „Leben in Argentinien“ oder „Besondere Cuisine von überall her“ Bücher gereicht wird, alles auf‘s Haus, versteht sich...
Dann Muizenberg, wo ich nun für zwei Wochen bei meiner ehemaligen Gastfamilie wohne. Die Mutter, Penny, hat einen Bioladen „Organics Alive“ im neuen „Muizenberg Village“, welches aus ein paar Strassen mit bunten, typischen Kap-Häusern kurz neben dem Strand besteht. Man könnte es mediterran nennen. Verschachtelte Wohnhäuser, in Terrakotta, mit kleinen ummauerten Hinterhöfen, Hibiskusbüschen, Treppen zu den Haustüren, vom Seewind gebeugte Bäumchen und überall ein wenig Sand. Hier ein Yogastudio, dort ein Internet Cafe, und eine Bäckerei, die aus einem Schaufenster, einer roten Theke auf 2 Quadratmetern, einer Kolbenkaffeemaschiene, einem Backofen und einem kleinen Hinterhof besteht. Ein muss, am Montagmorgen, ab 8.30 geöffnet, schon fest im Plan!
Organics Alive ist Treffpunkt für die Muizenberg „Lohas“. Sie glauben an „Lifestyle Of Health And Sustainability“ und essen nachhaltig, schoppen grün, leben so bewusst wie sie können. Ein rustikaler Laden, lokale Bauern liefern die Produkte, interessante Menschen kommen vorbei, es ist Raum für Gespräch und man bekommt Kaffee: stark, aus der ebenso rustikalen Espressokanne (french Press) auf einem Zuckergelkocher erhitzt, da das Gas grad aus ist. Ein Business, dass sich auf genauso viel harter Arbeit wie auch guter Intuition, auf Authentizität und Menschlichkeit aufgebaut hat. Penny, die Besitzerin, auch Yogalehrerin, hat trotz sorgenvollen Zeiten und viel Arbeit ihren Humor und Schalk nie verloren.
Der Laden ist gemütlich, alte Bauernmöbel, ein Buffet am Mittag aus saisonalen Zutaten, immer frisch vom Bauern, alles grade eben und per Hand angerichtet.
Vom International Airport of Cape Town ging es per Mini-Golf, dem typischen kapstädtischen Studentenauto der A4 nach, die über die gesamte Kaphalbinsel führt. Vorbei an Wellblechhütten und Plakaten, die ein würdigeres Leben zur Zeit der FIFA Weltmeisterschaft in 2010 versprechen...ein Witz, sagen die Kapstädter.
Ankommen dann in Muizenberg, einem kleinen Küstenort in der False Bay, der falschen Bucht - der Bucht vor der grossen Bucht wo in Kolonialzeiten der Anlegepunkt der Schiffe aus Fernost war, also der Bucht vor der, die das Ziel der Seemänner war.
False Bay ist eine Bucht voller kleiner Orte die sich im Wettbewerb um den besten Lifestyle befinden. Simonstown, noch sehr verschlafen, ganz am Zipfel der Kaphalbinsel, aufzuweisen den Boulders Beach, einen Strand voller riesiger rundgeschliffener Felsen, die Heimat der Kap-Pingiune. Fishhoek, die kleine Stadt für Grossmütterchen, die ansonsten nicht viel zu bieten hat, Kalk Bay, ein Laden im kubanisch, lateinamerikanischem Romatik-Chique nach dem anderen, alle einer Familie gehörend...aber zwischendurch immer wieder der ein oder andere originelle Laden, zum Beispiel der Buchladen, an dem wir am ersten Abend zufällig in eine Buch-Vernissage geraten, wo guter Kapwein und himmlischer Schokoladenkuchen zwischen Bücherregalen voller interessanter „Leben in Argentinien“ oder „Besondere Cuisine von überall her“ Bücher gereicht wird, alles auf‘s Haus, versteht sich...
Dann Muizenberg, wo ich nun für zwei Wochen bei meiner ehemaligen Gastfamilie wohne. Die Mutter, Penny, hat einen Bioladen „Organics Alive“ im neuen „Muizenberg Village“, welches aus ein paar Strassen mit bunten, typischen Kap-Häusern kurz neben dem Strand besteht. Man könnte es mediterran nennen. Verschachtelte Wohnhäuser, in Terrakotta, mit kleinen ummauerten Hinterhöfen, Hibiskusbüschen, Treppen zu den Haustüren, vom Seewind gebeugte Bäumchen und überall ein wenig Sand. Hier ein Yogastudio, dort ein Internet Cafe, und eine Bäckerei, die aus einem Schaufenster, einer roten Theke auf 2 Quadratmetern, einer Kolbenkaffeemaschiene, einem Backofen und einem kleinen Hinterhof besteht. Ein muss, am Montagmorgen, ab 8.30 geöffnet, schon fest im Plan!
Organics Alive ist Treffpunkt für die Muizenberg „Lohas“. Sie glauben an „Lifestyle Of Health And Sustainability“ und essen nachhaltig, schoppen grün, leben so bewusst wie sie können. Ein rustikaler Laden, lokale Bauern liefern die Produkte, interessante Menschen kommen vorbei, es ist Raum für Gespräch und man bekommt Kaffee: stark, aus der ebenso rustikalen Espressokanne (french Press) auf einem Zuckergelkocher erhitzt, da das Gas grad aus ist. Ein Business, dass sich auf genauso viel harter Arbeit wie auch guter Intuition, auf Authentizität und Menschlichkeit aufgebaut hat. Penny, die Besitzerin, auch Yogalehrerin, hat trotz sorgenvollen Zeiten und viel Arbeit ihren Humor und Schalk nie verloren.
Der Laden ist gemütlich, alte Bauernmöbel, ein Buffet am Mittag aus saisonalen Zutaten, immer frisch vom Bauern, alles grade eben und per Hand angerichtet.
Thursday, November 05, 2009
Here I am, ready to fly around the world...
Auf dem Weg nach Südafrika nach einem tollen Kaffeemorgen mit vielen Freundschaftsmomenten. Es ist gut, weg zu fahren, schreibe ich nachher in mein Tagebuch. Alles wird purer, intensiver, Freundschaften tiefer, hier noch schnell die Geste, die ich Dir schon immer mal zeigen wollte...plötzlich habe wir kurz aber wirklich Zeit füreinander, wir Menschen...hier eine Frage, die schon immer mal gestellt werden wollte...und wirkliches Interesse aneinander.
Als gäbe es kein Morgen, öffnen sich die Herzen und wir sind Menschen miteinander. Das Morgen kommt natürlich, in 2,5 Wochen und wird auch wunderbar, aber das, was heute früh vor der Abreise war, war besonders. Weil kurz vor dem Weggehen eines Menschen die Weggehwünsche der anderen auch wach werden. Einer geht und andere träumen wieder. Träumen vom Gehen oder vom Bleiben, aber die Hauptsache ist, dass diese kleine Veränderung wenn einer weggeht die anderen für einen Moment zum träumen bringt. Und das Träumen in sich ist wie eine Reise. Auch wenn man da bleibt. Das ist wichtig und schön.
Ich träume auch. Auf dem Weg wird alles unwirklich und irgendwie wirklicher. Man befolgt die nötigen Regeln und befindet sich in einer Anonymität die auch das Träumen zulässt. Ich kann träumen was ich will, sein wer ich bin oder sein will, denn keiner weiss wer ich bin! Freiraum! Reisefreiraum. Freitraum.
Liebe Grüsse an euch, die ihr Zuhause seid, und mir das Träumen ermöglicht!
Danke und bis bald!
Auf dem Weg nach Südafrika nach einem tollen Kaffeemorgen mit vielen Freundschaftsmomenten. Es ist gut, weg zu fahren, schreibe ich nachher in mein Tagebuch. Alles wird purer, intensiver, Freundschaften tiefer, hier noch schnell die Geste, die ich Dir schon immer mal zeigen wollte...plötzlich habe wir kurz aber wirklich Zeit füreinander, wir Menschen...hier eine Frage, die schon immer mal gestellt werden wollte...und wirkliches Interesse aneinander.
Als gäbe es kein Morgen, öffnen sich die Herzen und wir sind Menschen miteinander. Das Morgen kommt natürlich, in 2,5 Wochen und wird auch wunderbar, aber das, was heute früh vor der Abreise war, war besonders. Weil kurz vor dem Weggehen eines Menschen die Weggehwünsche der anderen auch wach werden. Einer geht und andere träumen wieder. Träumen vom Gehen oder vom Bleiben, aber die Hauptsache ist, dass diese kleine Veränderung wenn einer weggeht die anderen für einen Moment zum träumen bringt. Und das Träumen in sich ist wie eine Reise. Auch wenn man da bleibt. Das ist wichtig und schön.
Ich träume auch. Auf dem Weg wird alles unwirklich und irgendwie wirklicher. Man befolgt die nötigen Regeln und befindet sich in einer Anonymität die auch das Träumen zulässt. Ich kann träumen was ich will, sein wer ich bin oder sein will, denn keiner weiss wer ich bin! Freiraum! Reisefreiraum. Freitraum.
Liebe Grüsse an euch, die ihr Zuhause seid, und mir das Träumen ermöglicht!
Danke und bis bald!
Friday, October 30, 2009
Vom allein Sein.
Nun bin ich es aber auch nicht mehr.
Obwohl ich dann allein in mein Bett steige und allein einschlafe. Das hat durchaus Gutes. Niemand riecht es, wenn ich furze. Aber gern hätte ich Gesellschaft.
Ich bin mir so sicher dass ich weiss wer ich bin wenn ich allein in einer Menschenmenge stehe und niemanden kenne. Ich bin mir sicher ich weiss wer ich bin, wenn ich allein am Rheinufer spaziere und die Bäume und der Himmel und der Fluss sind ganz die meinen. Ich bin allein mir sicher. Und dann kommst Du. Und ich bin ganz jemand anders. Ich werde warm innerlich und kalt an den Füssen, bekomme rote Backen und mein Herz schlägt.
und das Alleinsein wird zur Qual. Und ich vergesse wer ich bin. Ich löse mich auf und brauche Dein Wort um zu wissen wer ich bin. Brauche Deine Liebe um zu lieben, brauche Deine Schulter um halten zu können, brauche Dich um mich zu finden. Du bist der einzige, der das in mir auslöst. Ich brauche die Menschen um mich aber in der Begegnung mit ihnen werde ich definiert. In der Begegnung mit Dir definierst Du mich. Ohne Dich kann ich gut entscheiden, aber mit Dir kann ich mich nur für Dich entscheiden.
Am besten sitzte ich einfach still da wenn Du vorbeiläufst und bleibe allein, und warte.
Nun bin ich es aber auch nicht mehr.
Obwohl ich dann allein in mein Bett steige und allein einschlafe. Das hat durchaus Gutes. Niemand riecht es, wenn ich furze. Aber gern hätte ich Gesellschaft.
Ich bin mir so sicher dass ich weiss wer ich bin wenn ich allein in einer Menschenmenge stehe und niemanden kenne. Ich bin mir sicher ich weiss wer ich bin, wenn ich allein am Rheinufer spaziere und die Bäume und der Himmel und der Fluss sind ganz die meinen. Ich bin allein mir sicher. Und dann kommst Du. Und ich bin ganz jemand anders. Ich werde warm innerlich und kalt an den Füssen, bekomme rote Backen und mein Herz schlägt.
und das Alleinsein wird zur Qual. Und ich vergesse wer ich bin. Ich löse mich auf und brauche Dein Wort um zu wissen wer ich bin. Brauche Deine Liebe um zu lieben, brauche Deine Schulter um halten zu können, brauche Dich um mich zu finden. Du bist der einzige, der das in mir auslöst. Ich brauche die Menschen um mich aber in der Begegnung mit ihnen werde ich definiert. In der Begegnung mit Dir definierst Du mich. Ohne Dich kann ich gut entscheiden, aber mit Dir kann ich mich nur für Dich entscheiden.
Am besten sitzte ich einfach still da wenn Du vorbeiläufst und bleibe allein, und warte.
Friday, October 02, 2009
OH YEAH!
Ich glaube die Sterne sagen dass die stressige Zeit vorbei ist!
Sagittarius
(November 22-December 22)
Here is a brief summary of 2009 for you: The year started and built to an early peak with events that demonstrated both how good and how challenging life could be. There were many times when you felt like it was all too much, and yet the sense that you could create something absolutely new and innovative with your life went off like fireworks. To the extent that there were challenges, those only fueled your determination to live well in the time and space you are allotted on this Earth. Then somehow many things that had such incredible potential seemed to go into reverse. Certain things hit frustrating delays and others seemed to vanish like smoke, leaving you to wonder whether you had made any progress at all. Somehow your mind is changing about this. You may not be able to document new progress, but the backsliding has stopped, for one thing, and for another, you are starting to feel like you can make some choices that put you back on track. October brings the tipping point; it is the threshold where you regain your confidence in yourself. It is easy to say “All things in their time,” but it takes wisdom and experience to see and feel this in action. All things in their time—and that time has very nearly arrived.
Thank you, thank you thank you!
Ich glaube die Sterne sagen dass die stressige Zeit vorbei ist!
Sagittarius
(November 22-December 22)
Here is a brief summary of 2009 for you: The year started and built to an early peak with events that demonstrated both how good and how challenging life could be. There were many times when you felt like it was all too much, and yet the sense that you could create something absolutely new and innovative with your life went off like fireworks. To the extent that there were challenges, those only fueled your determination to live well in the time and space you are allotted on this Earth. Then somehow many things that had such incredible potential seemed to go into reverse. Certain things hit frustrating delays and others seemed to vanish like smoke, leaving you to wonder whether you had made any progress at all. Somehow your mind is changing about this. You may not be able to document new progress, but the backsliding has stopped, for one thing, and for another, you are starting to feel like you can make some choices that put you back on track. October brings the tipping point; it is the threshold where you regain your confidence in yourself. It is easy to say “All things in their time,” but it takes wisdom and experience to see and feel this in action. All things in their time—and that time has very nearly arrived.
Thank you, thank you thank you!
Wednesday, September 30, 2009
Dies ist mein 150. Post. Wow. Nicht schlecht, oder?
Dieser ist auch nur ein Nachtrag. Ich habe nun mit den Chefs, die ich im letzten Post beklage, gesprochen, ein langes, ausführliches, tränenreiches (meinerseits), auch etwas aufklärendes, Verletzungen erkennendes, Schuld zuweisendes, Gespräch. Mit meinem Chef 1 und Exfreund und mit dem Chef 2. Es ist so vieles vermischt in dem ganzen, all der Druck, der sich aufbaut, wenn man dem Chef 1 gegenüber versucht Mitarbeiterin zu sein, es aber innerlich von Exfreundinseiten her drückt...und immer wieder der vergebliche Versuch, das ganze zu trennen, Arbeit und Beziehung zu trennen. Unmöglich. Wie der Chef 3 früher gerne schon mal sagte (er kennt unsere Kämpfe schon aus der Vergangneheit): Art is Work is Love is Art, oder Work is Art is Love is Work. Der Chef 3 hat sich kürzlich dann von seiner Frau getrennt. So weit so gut...wenn ich die Fakten, wie sie sind, in Betracht ziehe, dann kann ich nicht mehr ungetan und unerlebt machen, was ChefExfreun und ich miteinander an Geschichte haben, da gibt es nur das nach vorne. Entweder weg, oder einfach weiter. As best as we can!
Ich habe erfahren im oben genannten Gespräch, dass sie mich eigentlich gut fanden, in der Küche. Und kann es schwer glauben. Ich habe auch erfahren, dass ich einen Charakterfehler habe, aus Verletzungen Macht zu kreieren. Bin ich k.o., bin ich in dei Ecke gedrängt, bin ich in Angst oder Verletzt, kommen meine Krallen, aber hinten herum. Dann verdrehe ich scheinbar Realitäten, projeziere Stimmungen auf andere, verstehe falsch und fälle falsche Urteile. Um die Macht zu behalten. Uff. Wie wird man so was los? Machttendenzen aber auch übertriebene Selbstkritik, Arroganz, Egoismus. All das stellt mein Mitmensch in mir fest.
Wie soll ich da jegliches Lob glauben?
Und Selbstbewusstsein und Demut üben?
Je ne sais pas!
Dieser ist auch nur ein Nachtrag. Ich habe nun mit den Chefs, die ich im letzten Post beklage, gesprochen, ein langes, ausführliches, tränenreiches (meinerseits), auch etwas aufklärendes, Verletzungen erkennendes, Schuld zuweisendes, Gespräch. Mit meinem Chef 1 und Exfreund und mit dem Chef 2. Es ist so vieles vermischt in dem ganzen, all der Druck, der sich aufbaut, wenn man dem Chef 1 gegenüber versucht Mitarbeiterin zu sein, es aber innerlich von Exfreundinseiten her drückt...und immer wieder der vergebliche Versuch, das ganze zu trennen, Arbeit und Beziehung zu trennen. Unmöglich. Wie der Chef 3 früher gerne schon mal sagte (er kennt unsere Kämpfe schon aus der Vergangneheit): Art is Work is Love is Art, oder Work is Art is Love is Work. Der Chef 3 hat sich kürzlich dann von seiner Frau getrennt. So weit so gut...wenn ich die Fakten, wie sie sind, in Betracht ziehe, dann kann ich nicht mehr ungetan und unerlebt machen, was ChefExfreun und ich miteinander an Geschichte haben, da gibt es nur das nach vorne. Entweder weg, oder einfach weiter. As best as we can!
Ich habe erfahren im oben genannten Gespräch, dass sie mich eigentlich gut fanden, in der Küche. Und kann es schwer glauben. Ich habe auch erfahren, dass ich einen Charakterfehler habe, aus Verletzungen Macht zu kreieren. Bin ich k.o., bin ich in dei Ecke gedrängt, bin ich in Angst oder Verletzt, kommen meine Krallen, aber hinten herum. Dann verdrehe ich scheinbar Realitäten, projeziere Stimmungen auf andere, verstehe falsch und fälle falsche Urteile. Um die Macht zu behalten. Uff. Wie wird man so was los? Machttendenzen aber auch übertriebene Selbstkritik, Arroganz, Egoismus. All das stellt mein Mitmensch in mir fest.
Wie soll ich da jegliches Lob glauben?
Und Selbstbewusstsein und Demut üben?
Je ne sais pas!
Tuesday, September 29, 2009
Die Ruhe des Septembers trat am 28. September ein.
Nachdem ich mich zwei Wochen lang daran überarbeitet hatte, in der Mitte die Cantina zu schmeissen, am Wochenende noch Schichten abzuarbeiten, und insgesamt 4 Wochen lang keinen einzigen freien Tag zu haben (weil ich unteranderem beim Fussballtournier der mitte dabei war, für die Herren buk und sie unterstütze mit Gebrüll); nachdem ich zum Ende der Cantina Zeit hin mehrere Male vergeblich versucht hatte, zu verstehen, warum es mich so sehr auslaugt in der Cantina, und auch den Versuch, mal mit den Chefs darüber zu sprechen, was nicht richtig läuft, aufgegeben hatte...danach habe ich einfach nachgegeben, aufgegeben, meine Kräftelosigkeit zugelassen und mich fallen lassen.
Ich habe erneutes Arbeiten in der Küche in der nächsten Woche erstmal verneint, abgesagt, gesagt dass ich Frei brauche. Ich habe aber auch angeboten, dass, mit dem richitgen Vorlauf, Planungs/Vorbereitungszeit, mit der Unterstützung der Chefs (innerlich, wohlgemerkt), dass ich es mit solchen Voraussetzungen nochmal versuchen würde. Aber die Chefs haben keine Zeit für solche Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter, sodass ich nun also frei habe. Gleich zwei Wochen, da sie kurzerhand entschlossen haben, die Cantina 2 Wochen lang zuzubehalten. Das habe ich dann erfahren als ein Poster aufgehängt wurde. Das bedeutet natürlich auch, dass ich nächste Woche, in der zweiten Woche, auch frei habe. Bzw. keine Schichten. Also keine Stunden, also keine Kohle. Ups, da haben die Chefs wohl mal wieder vergessen, dass ich auch Bedürfnisse habe. Was ist hier los???? Und heute früh sprach ich einen Chef darauf an, und er hatte nichts besseres zu sagen als "Du kannst mich mal".
Mir gehts aber gut. Ich habe frei und komme langsam wieder zu mir. Bin übers Wochenende nun auch noch Single geworden, und sehe mich einen neuen Raum betreten, mmhh, so neu nicht, denn letzten Herbst betrat ich auch einen solchen. Diesen Herbst jedoch betrete ich diesen Raum ganz allein. Nur mit mir. Das wird gut. Ich kann wieder atmen. Ich kann bei mir sein, ich kann tanzen, ich kann den Herbst geniessen! In Ruhe!
Das Wort für den Oktober ist Weisheit. Uff. Noch so ein schweres Wort. Ich bin mal gespannt, werde ich der Weisheit begegnen, sie mir? Werde ich sie in mir finden oder in anderen Menschen? Am 19.Oktober fängt mein Backpackers-Kurs in der Jugendektion an, ein Kurs, um mich meinen Fragen an das Leben zu widmen. Ich werde Gespräche führen, ich werde malen, ich werde schreiben, tanzen, kochen und mich meiner Kreativität widmen. Möge der Herbst kommen, mit allen Schönheiten und Schweren...Ich bin bereit!
Nachdem ich mich zwei Wochen lang daran überarbeitet hatte, in der Mitte die Cantina zu schmeissen, am Wochenende noch Schichten abzuarbeiten, und insgesamt 4 Wochen lang keinen einzigen freien Tag zu haben (weil ich unteranderem beim Fussballtournier der mitte dabei war, für die Herren buk und sie unterstütze mit Gebrüll); nachdem ich zum Ende der Cantina Zeit hin mehrere Male vergeblich versucht hatte, zu verstehen, warum es mich so sehr auslaugt in der Cantina, und auch den Versuch, mal mit den Chefs darüber zu sprechen, was nicht richtig läuft, aufgegeben hatte...danach habe ich einfach nachgegeben, aufgegeben, meine Kräftelosigkeit zugelassen und mich fallen lassen.
Ich habe erneutes Arbeiten in der Küche in der nächsten Woche erstmal verneint, abgesagt, gesagt dass ich Frei brauche. Ich habe aber auch angeboten, dass, mit dem richitgen Vorlauf, Planungs/Vorbereitungszeit, mit der Unterstützung der Chefs (innerlich, wohlgemerkt), dass ich es mit solchen Voraussetzungen nochmal versuchen würde. Aber die Chefs haben keine Zeit für solche Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter, sodass ich nun also frei habe. Gleich zwei Wochen, da sie kurzerhand entschlossen haben, die Cantina 2 Wochen lang zuzubehalten. Das habe ich dann erfahren als ein Poster aufgehängt wurde. Das bedeutet natürlich auch, dass ich nächste Woche, in der zweiten Woche, auch frei habe. Bzw. keine Schichten. Also keine Stunden, also keine Kohle. Ups, da haben die Chefs wohl mal wieder vergessen, dass ich auch Bedürfnisse habe. Was ist hier los???? Und heute früh sprach ich einen Chef darauf an, und er hatte nichts besseres zu sagen als "Du kannst mich mal".
Mir gehts aber gut. Ich habe frei und komme langsam wieder zu mir. Bin übers Wochenende nun auch noch Single geworden, und sehe mich einen neuen Raum betreten, mmhh, so neu nicht, denn letzten Herbst betrat ich auch einen solchen. Diesen Herbst jedoch betrete ich diesen Raum ganz allein. Nur mit mir. Das wird gut. Ich kann wieder atmen. Ich kann bei mir sein, ich kann tanzen, ich kann den Herbst geniessen! In Ruhe!
Das Wort für den Oktober ist Weisheit. Uff. Noch so ein schweres Wort. Ich bin mal gespannt, werde ich der Weisheit begegnen, sie mir? Werde ich sie in mir finden oder in anderen Menschen? Am 19.Oktober fängt mein Backpackers-Kurs in der Jugendektion an, ein Kurs, um mich meinen Fragen an das Leben zu widmen. Ich werde Gespräche führen, ich werde malen, ich werde schreiben, tanzen, kochen und mich meiner Kreativität widmen. Möge der Herbst kommen, mit allen Schönheiten und Schweren...Ich bin bereit!
Monday, September 07, 2009
Der September kommt mit Ruhe, innerlich, und mit Abschied vom August, der so wunderschön sommerlich war...
En spezieller Sommer war dies. Ein sommer für mich. Ein Katharina-Sommer.
Ich bin sehr dankbar, dass er so war, dieser Sommer!
Ich freue mich auf den Herbst! Wind, Blätter, der Rhein dunkel, wie Blei, heisse Schokolade mit Sahne, oder auch nur warme Milch mit Honig...Kürbissuppe! oh Ja!!...
En spezieller Sommer war dies. Ein sommer für mich. Ein Katharina-Sommer.
Ich bin sehr dankbar, dass er so war, dieser Sommer!
Ich freue mich auf den Herbst! Wind, Blätter, der Rhein dunkel, wie Blei, heisse Schokolade mit Sahne, oder auch nur warme Milch mit Honig...Kürbissuppe! oh Ja!!...
Wednesday, September 02, 2009
Hätte ich eine Kamera würde ich in diesem Moment anstatt zu schreiben den Nachthimmel fotografieren. Am blauen Nachhimmel in diesem Moment steht der Mond, fast voll, und direkt unter ihm die Venus, zierlich und klar. Wunderschön.
Dies ist ein Moment für die Liebe, glaube ich. Ein Moment, in dem der weiblichen Energie, der Kraft der Emotionen, der Schönheit der Frau und des Mannes gedacht werden soll!
Ich tu dies nun in der Badewanne, mit Salbeiduft und weissen Rosen von unserem Balkon!
Dies ist ein Moment für die Liebe, glaube ich. Ein Moment, in dem der weiblichen Energie, der Kraft der Emotionen, der Schönheit der Frau und des Mannes gedacht werden soll!
Ich tu dies nun in der Badewanne, mit Salbeiduft und weissen Rosen von unserem Balkon!
Tuesday, September 01, 2009
Es ist September.
Am Frühen Morgen des Ersten lasse ich ganz den kommenden Herbst auf mich wirken. Ich nehme mir vor, die letzten paar Tage und Wochen Sonnenschein hier in Basel vollends aufzusaugen, mein Herz mit ihnen zu füllen, damit sie ausreichen im Winter. Es stimmt ja nicht, dass im Winter garnicht die Sonne scheint. Auch im Herbst wird es sonnig und dazu noch wunderbar windig. Jedoch diese Sommersonne, die uns gestern nacht noch bis 1 Uhr wärmte sodass man eigentlich draussen schlafen hätte müssen, diese ist nun bald vorbei.
Im August stellte ich ein paar Gesetztmässigkeiten fest. Viele davon sind in meinem Tagebuch verschlossen und ganz die meinen. Ich fand auch einen neuen Freund, der mich nun in meinem Leben begleitet. Es ist etwas wie der Fuchs und der Kleine Prinz. Ein Freund, der Gedanken bringt, der inspiriert weiterzuforschen, der einen daran erinnert was man will. Ich werde den kleinen Prinzen mal wieder lesen!
"Adieu, sagte der Fuchs, und hier ist mein Geheimnis: Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar."
September bringt die Ruhe. Ich werde die Ruhe erkunden, die ich auch im August schon in mein Leben brachte. Ich hätte an zwei von vier Wochenenden im August verreist sein sollen, habe jedoch beide abgesagt, aus verschiedenen Gründen, und bin daheim geblieben. Daheim in Basel, daheim im Idem Zusammenhang, daheim in der Mitte, daheim in der Sonne, daheim bei mir. Das bringt Ruhe. Das bringt September Ruhe. Jetzt bin ich gespannt, was alles aus der Ruhe entspringen kann.
Hier ist mein September Lied von einer Band aus Finnland, Freunde von mir.
Im August war jeden Tag wirklich Sommer. Ich bin jeden Tag ausser an drei Tagen geschwommen, wenn nicht einmal, dann zweimal. Ich habe meinen Hunger für Kreativität, Kunst, Tanz, Musik, die kleinen Wunder dieser Welt und des Lebens Schönheiten wieder entdeckt und gedenke ganz diesen auszuleben! Kommst du mit?
Am Frühen Morgen des Ersten lasse ich ganz den kommenden Herbst auf mich wirken. Ich nehme mir vor, die letzten paar Tage und Wochen Sonnenschein hier in Basel vollends aufzusaugen, mein Herz mit ihnen zu füllen, damit sie ausreichen im Winter. Es stimmt ja nicht, dass im Winter garnicht die Sonne scheint. Auch im Herbst wird es sonnig und dazu noch wunderbar windig. Jedoch diese Sommersonne, die uns gestern nacht noch bis 1 Uhr wärmte sodass man eigentlich draussen schlafen hätte müssen, diese ist nun bald vorbei.
Im August stellte ich ein paar Gesetztmässigkeiten fest. Viele davon sind in meinem Tagebuch verschlossen und ganz die meinen. Ich fand auch einen neuen Freund, der mich nun in meinem Leben begleitet. Es ist etwas wie der Fuchs und der Kleine Prinz. Ein Freund, der Gedanken bringt, der inspiriert weiterzuforschen, der einen daran erinnert was man will. Ich werde den kleinen Prinzen mal wieder lesen!
"Adieu, sagte der Fuchs, und hier ist mein Geheimnis: Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar."
September bringt die Ruhe. Ich werde die Ruhe erkunden, die ich auch im August schon in mein Leben brachte. Ich hätte an zwei von vier Wochenenden im August verreist sein sollen, habe jedoch beide abgesagt, aus verschiedenen Gründen, und bin daheim geblieben. Daheim in Basel, daheim im Idem Zusammenhang, daheim in der Mitte, daheim in der Sonne, daheim bei mir. Das bringt Ruhe. Das bringt September Ruhe. Jetzt bin ich gespannt, was alles aus der Ruhe entspringen kann.
Hier ist mein September Lied von einer Band aus Finnland, Freunde von mir.
Im August war jeden Tag wirklich Sommer. Ich bin jeden Tag ausser an drei Tagen geschwommen, wenn nicht einmal, dann zweimal. Ich habe meinen Hunger für Kreativität, Kunst, Tanz, Musik, die kleinen Wunder dieser Welt und des Lebens Schönheiten wieder entdeckt und gedenke ganz diesen auszuleben! Kommst du mit?
Thursday, August 27, 2009
Thursday, August 20, 2009
Basel, es ist 33°
Sommer Sommer Sommer Sommer Sommer.
Ich mag nicht mehr ins Büro, also sitze ich auf der Terasse des Cafe Mitte mit Internet und Bier. Es wird langsam dunkel, soll ich nochmal schwimmen? Heute musste ich dem Rhein beim Schwimmen zwei Schmuckstück opfern, so firdert der Fluss zurück was er uns gibt...
Schwimmen...gern würde ich nochmal...aber ist es schon zu spät? Wenn es gleich ganz Dunkel ist muss ich eben duschen.
Gestern habe ich bei 20° die ganze Nacht draussen geschlafen, nur in ein Bettlaken gewickelt, auf Bens Dachterasse. Schön. Sternenhimmel, warmer Wind, süsse Träume!
Mehr kann ich grad auch nicht schreiben. Ausser dass ich schwitze!!
Sommer Sommer Sommer Sommer Sommer!
Grosse Sonnenbrille, kurze Hose, vier T-shirtwechsle am Tag...
Schön!!
Sommer Sommer Sommer Sommer Sommer.
Ich mag nicht mehr ins Büro, also sitze ich auf der Terasse des Cafe Mitte mit Internet und Bier. Es wird langsam dunkel, soll ich nochmal schwimmen? Heute musste ich dem Rhein beim Schwimmen zwei Schmuckstück opfern, so firdert der Fluss zurück was er uns gibt...
Schwimmen...gern würde ich nochmal...aber ist es schon zu spät? Wenn es gleich ganz Dunkel ist muss ich eben duschen.
Gestern habe ich bei 20° die ganze Nacht draussen geschlafen, nur in ein Bettlaken gewickelt, auf Bens Dachterasse. Schön. Sternenhimmel, warmer Wind, süsse Träume!
Mehr kann ich grad auch nicht schreiben. Ausser dass ich schwitze!!
Sommer Sommer Sommer Sommer Sommer!
Grosse Sonnenbrille, kurze Hose, vier T-shirtwechsle am Tag...
Schön!!
Sunday, July 12, 2009
Wo der Juni das Wort "Honesty", also Ehrlichkeit trug, schliesst nun mein Juli mit "Gentleness"-Zärtlichkeit an.
Im Juni...
Im Juni kam ich wieder zu mir, nach Connect. Mein Motor konnte wieder, ich hatte ausgekühlt und nun konnte ich langsam wieder in die Arbeit hinein. Langsam.
Ehrlichkeit war ein Fluch in manchen Momenten, wo ich einfach das sagte, was ich dachte, und es manchmal meinen Mitmenschen an den Latz knallte, die falschen Worte wählte. Jedoch durch diese Ehrlichkeit kam ich an viele Orte innerlich, wo ich noch nie war. Sie ist ein Aufräumer, die Ehrlichkeit! Sie führte mich durch die innere emotionale Hölle, aber auch wieder hinaus. Sie führte mich in den Entschluss, in Basel zu bleiben.
Ich entschloss mich auch, mal zu versuchen nicht mehr gegen die Menschen, die ich am liebsten auf den Mond geschossen hätte zu sein, sondern auf sie zu zu gehen. Bei der einen klappte es, bei der anderen eher nicht. Mir brachte es Raum zum Atmen.
Diplomatie...ist irgendwie eine andere Art von Ehrlichkeit. Da wo der Kampf eine subjektive Sache ist, ist Diplomatie eine, die näher am wahren Menschlichen ist. Denn mal ehrlich, nur weil ich etwas gegen diese Menschen habe heisst das nicht, das sie wirklich falsch sind. Nur für mich halt. Und beides ist ehrlich.
Im Juni habe ich auch so wenige Schichten angenommen, dass man fast sagen könnte ich habe garnicht gearbeitet. Stimmt nicht ganz, aber gefühlt schon. Ich hatte FREI. Dieser Freiraum brachte mich oft an den Schreibtisch, einmal nach Schweden, einmal zur Familie nach Witten...und viel ins Cafe, wo ich gerne bin. Und ein Turm wurde gebaut.
Der neuland Turm vorm Cafe Mitte war auch ein Juni-Erlebnis. Hoch oben über 28 Metern Gerüst eine Plattform streichen, Netze hängen, mithelfen, mit Kabelbindern arbeiten (mein neues Lieblingswerkzeug) ...ein Erlebnis, das mich berührt hat, wo ich neue Kontakte knüpfen konnte wie in einem Workcamp, das mich stolz gemacht hat auf mich, weil ich mich was traue, und das meine nähere und weitere Zukunft geprägt hat. Schön!
Ich habe im Juni relativ viel Yoga gemacht und relativ viel genäht. Meine Nähmaschiene steht jetzt auf meinem Schriebtisch im Büro, sodass sie immer in meiner Nähe ist. So gefällt mir das alles viel besser.
Ausserdem kam im Juni relativ viel Besuch.
Am 25. Juni bin ich in meine Wohnung gezogen, wo bis jetzt Bekannte von mir gewohnt haben. Ich beziehe nun ein Zimmer in dieser WG und hoffe dass wir uns alle verstehen. Die Wohnung ist aber auch sehr schön wenn man dort alleine wohnt!
Zum Ende des Juni hin besuchte ich ein Seminar zum Thema Entwicklungszusammenarbeit und es ist immernoch aktuell, dass ich das UNISA Fernstudium über die Südafrikanische Uni im Dezember/Januar angehen will.
Im Juni bin ich viel geschwommen, im Rhein als auch in der Ostsee!
Ich denke das war der Juni.
Was bringt der Juli, der nun schon 12 Tage fortgeschritten ist? Viel Mitte Arbeit an der Bar, ein Schwedenbesuch zur Hälfte der Jugendtagung 360°-exploring community, Abschied von viele Yippies, die dann wieder in die Heimat ziehen...und nochmal viele Schichten in der Mitte.
Ausserdem einen ganzen Monat allein in meiner Wohnung. Schön! Genauso will ich wohnen! Wie mach ich das nur, dass ich das mal wirklich mache? Allein!
Im August kommen nun Mitbewohner dazu, was mich irgendwie garnicht reizt. Allein sein will ich zuhause! Ich denke ich suche mir etwas anderes! Und trotzdem ist es gut, mal dort zu wohnen, ich sortiere viel von meinen Sachen aus und finde mich wieder in meinen Kartons. Fotos aus Südafrika, Briefe von alten Bekannten und Freunden...Erinnerung! Ich! So war ich dort? Bin ich noch immer so? Ich glaube schon! Ich finde mich gut, ganz ohne Ego, ich bewundere mich, wie ich das geschafft habe damals, ich würde es immer wieder tun!
Jolle und Caro waren spontan zu Besuch, ich bin mit Ben im Rhein geschwommen, mein emotionales Leben verändert sich, einige Probleme haben sich relativiert, andere sind stärker wieder aufgetaucht. Ich arbeite weiter an ihnen.
Wenn ich mich dem allen diesen Monat mit Juli-Zärtlichkeit widme, vielleicht komme ich nochmal weiter? Mit Zärtlichkeit schaue ich auf viele Teile meines Lebens. Meinen Freund Ben, der mir Wärme ums Herz beschert, und mir Zärtlichkeit schenkt, meine Familie in der Ferne, die diesen Monat umziehen, bzw. sich gegenseitig beim Umzug helfen, die zum Teil neue Ziele verfolgen und sich zum Teil neue Dinge trauen...Zärtlichkeit empfinde ich für viele Menschen bei YIP und in Schweden, die ich dort immer wieder tiefer kennen lernen darf, Zärtlichkeit kommt aber auch auf, wenn ich den Menschen aus dem Mitte Team begegne, ausser bei einer.
Meine Freunde aus der Jugendsektion, meine Projekte, all diese rufen eine tiefe Freundschaft hervor, die sich auch in Zärtlichkeit übersetzen lässt.
Mit Zärtlichkeit begegne ich den Blumen auf Bens Balkon, die zu blühen beginnen, den Lebensmitteln, die ich verkoche, meinen Büchern, die ich bald lesen werde, meiner Nähmaschiene, die mich inspiriert. Diese Zärtlichkeit soll mir zur Vorsicht werden!
Wie kann ich diese Zärtlichkeit für alle Menschen aufbringen, obwohl ich sie vielleicht überhaupt nicht austehen kann, obwohl sie mich aufregen, schmerzlich berühren, mich hintergehen, mich verletzen, mich ignorieren, mich anders behandeln, als ich mir das je erträumt hätte? Wie kann ich die Zärtlichkeit nehmen und genau dorthin anwenden, als Abstandhalter und Schutz vor dem Schmerz? Als Angstnehmendes, erfüllendes, wärmendes Medium? Kann da die Zärtlichkeit helfen?
Im ersten Vierteljahr 2009 wurde mir ein Schmerz vom Leben beschert, der das zweite Vierteljahr durch und durch prägte. Nun beginnt das Dritte. Wie lange bleibt der Schmerz noch? Wie lange brauche ich dieses Problem noch, bevor es sich löst und ein anderes an seine Stelle tritt? Oder mal keins?
Ich hoffe auf den August als Lösungsmonat, denn ich weiss, dass das Leben mir im August mit einem rein äusserlichen Faktor dabei hilft...möge der Juli mir die Kraft geben den August innerlich gut zu greifen!
Das Wort für August ist.... (siehe August Post)
Im Juni...
Im Juni kam ich wieder zu mir, nach Connect. Mein Motor konnte wieder, ich hatte ausgekühlt und nun konnte ich langsam wieder in die Arbeit hinein. Langsam.
Ehrlichkeit war ein Fluch in manchen Momenten, wo ich einfach das sagte, was ich dachte, und es manchmal meinen Mitmenschen an den Latz knallte, die falschen Worte wählte. Jedoch durch diese Ehrlichkeit kam ich an viele Orte innerlich, wo ich noch nie war. Sie ist ein Aufräumer, die Ehrlichkeit! Sie führte mich durch die innere emotionale Hölle, aber auch wieder hinaus. Sie führte mich in den Entschluss, in Basel zu bleiben.
Ich entschloss mich auch, mal zu versuchen nicht mehr gegen die Menschen, die ich am liebsten auf den Mond geschossen hätte zu sein, sondern auf sie zu zu gehen. Bei der einen klappte es, bei der anderen eher nicht. Mir brachte es Raum zum Atmen.
Diplomatie...ist irgendwie eine andere Art von Ehrlichkeit. Da wo der Kampf eine subjektive Sache ist, ist Diplomatie eine, die näher am wahren Menschlichen ist. Denn mal ehrlich, nur weil ich etwas gegen diese Menschen habe heisst das nicht, das sie wirklich falsch sind. Nur für mich halt. Und beides ist ehrlich.
Im Juni habe ich auch so wenige Schichten angenommen, dass man fast sagen könnte ich habe garnicht gearbeitet. Stimmt nicht ganz, aber gefühlt schon. Ich hatte FREI. Dieser Freiraum brachte mich oft an den Schreibtisch, einmal nach Schweden, einmal zur Familie nach Witten...und viel ins Cafe, wo ich gerne bin. Und ein Turm wurde gebaut.
Der neuland Turm vorm Cafe Mitte war auch ein Juni-Erlebnis. Hoch oben über 28 Metern Gerüst eine Plattform streichen, Netze hängen, mithelfen, mit Kabelbindern arbeiten (mein neues Lieblingswerkzeug) ...ein Erlebnis, das mich berührt hat, wo ich neue Kontakte knüpfen konnte wie in einem Workcamp, das mich stolz gemacht hat auf mich, weil ich mich was traue, und das meine nähere und weitere Zukunft geprägt hat. Schön!
Ich habe im Juni relativ viel Yoga gemacht und relativ viel genäht. Meine Nähmaschiene steht jetzt auf meinem Schriebtisch im Büro, sodass sie immer in meiner Nähe ist. So gefällt mir das alles viel besser.
Ausserdem kam im Juni relativ viel Besuch.
Am 25. Juni bin ich in meine Wohnung gezogen, wo bis jetzt Bekannte von mir gewohnt haben. Ich beziehe nun ein Zimmer in dieser WG und hoffe dass wir uns alle verstehen. Die Wohnung ist aber auch sehr schön wenn man dort alleine wohnt!
Zum Ende des Juni hin besuchte ich ein Seminar zum Thema Entwicklungszusammenarbeit und es ist immernoch aktuell, dass ich das UNISA Fernstudium über die Südafrikanische Uni im Dezember/Januar angehen will.
Im Juni bin ich viel geschwommen, im Rhein als auch in der Ostsee!
Ich denke das war der Juni.
Was bringt der Juli, der nun schon 12 Tage fortgeschritten ist? Viel Mitte Arbeit an der Bar, ein Schwedenbesuch zur Hälfte der Jugendtagung 360°-exploring community, Abschied von viele Yippies, die dann wieder in die Heimat ziehen...und nochmal viele Schichten in der Mitte.
Ausserdem einen ganzen Monat allein in meiner Wohnung. Schön! Genauso will ich wohnen! Wie mach ich das nur, dass ich das mal wirklich mache? Allein!
Im August kommen nun Mitbewohner dazu, was mich irgendwie garnicht reizt. Allein sein will ich zuhause! Ich denke ich suche mir etwas anderes! Und trotzdem ist es gut, mal dort zu wohnen, ich sortiere viel von meinen Sachen aus und finde mich wieder in meinen Kartons. Fotos aus Südafrika, Briefe von alten Bekannten und Freunden...Erinnerung! Ich! So war ich dort? Bin ich noch immer so? Ich glaube schon! Ich finde mich gut, ganz ohne Ego, ich bewundere mich, wie ich das geschafft habe damals, ich würde es immer wieder tun!
Jolle und Caro waren spontan zu Besuch, ich bin mit Ben im Rhein geschwommen, mein emotionales Leben verändert sich, einige Probleme haben sich relativiert, andere sind stärker wieder aufgetaucht. Ich arbeite weiter an ihnen.
Wenn ich mich dem allen diesen Monat mit Juli-Zärtlichkeit widme, vielleicht komme ich nochmal weiter? Mit Zärtlichkeit schaue ich auf viele Teile meines Lebens. Meinen Freund Ben, der mir Wärme ums Herz beschert, und mir Zärtlichkeit schenkt, meine Familie in der Ferne, die diesen Monat umziehen, bzw. sich gegenseitig beim Umzug helfen, die zum Teil neue Ziele verfolgen und sich zum Teil neue Dinge trauen...Zärtlichkeit empfinde ich für viele Menschen bei YIP und in Schweden, die ich dort immer wieder tiefer kennen lernen darf, Zärtlichkeit kommt aber auch auf, wenn ich den Menschen aus dem Mitte Team begegne, ausser bei einer.
Meine Freunde aus der Jugendsektion, meine Projekte, all diese rufen eine tiefe Freundschaft hervor, die sich auch in Zärtlichkeit übersetzen lässt.
Mit Zärtlichkeit begegne ich den Blumen auf Bens Balkon, die zu blühen beginnen, den Lebensmitteln, die ich verkoche, meinen Büchern, die ich bald lesen werde, meiner Nähmaschiene, die mich inspiriert. Diese Zärtlichkeit soll mir zur Vorsicht werden!
Wie kann ich diese Zärtlichkeit für alle Menschen aufbringen, obwohl ich sie vielleicht überhaupt nicht austehen kann, obwohl sie mich aufregen, schmerzlich berühren, mich hintergehen, mich verletzen, mich ignorieren, mich anders behandeln, als ich mir das je erträumt hätte? Wie kann ich die Zärtlichkeit nehmen und genau dorthin anwenden, als Abstandhalter und Schutz vor dem Schmerz? Als Angstnehmendes, erfüllendes, wärmendes Medium? Kann da die Zärtlichkeit helfen?
Im ersten Vierteljahr 2009 wurde mir ein Schmerz vom Leben beschert, der das zweite Vierteljahr durch und durch prägte. Nun beginnt das Dritte. Wie lange bleibt der Schmerz noch? Wie lange brauche ich dieses Problem noch, bevor es sich löst und ein anderes an seine Stelle tritt? Oder mal keins?
Ich hoffe auf den August als Lösungsmonat, denn ich weiss, dass das Leben mir im August mit einem rein äusserlichen Faktor dabei hilft...möge der Juli mir die Kraft geben den August innerlich gut zu greifen!
Das Wort für August ist.... (siehe August Post)
Saturday, June 27, 2009
Entwicklungspolitisches Gedenke...
Im Moment sitze ich in der Mittagspause auf einem Seminar zum Thema
Entwicklungshilfe...hat überhaupt nichts mit dem BGE zu tun, denkt
man, oder? Naja, dachte ich auch bis grade noch, denn es ging um die
Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit und Politikversuche in
Entwicklungssachen, die mich überhaupt nicht überzeugen. Was sind das
für Herangehensweisen, wo zu den Gunsten der starken die schwächeren
entwickelt werde müssen, bis sie sich selbst überhaupt nicht mehr
ähneln, eine Weile gut funktionieren und dann kollabieren...Länder
als auch Menschen...die anderen und Du selbst.
Naja, und dann war da die Entwicklungstheorie von Amartya Sen, der
das ganze etwas anders angeht. Nämlich auf dem Menschen basiert. Wenn
der Mensch die Freiheit hat, sich zu entwickeln (ein Drang der in
Sens Menschenbild in jedem Menschen als Wille und Potential veranlagt
ist) dann wird der Mensch sich auch entwickeln. Wenn sich der Mensch
also enfalten darf kann er mit der eigenen Entwicklung auch die
seiner Gesellschaft voran bringen. So wird das Humankapital durch
persönlich Entfaltung mit lebendiger und echter, menschlicher Energie
und Qualität gefüllt. So wird alles, auch die Wirtschaft
angekurbelt...menschlich!
Naja, und das Thema der Freiheit und der freien Entwicklung führt
eben direkt zum Grundeinkommensgedanken. Hier sollten die
Machthabenden den Menschen die Möglicheit gewährleisten, sich
persönlich frei entfalten zu können. Denn nur ein Mensch, der das
darf, kann echt Mensch sein. In Afrika as auch in Deutschland. In
jedem Fall wollen wir Freiheit und vorallem die Freiheit, wählen zu
dürfen was wir tun. Wählen zu dürfen ob wir etwas tun wollen oder
nicht. Zum Beispiel Arbeiten. Oder auch das, was wir wirklich machen
wollen, Arbeit zu nennen. Das alles ist doch teil des
Grundeinkommens-Prozesses!
Also ich hab Lust drauf!
Entwicklungshilfe...hat überhaupt nichts mit dem BGE zu tun, denkt
man, oder? Naja, dachte ich auch bis grade noch, denn es ging um die
Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit und Politikversuche in
Entwicklungssachen, die mich überhaupt nicht überzeugen. Was sind das
für Herangehensweisen, wo zu den Gunsten der starken die schwächeren
entwickelt werde müssen, bis sie sich selbst überhaupt nicht mehr
ähneln, eine Weile gut funktionieren und dann kollabieren...Länder
als auch Menschen...die anderen und Du selbst.
Naja, und dann war da die Entwicklungstheorie von Amartya Sen, der
das ganze etwas anders angeht. Nämlich auf dem Menschen basiert. Wenn
der Mensch die Freiheit hat, sich zu entwickeln (ein Drang der in
Sens Menschenbild in jedem Menschen als Wille und Potential veranlagt
ist) dann wird der Mensch sich auch entwickeln. Wenn sich der Mensch
also enfalten darf kann er mit der eigenen Entwicklung auch die
seiner Gesellschaft voran bringen. So wird das Humankapital durch
persönlich Entfaltung mit lebendiger und echter, menschlicher Energie
und Qualität gefüllt. So wird alles, auch die Wirtschaft
angekurbelt...menschlich!
Naja, und das Thema der Freiheit und der freien Entwicklung führt
eben direkt zum Grundeinkommensgedanken. Hier sollten die
Machthabenden den Menschen die Möglicheit gewährleisten, sich
persönlich frei entfalten zu können. Denn nur ein Mensch, der das
darf, kann echt Mensch sein. In Afrika as auch in Deutschland. In
jedem Fall wollen wir Freiheit und vorallem die Freiheit, wählen zu
dürfen was wir tun. Wählen zu dürfen ob wir etwas tun wollen oder
nicht. Zum Beispiel Arbeiten. Oder auch das, was wir wirklich machen
wollen, Arbeit zu nennen. Das alles ist doch teil des
Grundeinkommens-Prozesses!
Also ich hab Lust drauf!
Sunday, June 07, 2009
...um des Lernens Willen, ich befinde mich im Prozess
Juni 2009
Nach einigen Wochen des Stillstands und der zahlreichen Stunden Cafe Arbeit nach Connect 2009, möchte ich nun mein Leben wieder aktiver balanciert und ausgefüllt gestalten. Ich brauchte eine Pause, eine Verantwortungspause, eine Pause vom selbstkreierten, selbstangetriebenen, selbstständigen Arbeiten, wollte mal tief durchatmen. Bis jetzt ist mir das noch nicht gelungen, da ich mich aus der Connectarbeit direkt in ein emotionales Arbeitsfeld in meiner Beziehung stürzte. Das ist nun erst einmal abgeschlossen, sodass ich endlich, 6 Wochen nach Connect, in die Ferien fahre.
Ich verstehe diese nächsten Schritte, wie auch die letzten 5 Jahre seit Abschluss meiner Schulzeit, als Lernzeit, als informelles Studium, welches ich nun bewusster und aktiver gestalten will. Mutig äusserte ich vor ein paar Wochen im Interview mit Projekt Zeitung, dass ich mich so fühle, als habe ich bereits den Bachelor im Katha sein erhalten, vor allem durch die Connect Tagung. Da ich aber nicht nur auf einer Ebene, der Arbeitsebene, lerne und existiere, muss ich alle anderen Ebenen, die ich in mir entdecke, genau so üben. Vielleicht habe ich den Bachelor in der Projektarbeit absolviert, durch Connect, jedoch emotional und menschlich muss ich weiter üben, in der Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit, innerer Klarheit, im Zuhören und Verstehen anderer Menschen, aber auch was die Welt rund um den Globus angeht.
Connect war ein grosser Schritt in eine Richtung, die ich nun weitergehen und vertiefen will.
Connect war mir lange der Stern am Horizont, sowie auch meine Beziehung zu Ben mich immer wieder auf neue Wege gebracht hat. Diese Wege will ich nun, ohne die beiden Sterne als Hauptzeil zu haben, weiter gehen. Ich will mir selbst neue Sterne setzen und neue Ziele erreichen. Ben wird weiterhin an meiner Seite sein, von weitem. Connect auch, näher dran.
Connect denke ich in erneuerter Form weiter zu führen. Ein Verein soll gegründet werden, nach der Sommerpause, die wir dringend benötigen, und dann im August stehen erst Treffen in Holland an für Connect 2010. Connect 2009 muss noch fertig abgewickelt werden, was in den nächsten Wochen geschehen soll. Auch die Dankesbriefe wie auch eine Art der Doku müssen erstellt werden. Ich denke bis Ende Juni.
Den ganzen Monat Juni habe ich keine Cafe Schichten. Viele Dinge wollen erlebt und getan werden, deshalb gehe ich nun diesen Versuch an, mir etwas vorzunehmen, und dann loszulegen, es zu erfüllen.
Ein paar Regeln muss ich mir im Voraus auferlegen:
Bescheidene Planung - ich will nicht zu viele Dinge auf einmal planen, denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit, sie zu erfüllen, sehr klein.
Sonne - ich will viel Zeit draussen, in der Sonne verbringen, so müssen meine Tage also Platz für Theorie, Praxis und Sonne haben.
Sofort Anfangen! - Ich will heute schon mit den ersten Schritten beginnen, sonst schiebe ich es alles weiter hinaus.
Disziplin - ich muss so gut es geht den inneren Schweinehund versorgen, damit er mich in Ruhe lässt. Bewegung, angenehme Tätigkeiten, soziales Miteinander...solche Dinge sollen das Salz in der Suppe sein!
Geniessen! - Alles, was ich mit gutem, gründlichem, bewusstem, positiven Vorsatz tue, gilt als „erfüllter Schritt“. Ich will nicht durchhängen. Und wenn ich mich mal faul führe, muss ich auch das geniessen!
Fokus! - Ich muss mich dringend auf mich, auf Positives, auf das, was kommen will, konzentrieren. Es bringt nichts auf den Problemfaktoren, die ich grade zurückgelassen habe, herum zu kauen. Inga, Mitte, Ben, all diese Dinge sind Lappalien, wenn sie mich negativ beeinflussen. Ausserdem sind alle diese Dinge eigentliche Dinge (und Personen), die ich liebe!
Genauigkeit und Klarheit - ich will nichts nur halb fertig machen. Bücher sollen ausgelesen, Dinge fertig geputzt, Aufgaben komplett erledigt werden, damit sich nicht ständig noch Altes im Jetzt aufhält.
Verstehen - ich will die Dinge an der Wurzel verstehen. Was bedeutet das Leben? Was bedeutet mein Platz im Leben? Was bedeutet die Arbeit, die ich mache? Im Cafe, im Projekt? Und vielleicht kann ich meine Statusfrage damit klären, meinen Status nicht an den Arbeiten festmachen, die ihn nicht erfüllen, sondern ihn mir selber geben?
Liebe! - ich will aus Liebe handeln!
Juni 2009
Nach einigen Wochen des Stillstands und der zahlreichen Stunden Cafe Arbeit nach Connect 2009, möchte ich nun mein Leben wieder aktiver balanciert und ausgefüllt gestalten. Ich brauchte eine Pause, eine Verantwortungspause, eine Pause vom selbstkreierten, selbstangetriebenen, selbstständigen Arbeiten, wollte mal tief durchatmen. Bis jetzt ist mir das noch nicht gelungen, da ich mich aus der Connectarbeit direkt in ein emotionales Arbeitsfeld in meiner Beziehung stürzte. Das ist nun erst einmal abgeschlossen, sodass ich endlich, 6 Wochen nach Connect, in die Ferien fahre.
Ich verstehe diese nächsten Schritte, wie auch die letzten 5 Jahre seit Abschluss meiner Schulzeit, als Lernzeit, als informelles Studium, welches ich nun bewusster und aktiver gestalten will. Mutig äusserte ich vor ein paar Wochen im Interview mit Projekt Zeitung, dass ich mich so fühle, als habe ich bereits den Bachelor im Katha sein erhalten, vor allem durch die Connect Tagung. Da ich aber nicht nur auf einer Ebene, der Arbeitsebene, lerne und existiere, muss ich alle anderen Ebenen, die ich in mir entdecke, genau so üben. Vielleicht habe ich den Bachelor in der Projektarbeit absolviert, durch Connect, jedoch emotional und menschlich muss ich weiter üben, in der Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit, innerer Klarheit, im Zuhören und Verstehen anderer Menschen, aber auch was die Welt rund um den Globus angeht.
Connect war ein grosser Schritt in eine Richtung, die ich nun weitergehen und vertiefen will.
Connect war mir lange der Stern am Horizont, sowie auch meine Beziehung zu Ben mich immer wieder auf neue Wege gebracht hat. Diese Wege will ich nun, ohne die beiden Sterne als Hauptzeil zu haben, weiter gehen. Ich will mir selbst neue Sterne setzen und neue Ziele erreichen. Ben wird weiterhin an meiner Seite sein, von weitem. Connect auch, näher dran.
Connect denke ich in erneuerter Form weiter zu führen. Ein Verein soll gegründet werden, nach der Sommerpause, die wir dringend benötigen, und dann im August stehen erst Treffen in Holland an für Connect 2010. Connect 2009 muss noch fertig abgewickelt werden, was in den nächsten Wochen geschehen soll. Auch die Dankesbriefe wie auch eine Art der Doku müssen erstellt werden. Ich denke bis Ende Juni.
Den ganzen Monat Juni habe ich keine Cafe Schichten. Viele Dinge wollen erlebt und getan werden, deshalb gehe ich nun diesen Versuch an, mir etwas vorzunehmen, und dann loszulegen, es zu erfüllen.
Ein paar Regeln muss ich mir im Voraus auferlegen:
Bescheidene Planung - ich will nicht zu viele Dinge auf einmal planen, denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit, sie zu erfüllen, sehr klein.
Sonne - ich will viel Zeit draussen, in der Sonne verbringen, so müssen meine Tage also Platz für Theorie, Praxis und Sonne haben.
Sofort Anfangen! - Ich will heute schon mit den ersten Schritten beginnen, sonst schiebe ich es alles weiter hinaus.
Disziplin - ich muss so gut es geht den inneren Schweinehund versorgen, damit er mich in Ruhe lässt. Bewegung, angenehme Tätigkeiten, soziales Miteinander...solche Dinge sollen das Salz in der Suppe sein!
Geniessen! - Alles, was ich mit gutem, gründlichem, bewusstem, positiven Vorsatz tue, gilt als „erfüllter Schritt“. Ich will nicht durchhängen. Und wenn ich mich mal faul führe, muss ich auch das geniessen!
Fokus! - Ich muss mich dringend auf mich, auf Positives, auf das, was kommen will, konzentrieren. Es bringt nichts auf den Problemfaktoren, die ich grade zurückgelassen habe, herum zu kauen. Inga, Mitte, Ben, all diese Dinge sind Lappalien, wenn sie mich negativ beeinflussen. Ausserdem sind alle diese Dinge eigentliche Dinge (und Personen), die ich liebe!
Genauigkeit und Klarheit - ich will nichts nur halb fertig machen. Bücher sollen ausgelesen, Dinge fertig geputzt, Aufgaben komplett erledigt werden, damit sich nicht ständig noch Altes im Jetzt aufhält.
Verstehen - ich will die Dinge an der Wurzel verstehen. Was bedeutet das Leben? Was bedeutet mein Platz im Leben? Was bedeutet die Arbeit, die ich mache? Im Cafe, im Projekt? Und vielleicht kann ich meine Statusfrage damit klären, meinen Status nicht an den Arbeiten festmachen, die ihn nicht erfüllen, sondern ihn mir selber geben?
Liebe! - ich will aus Liebe handeln!
Tuesday, June 02, 2009
Ein neuer Monat...es ist fast Sommer, manchmal in Basel schattiger als im Pott, habe ich mir sagen lassen. Trotzdem, heute, am 2. Juni Tag, scheint die Sonne prachtvoll.
Mein Leben ist bis heute voller Arbeit. Mitte, mitte, mitte, wenn ich nicht an der Bar stehe bin ich zu k.o. davon um noch mehr zu tun, also gibt es da grad kein balancierendes Etwas.
Auch ist mein leben leer, leer von inspirierenden Dingen wie Connect. Ich stelle fest, dass ich die Connect Zeit, vor allem immer die Zeit, die das Adjektiv "vergangen" trägt, also die unveränderliche Vergangenheit, vermisse. Ich sehne mich zurück. Bessere Zeiten? Wann war denn das Leben scho einfach oder besser? Wenn ich nicht unglücklich verliebt war, war ich kalt und egoistisch, sagt man, also wenn nicht auf der unerfüllten Seite der Liebe festgehangen, wo ich scheinbar sehr oft verweile, dann auf der sich im alleinsein und Individuum erfüllenden, freien, strahlenden Seite, die Menschen imponiert, aber ihnen auch wehtut. Das spannende ist, es hört sich ideal an, das aufzuschreiben, das Individuum, das Allein-Glückliche.
Das Problem ist aber, dass mein Herz auch hinter dieser Mauer irgendwann hervor kam und wieder fühlen wollte. Leider kam das an einem Zeitpunkt, wo mein Herz dann zwar fühlen durfte, aber alles im Extrem und deshalb auch extrem schmerzhaft und auch manchmal extrem schön...kann mein Herz Extrem aushalten?
Wenn ich nicht grade damit beschäftigt war, mich zu sehnen, dann damit, nicht zu wissen, wie ich meine Arbeit machen solle, zu zweifeln, ängstlich zu sein, unsicher...ich kann mich überhaupt nicht an längere Zeiträume erinnern, in denen es mir einfach nur gut ging, ausser ich nehme die Zeit, in der es mir gut ging, ich aber scheinbar manche anderen Menschen auf der Strecke liess, also die Zeit mit der Herzmauer. Deshalb geht es mir jetzt im nachhinein schlecht, denn ich zog so schnell und allein davon, dass ich in meinem Leben habe Lücken entstehen lassen, die Realitäten hervor riefen, die mir jetzt im nachhinein, seit dem ich wieder fühlend in meinem Leben stehe, Schmerz zu fügen.
Also, wenn man individuell loszieht, dann muss man weg bleiben. Menschen erlauben einem nicht, sich etwas zu ändern und dann aber doch wieder die alte zu werden und an seinen Platz zurück zu kehren. Einen Platz muss man sich sowieso ständig erkämpfen, so fühlt es sich jedenfalls hier an. Ich versteh das aber nicht. Es gibt Mensche, die haben bei mir immer einen Platz im Herzen, im Kopf, in der Selbstverständlichkeit des Alltags. Da müssen sie überhautp nichts mehr für tun. Warum geht das nicht bei ihnen? Warum muss ich die ganze Zeit aufpassen, dass ich nicht wegrutsche und jemand anderes meinen Platz bekommt?
Also, ich bin ständig unzufrieden und bekomme nebenbei immerwieder wunderbare Dinge hin. Dann gibt es die "Erntezeit", wenn das wunderbare dann Früchte trägt, so wie gestern für 10 minuten, als ein Mensch mir dankte. Und so wie auf der Connect Tagung selber, wo es klar wurde, ich habe etwas RICHTIG gemacht, nicht nur immer falsch, wie ich sonst gerne erzählt bekomme. Es gibt so viele Spiegel in der Welt...und selten spiegeln sie einem das Gute! Und irgendwie sieht es so aus, als ob diese schlechten Zeiten doch zu etwas nütze sind in der Welt. Aber warum tun sie mir dann ständig weh?
Ich habe Angst dass dieser Schmerz, der einfach immer weider kommt, mich irgendwann einfach erdrückt. Dann gibt es einen Punkt, da will ich einfach nicht mehr. Schluss. Und das macht mich traurug.
Gibt es noch mehr Menschen, die unter ständigen Schmerzen leben? Die emotional die ganze Zeit bluten, die den ganzen Tag heulen könnten? Binich vielleicht depressiv?
Oder wohne ich nur in der falschen Stadt, kenne die falschen Menschen, tu die falschen Dinge? Und woanders? Und in der Vergangenheit? Und überall nur nicht hier und jetzt...
Das ist doch bescheuert.
Im Juni habe ich das Wort "Ehrlichkeit" gewählt. Mal sehen wo das mich hinführt. Im Mai war ich schon ein paar mal ehrlicvh, und das hat nicht gut geklappt. Ehlrichkeit pur kann niemand aushalten. MAnn muss immer Höflickeit und sonst noch ein paar Blumen dazufügen, sonst denken gleich alle man will sie angreifen. Pfff. Naja, Ehrlichkeit und Zynismus sind eben auch kein gutes Paar.
Das Wort Wärme im Mai hat sich nciht oft im Aussen gezeigt. Ich glaube imMai hätte ich mehr wärme gebraucht und mehr davon geben können...mal sehen, wie sich das durch den Juni zieht.
Der Juni ist mein Arbeitsfreier Monat. Da ich nicht im Juli wegkann, gehe ich im Juni. Ich muss mal raus, sagt meine Vernunft. Ich will aber nicht, sagt mein Herz. Ich werde trotzdem gehen, sagen mir die Füsse. Mal sehen, wo hin. Bin am 29. Juni zum Mitarbeiterausflug wieder da. Ich hoffe bis dahin habe ich noch einen Platz im Team, emotional als auch rational.
Ich erwarte das eher nicht, nein, sagen wir 50/50, ein paar Leute wollen mich gern zurück haben und freuen sich mich zu sehen, und ein paar geht es einfach besser wenn ich nicht da bin, genau wie es mir besser geht, wenn ich sie nicht sehe. Naja, solange diese glücklich miteinander befreundet sind, damit ich nicht der Grund bin, warum sie auch ein schweres Leben haben, solange ist ja gut...(so sehen sie es jedenfalls). Ich frage mich manchmal, wie doof Menschen sein können.
...vielleicht muss ich doch einfach woanders hin. Basel scheint nicht gross genug für sie und mich. Ich werde mich mal umsehen.
Ein Angebot kam schon. Jemand fragte mich ernsthaft mit ihm in seinem riesen Projekt einzusteigen. "Mache (D)ein Cafe auf, Katha, das ist alles was ich von Dir will".
Oh, und in Berlin soll es sein.
Und bald!
Spinner!
Mein Leben ist bis heute voller Arbeit. Mitte, mitte, mitte, wenn ich nicht an der Bar stehe bin ich zu k.o. davon um noch mehr zu tun, also gibt es da grad kein balancierendes Etwas.
Auch ist mein leben leer, leer von inspirierenden Dingen wie Connect. Ich stelle fest, dass ich die Connect Zeit, vor allem immer die Zeit, die das Adjektiv "vergangen" trägt, also die unveränderliche Vergangenheit, vermisse. Ich sehne mich zurück. Bessere Zeiten? Wann war denn das Leben scho einfach oder besser? Wenn ich nicht unglücklich verliebt war, war ich kalt und egoistisch, sagt man, also wenn nicht auf der unerfüllten Seite der Liebe festgehangen, wo ich scheinbar sehr oft verweile, dann auf der sich im alleinsein und Individuum erfüllenden, freien, strahlenden Seite, die Menschen imponiert, aber ihnen auch wehtut. Das spannende ist, es hört sich ideal an, das aufzuschreiben, das Individuum, das Allein-Glückliche.
Das Problem ist aber, dass mein Herz auch hinter dieser Mauer irgendwann hervor kam und wieder fühlen wollte. Leider kam das an einem Zeitpunkt, wo mein Herz dann zwar fühlen durfte, aber alles im Extrem und deshalb auch extrem schmerzhaft und auch manchmal extrem schön...kann mein Herz Extrem aushalten?
Wenn ich nicht grade damit beschäftigt war, mich zu sehnen, dann damit, nicht zu wissen, wie ich meine Arbeit machen solle, zu zweifeln, ängstlich zu sein, unsicher...ich kann mich überhaupt nicht an längere Zeiträume erinnern, in denen es mir einfach nur gut ging, ausser ich nehme die Zeit, in der es mir gut ging, ich aber scheinbar manche anderen Menschen auf der Strecke liess, also die Zeit mit der Herzmauer. Deshalb geht es mir jetzt im nachhinein schlecht, denn ich zog so schnell und allein davon, dass ich in meinem Leben habe Lücken entstehen lassen, die Realitäten hervor riefen, die mir jetzt im nachhinein, seit dem ich wieder fühlend in meinem Leben stehe, Schmerz zu fügen.
Also, wenn man individuell loszieht, dann muss man weg bleiben. Menschen erlauben einem nicht, sich etwas zu ändern und dann aber doch wieder die alte zu werden und an seinen Platz zurück zu kehren. Einen Platz muss man sich sowieso ständig erkämpfen, so fühlt es sich jedenfalls hier an. Ich versteh das aber nicht. Es gibt Mensche, die haben bei mir immer einen Platz im Herzen, im Kopf, in der Selbstverständlichkeit des Alltags. Da müssen sie überhautp nichts mehr für tun. Warum geht das nicht bei ihnen? Warum muss ich die ganze Zeit aufpassen, dass ich nicht wegrutsche und jemand anderes meinen Platz bekommt?
Also, ich bin ständig unzufrieden und bekomme nebenbei immerwieder wunderbare Dinge hin. Dann gibt es die "Erntezeit", wenn das wunderbare dann Früchte trägt, so wie gestern für 10 minuten, als ein Mensch mir dankte. Und so wie auf der Connect Tagung selber, wo es klar wurde, ich habe etwas RICHTIG gemacht, nicht nur immer falsch, wie ich sonst gerne erzählt bekomme. Es gibt so viele Spiegel in der Welt...und selten spiegeln sie einem das Gute! Und irgendwie sieht es so aus, als ob diese schlechten Zeiten doch zu etwas nütze sind in der Welt. Aber warum tun sie mir dann ständig weh?
Ich habe Angst dass dieser Schmerz, der einfach immer weider kommt, mich irgendwann einfach erdrückt. Dann gibt es einen Punkt, da will ich einfach nicht mehr. Schluss. Und das macht mich traurug.
Gibt es noch mehr Menschen, die unter ständigen Schmerzen leben? Die emotional die ganze Zeit bluten, die den ganzen Tag heulen könnten? Binich vielleicht depressiv?
Oder wohne ich nur in der falschen Stadt, kenne die falschen Menschen, tu die falschen Dinge? Und woanders? Und in der Vergangenheit? Und überall nur nicht hier und jetzt...
Das ist doch bescheuert.
Im Juni habe ich das Wort "Ehrlichkeit" gewählt. Mal sehen wo das mich hinführt. Im Mai war ich schon ein paar mal ehrlicvh, und das hat nicht gut geklappt. Ehlrichkeit pur kann niemand aushalten. MAnn muss immer Höflickeit und sonst noch ein paar Blumen dazufügen, sonst denken gleich alle man will sie angreifen. Pfff. Naja, Ehrlichkeit und Zynismus sind eben auch kein gutes Paar.
Das Wort Wärme im Mai hat sich nciht oft im Aussen gezeigt. Ich glaube imMai hätte ich mehr wärme gebraucht und mehr davon geben können...mal sehen, wie sich das durch den Juni zieht.
Der Juni ist mein Arbeitsfreier Monat. Da ich nicht im Juli wegkann, gehe ich im Juni. Ich muss mal raus, sagt meine Vernunft. Ich will aber nicht, sagt mein Herz. Ich werde trotzdem gehen, sagen mir die Füsse. Mal sehen, wo hin. Bin am 29. Juni zum Mitarbeiterausflug wieder da. Ich hoffe bis dahin habe ich noch einen Platz im Team, emotional als auch rational.
Ich erwarte das eher nicht, nein, sagen wir 50/50, ein paar Leute wollen mich gern zurück haben und freuen sich mich zu sehen, und ein paar geht es einfach besser wenn ich nicht da bin, genau wie es mir besser geht, wenn ich sie nicht sehe. Naja, solange diese glücklich miteinander befreundet sind, damit ich nicht der Grund bin, warum sie auch ein schweres Leben haben, solange ist ja gut...(so sehen sie es jedenfalls). Ich frage mich manchmal, wie doof Menschen sein können.
...vielleicht muss ich doch einfach woanders hin. Basel scheint nicht gross genug für sie und mich. Ich werde mich mal umsehen.
Ein Angebot kam schon. Jemand fragte mich ernsthaft mit ihm in seinem riesen Projekt einzusteigen. "Mache (D)ein Cafe auf, Katha, das ist alles was ich von Dir will".
Oh, und in Berlin soll es sein.
Und bald!
Spinner!
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