Am Ende vom ersten Mai wird mir klar, der MAi sit da! Wow! Jetzt wird es bald Sommer und ich hab noch den Winter in den Knochen. Vor einer Woche und ein paar Tagne war ich noch in Argentinien, meine Einstellung ist: Zuhause ist es kalt, ich fliege weg in die Wärme. Aber das ist jetzt nicht mehr so. Es ist warm zuhause. Trotzdem kann man krank werden. Erkältung weil ich die Wärme zu früh ernstgenommen und in den letzten Wochen zu viel geschuftet habe. Aber ein Ruhetag tut gut. Bringt Gedanken und Zeit zum lesen und zwar ein ganzes Buch über Tanzen, Tango, Ballett und Buenos Aires, Argentinien. Und dann das Horoskop. Mal wieder korrespondiert es wunderbar mit meinen aktuellen Tagebucheinträgen.
SAGITTARIUS (November 22-December 22)
Those born under your sign tend to be some of the boldest in the neighborhood, but then you pay for it with a deep, abiding insecurity. Which one is really you? Well, the two spheres of consciousness co-create one another. Anyone with a shred of spiritual awareness, and you definitely qualify, has noticed a few times that the human ego is extremely frail and terrified of its own potential lack of existence. There are those times when you recognize that what we call life is about as solid as taking a ride on a soap bubble that can burst at any moment. And what is beyond that? What is the existence beyond the ride on the bubble? You’re vividly aware of this dimension as well, and it’s where some of your most useful information comes from—you know, the stuff that “you don’t know how you know it, but you do.” Chiron in Pisces is here to help you tap into the mystery of your inner core. It’s here to remind you of what is beyond the transience of experience. Most significantly, Chiron will remind you that the basis of your reality is not your ego structure and all the ways you try to define yourself, but rather your growing awareness of your soul. I don’t mean soul in the mystical sense, but rather the most pragmatic: your inner being and the actual foundation on which your existence is built.
Jetzt noch den Tag mit einem Bad beenden und wiede ins Bett und der Sonntag wird gesund und munter, hoffen wir's. Es ist Mai! Frühling! Offiziell dürfen wir jetzt Erdbeeren und Rhabarber essen!! Oh schön!!
Sunday, May 02, 2010
Monday, April 19, 2010
Argentina...es muy lindo.
I cant describe it.
Es ist schwer zu beschreiben. Es riecht nach Eukalzptus. Es ist feucht und warm. Viele Baeume, Haeuser ins Baumdickicht gebueckt, hinter Mauern. Viele Hunde. Die Strassen sind am ersten Tag ein Morastsee, weil es aus Eimern geschuettet hat. Die sonne trocknet sie langsam aber sicher aus. Der Boden ist wunderbahrer Lehm, tonartig, rot. Die Strassen sind unbefestigt. Die Haeuser selbst gebaut, von Kuenstlern. Lebenskuenstlern, ohne Waschmaschiene aber mit grossartigem Geschmack. Altes ist weiterhin in Gebrauch, Autos, Moebel, Kuechengeraete, alles was man bei uns auf dem Flohmarkt findet, Emailletoepfe, rustikale Einrichtungen...und ein Swimmingpool. Menschen mit gepraegten Gesichtern. Braune Haut, es war bis ketzte Woche noch Hochsommer. Schoene Menschen, geschmackvoll, interessant, stark, laut, froh, warm, ernst, zuvorkommend. Schnelles Castellano. Mate Tee. Suesse Croissants "Media Lunes" am Morgen. Dulce de Leche, Karamellkondensmilch, jeder Zeit.
Wir befinden uns in Maschwitz, einem Ort ausserhalb von Buenos Aires. Nicht auf dem Land, aber auch nicht in der Stadt. ein Dorf, un Pueblo. Mit einer der besten Eisdielen, die ich je gefunden habe. Ca. 40 verschiedene Eissorten, puuuhhh, welche versuchtman. Ein Viertelkilo oder lieber ein Halbes?
Reggaeton ist die Musik. Laut und wild. Lachen, langes Haar, wunderbare Augen. Exotisch aber auch bekannt. Ein Stueck Europa ist noch im Gesicht, aber der Rest ist vewildert, befreit, eigensinnig, schoen...
Argentinien laesst traeume wachwerden. La vida es una Milonga, das Leben ist ein Tanz, aber Tango, nichts anderes. Ernsthafte Leidenschaft, die nicht zur Droge wird und uns umwirft, denn sie gehoert dazu, sie ist Teil des Lebens, jeden Tag, nicht nur eine Stunde als Entspannungsuebung weil der Kopf brummt, nein, sie istueberall. Deshalb ist sie nicht besonders, sondern einfach da. Deshalb koennen die Menschen mit ihr umgehen und sie aus sich herausfliessen lassen, sie teilen, aber sich nicht in ihr verstricken. Eine geniale emotionale Uebung fuer Europaer, die von der Leidenschaft gern trinken, saufen und betrunken sich darin verlieren...Leidenschaft ist hier normal, deshalb faengt die Fiesta auch erst um 11 am abend an und geht bis um 6, egal wie alt man ist...Dehalb bedeutet ein Tango nicht, dass man danach ins Bett geht, sondern es ist nur ein Tanz.Wie ein Gespraech. Zu guter Mutik...
...
I cant describe it.
Es ist schwer zu beschreiben. Es riecht nach Eukalzptus. Es ist feucht und warm. Viele Baeume, Haeuser ins Baumdickicht gebueckt, hinter Mauern. Viele Hunde. Die Strassen sind am ersten Tag ein Morastsee, weil es aus Eimern geschuettet hat. Die sonne trocknet sie langsam aber sicher aus. Der Boden ist wunderbahrer Lehm, tonartig, rot. Die Strassen sind unbefestigt. Die Haeuser selbst gebaut, von Kuenstlern. Lebenskuenstlern, ohne Waschmaschiene aber mit grossartigem Geschmack. Altes ist weiterhin in Gebrauch, Autos, Moebel, Kuechengeraete, alles was man bei uns auf dem Flohmarkt findet, Emailletoepfe, rustikale Einrichtungen...und ein Swimmingpool. Menschen mit gepraegten Gesichtern. Braune Haut, es war bis ketzte Woche noch Hochsommer. Schoene Menschen, geschmackvoll, interessant, stark, laut, froh, warm, ernst, zuvorkommend. Schnelles Castellano. Mate Tee. Suesse Croissants "Media Lunes" am Morgen. Dulce de Leche, Karamellkondensmilch, jeder Zeit.
Wir befinden uns in Maschwitz, einem Ort ausserhalb von Buenos Aires. Nicht auf dem Land, aber auch nicht in der Stadt. ein Dorf, un Pueblo. Mit einer der besten Eisdielen, die ich je gefunden habe. Ca. 40 verschiedene Eissorten, puuuhhh, welche versuchtman. Ein Viertelkilo oder lieber ein Halbes?
Reggaeton ist die Musik. Laut und wild. Lachen, langes Haar, wunderbare Augen. Exotisch aber auch bekannt. Ein Stueck Europa ist noch im Gesicht, aber der Rest ist vewildert, befreit, eigensinnig, schoen...
Argentinien laesst traeume wachwerden. La vida es una Milonga, das Leben ist ein Tanz, aber Tango, nichts anderes. Ernsthafte Leidenschaft, die nicht zur Droge wird und uns umwirft, denn sie gehoert dazu, sie ist Teil des Lebens, jeden Tag, nicht nur eine Stunde als Entspannungsuebung weil der Kopf brummt, nein, sie istueberall. Deshalb ist sie nicht besonders, sondern einfach da. Deshalb koennen die Menschen mit ihr umgehen und sie aus sich herausfliessen lassen, sie teilen, aber sich nicht in ihr verstricken. Eine geniale emotionale Uebung fuer Europaer, die von der Leidenschaft gern trinken, saufen und betrunken sich darin verlieren...Leidenschaft ist hier normal, deshalb faengt die Fiesta auch erst um 11 am abend an und geht bis um 6, egal wie alt man ist...Dehalb bedeutet ein Tango nicht, dass man danach ins Bett geht, sondern es ist nur ein Tanz.Wie ein Gespraech. Zu guter Mutik...
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Sunday, March 28, 2010
verbundenheit...
Habe soeben mein Telefon mit meinem Blog verbunden, vielleicht schreibe ich dann manchmal von unterwegs...
Tuesday, March 02, 2010
Wednesday, January 06, 2010
Ich wundere mich.
Über die Menschen, die mich umgeben. Basler. Nicht über die alten, eher über die jungen. Nicht über die Männer, eher über die Frauen. Nicht über viel, eher über genau eine Sache. Die Mode. Nun bin ich seit ein paar Jahren hier und genau seit sieben Monaten schaue ich mir die Basler genauer an. Und seit dem habe ich auch die Mode bemerkt, das trifft sich Retro oder Vintage, Punk, Grundge, Dandy, Madonna-Style, Rockig, siebziger achziger und vorallem neunziger Jahre...oder so. Aber vorallem sind es skinny jeans, oder auch leggins, Stiefelchen und grosse Oberteile, Strickjacken, Gürtel, Fellmützen, Handtaschen. Die Schuhe spielen ein grosse Rolle. Neben den Stiefelchen findet man spitz, geschnürt, klein, lack, oder auch nicht. Ballerinas waren im Sommer. Ballerinas haben Form geändert und sind auch im Winter. Eben spitzer.
Dann ist da noch das streifen T-shirt. Blau weiss, erinnert an Matrosen. Oder an Paris. Und fast jeder hat es. Oder schwarze Leggins, schwarzer Mini und irgendetwas mit Spitze, Pelz oder Perlen oben drüber. Oder Leoparden Muster. Hohe Schuhe. Und das verwunderlichste finde ich, dass das alles im Winter geht. Mäntelchen, halblang, von der Brust an ausgestellt, keine Tallie mehr. Genau, das ist es. In 2009 ging uns die Tallie verloren. Die Beine sind nun sichtbar, in Leggins (die über die letzten 12 Monate von dreviertel auf ganz lang wechselten) und die Tallie ist weg. Ist das nicht eher 60ger oder sogar 50ger Jahre? Oder Robin Hood?
Meine Frage ist, woher haben die das alle? Gibt es das beim H&M oder laufen hier wirkliche Shopper und Jäger herum? Früher gab es den Mantel mit goldenen Knöpfen nur aus zweiter Hand. Heute läuft eine 20 jährige, hochhackige Blondierte mit Scarlett Johannson Lippen, natürlich mit streifen Hemd und Strickjäcklein in mein Stammcafe und hat solch einen Mantel an. Ich wünsche mir dass sie die Knöpfe selber angenäht hat, oder dass er mindestens letzte Saison ist. Ich sehe ihr zu beim Rauchen, und merke, obwohl sie toll gestylt ist, eine Zigarette kann sie nicht wirklich halten. Zu jung. Das lernt sie noch, denn Souveränität kann man nicht im Friday-Magazin lernen.
Und die Brillen...die Brillen sind gross und hornig, Ray Ban halt. Meine ist nur mittelgross und deshalb looser. Naja, aber ich schaue mich auch schon nach einer grösseren um. Nach so einer, die aussieht wie die von meiner Oma. Aber aus Draht. Ich gehe davon aus dass Drahtbrillen im Frühling ganz gross rauskommen. So wie die von Atze Schröder, versteht sich. Kommt dann auch seine Frisur gross raus? Was noch zu sagen ist zu den Brillen: Der "Nerd", der Austin Powers Typ, der ist echt in grad. Bei den Männern. Mit Brusthaaren.
Oh, Brusthaare...die erinnern mich gradeaus an den Göteborgstyle, den ich bei den Herren in Schweden letzten Winter schon erkannt habe...enge Hosen, spitze Schuhe, Holzfällerhemd oder anderes Hemd, aber muss tief ausgeschnitten sein. Und Schnurrbart. Ganz wichtig. Und James Dean Frisur. Und Schal. Man(n) trinkt dann auch Rotwein anstatt Bier...am Anfang. Bis Man(n) und Frau merken, dass ihr Taschengeld doch nurnoch für Bier reicht.
Nun, zu meinem heutigen Outfit habe ich auch noch etwas zu sagen. Oder zu gestehen. Auch ich trage heute ein Streifenhemd. Eines, das ich mir heute früh noch enger genäht habe und welches ich schon seit 3 Jahren als Schlafanzugsoberteil benutzt habe. Mit meinem beigen Strickjäcklein (vom Brocki hinterm Bahnhof) passt es wunderbar zusammen.
Über die Menschen, die mich umgeben. Basler. Nicht über die alten, eher über die jungen. Nicht über die Männer, eher über die Frauen. Nicht über viel, eher über genau eine Sache. Die Mode. Nun bin ich seit ein paar Jahren hier und genau seit sieben Monaten schaue ich mir die Basler genauer an. Und seit dem habe ich auch die Mode bemerkt, das trifft sich Retro oder Vintage, Punk, Grundge, Dandy, Madonna-Style, Rockig, siebziger achziger und vorallem neunziger Jahre...oder so. Aber vorallem sind es skinny jeans, oder auch leggins, Stiefelchen und grosse Oberteile, Strickjacken, Gürtel, Fellmützen, Handtaschen. Die Schuhe spielen ein grosse Rolle. Neben den Stiefelchen findet man spitz, geschnürt, klein, lack, oder auch nicht. Ballerinas waren im Sommer. Ballerinas haben Form geändert und sind auch im Winter. Eben spitzer.
Dann ist da noch das streifen T-shirt. Blau weiss, erinnert an Matrosen. Oder an Paris. Und fast jeder hat es. Oder schwarze Leggins, schwarzer Mini und irgendetwas mit Spitze, Pelz oder Perlen oben drüber. Oder Leoparden Muster. Hohe Schuhe. Und das verwunderlichste finde ich, dass das alles im Winter geht. Mäntelchen, halblang, von der Brust an ausgestellt, keine Tallie mehr. Genau, das ist es. In 2009 ging uns die Tallie verloren. Die Beine sind nun sichtbar, in Leggins (die über die letzten 12 Monate von dreviertel auf ganz lang wechselten) und die Tallie ist weg. Ist das nicht eher 60ger oder sogar 50ger Jahre? Oder Robin Hood?
Meine Frage ist, woher haben die das alle? Gibt es das beim H&M oder laufen hier wirkliche Shopper und Jäger herum? Früher gab es den Mantel mit goldenen Knöpfen nur aus zweiter Hand. Heute läuft eine 20 jährige, hochhackige Blondierte mit Scarlett Johannson Lippen, natürlich mit streifen Hemd und Strickjäcklein in mein Stammcafe und hat solch einen Mantel an. Ich wünsche mir dass sie die Knöpfe selber angenäht hat, oder dass er mindestens letzte Saison ist. Ich sehe ihr zu beim Rauchen, und merke, obwohl sie toll gestylt ist, eine Zigarette kann sie nicht wirklich halten. Zu jung. Das lernt sie noch, denn Souveränität kann man nicht im Friday-Magazin lernen.
Und die Brillen...die Brillen sind gross und hornig, Ray Ban halt. Meine ist nur mittelgross und deshalb looser. Naja, aber ich schaue mich auch schon nach einer grösseren um. Nach so einer, die aussieht wie die von meiner Oma. Aber aus Draht. Ich gehe davon aus dass Drahtbrillen im Frühling ganz gross rauskommen. So wie die von Atze Schröder, versteht sich. Kommt dann auch seine Frisur gross raus? Was noch zu sagen ist zu den Brillen: Der "Nerd", der Austin Powers Typ, der ist echt in grad. Bei den Männern. Mit Brusthaaren.
Oh, Brusthaare...die erinnern mich gradeaus an den Göteborgstyle, den ich bei den Herren in Schweden letzten Winter schon erkannt habe...enge Hosen, spitze Schuhe, Holzfällerhemd oder anderes Hemd, aber muss tief ausgeschnitten sein. Und Schnurrbart. Ganz wichtig. Und James Dean Frisur. Und Schal. Man(n) trinkt dann auch Rotwein anstatt Bier...am Anfang. Bis Man(n) und Frau merken, dass ihr Taschengeld doch nurnoch für Bier reicht.
Nun, zu meinem heutigen Outfit habe ich auch noch etwas zu sagen. Oder zu gestehen. Auch ich trage heute ein Streifenhemd. Eines, das ich mir heute früh noch enger genäht habe und welches ich schon seit 3 Jahren als Schlafanzugsoberteil benutzt habe. Mit meinem beigen Strickjäcklein (vom Brocki hinterm Bahnhof) passt es wunderbar zusammen.
Monday, January 04, 2010
Sunday, January 03, 2010
Da sassen drei Herren in einem Cafe
und sprachen vom Leben und lachten
Sie tranken Pastis und verstanden sich gut
und sagten sich, was sie dachten.
Es ging auch darum, dass man ja irgendwann
mal Kinder bekommen wollte
und dass sich das Leben dann Prioritär
um les enfants drehen sollte.
Mich hat es berührt, dass die Männer, so jung
solch ernsthafte Themen anschlugen
dass sie sich so tief und mit Wärme im Blick
mit Vaterschaftsplänen vertrugen
Mir lacht es um's Herz wenn ich daran denk
dass sie jung sind, genial und voll Liebe
denn oft bin ich traurig dass wir jungen Leut
nur mit Angst solche Themen vertrieben
Aber nein, ich glaub, ja,
ich darf hoffen sogar,
dass es nicht der Pastis,
der aus ihnen sprach, war,
sondern wirklich ein Stück ihres Lebens!
und sprachen vom Leben und lachten
Sie tranken Pastis und verstanden sich gut
und sagten sich, was sie dachten.
Es ging auch darum, dass man ja irgendwann
mal Kinder bekommen wollte
und dass sich das Leben dann Prioritär
um les enfants drehen sollte.
Mich hat es berührt, dass die Männer, so jung
solch ernsthafte Themen anschlugen
dass sie sich so tief und mit Wärme im Blick
mit Vaterschaftsplänen vertrugen
Mir lacht es um's Herz wenn ich daran denk
dass sie jung sind, genial und voll Liebe
denn oft bin ich traurig dass wir jungen Leut
nur mit Angst solche Themen vertrieben
Aber nein, ich glaub, ja,
ich darf hoffen sogar,
dass es nicht der Pastis,
der aus ihnen sprach, war,
sondern wirklich ein Stück ihres Lebens!
Friday, January 01, 2010
Fest angekündigt, für dieses Jahr:
Leben. Ich werde dasein. Ich werde kochen, lachen, schreiben, tanzen, lieben.
Rauchverbot. Das Rauchverbot kommt. Wir sind nun im Jahr, welches das Ende markieren wird für die Party, die wir heute kennen. Alles wird anders, die Luft wird rein.
Hochzeit. Meine beste Freundin wird heiraten und ich werde dabei sein.
Kaffee. Ich werde das ganze Jahr über Kaffee servieren, trinken, vergöttern.
Reisen. Ich werde reisen.
Leben. Ich werde dasein. Ich werde kochen, lachen, schreiben, tanzen, lieben.
Rauchverbot. Das Rauchverbot kommt. Wir sind nun im Jahr, welches das Ende markieren wird für die Party, die wir heute kennen. Alles wird anders, die Luft wird rein.
Hochzeit. Meine beste Freundin wird heiraten und ich werde dabei sein.
Kaffee. Ich werde das ganze Jahr über Kaffee servieren, trinken, vergöttern.
Reisen. Ich werde reisen.
Vorblick, Ausblick, Einblick in ein Neues Jahr.
Was kommt? Das weiss man nicht. Es kommt aber immer etwas. Im Moment kommt es so schnell und vielseitig und wechselnd und vergänglich, dass ich mich manchmal kaum hineinstürzen mag damit es nicht zu schnell endet.
Es. Das Leben, Begegnungen, Träume. Begegnungen.
Du bist ein schöner Mensch, ich sehe Dich von weitem, Du kommst näher, so nah, dass wir unsicher werden, Augen sehen, Münder lachen, Hände machen Gesten...und wir rauchen am Zigarettenautomaten und alles fliesst uns durch die Finger wie Sand, feiner Sand. Man kann es nicht festhalten. Es ist ein Spiel, und immer die Angst es könnte Realität werden.
Opportunidades. Gelegenheiten sind wie Fotografieren. Kurz blitzt es auf und schon ist wieder alles anders. Man kann sie ergreifen aber muss es nicht, man muss sie erhaschen, aber darf sie auch nicht zwischen den Fingern zerquetschen, wie Schmetterlinge. Oder Seifenblasen?
In meinem Kopf rumort mein Puls, oder ist es der Kühlschrank? Der Schwarztee? Der Alkohol von gestern Abend? Oder fühlt sich das so an wenn das neue Jahr ankommt? Beginnt eine neue Zeit am 1. Januar 2010?
Was kommt? Das weiss man nicht. Es kommt aber immer etwas. Im Moment kommt es so schnell und vielseitig und wechselnd und vergänglich, dass ich mich manchmal kaum hineinstürzen mag damit es nicht zu schnell endet.
Es. Das Leben, Begegnungen, Träume. Begegnungen.
Du bist ein schöner Mensch, ich sehe Dich von weitem, Du kommst näher, so nah, dass wir unsicher werden, Augen sehen, Münder lachen, Hände machen Gesten...und wir rauchen am Zigarettenautomaten und alles fliesst uns durch die Finger wie Sand, feiner Sand. Man kann es nicht festhalten. Es ist ein Spiel, und immer die Angst es könnte Realität werden.
Opportunidades. Gelegenheiten sind wie Fotografieren. Kurz blitzt es auf und schon ist wieder alles anders. Man kann sie ergreifen aber muss es nicht, man muss sie erhaschen, aber darf sie auch nicht zwischen den Fingern zerquetschen, wie Schmetterlinge. Oder Seifenblasen?
In meinem Kopf rumort mein Puls, oder ist es der Kühlschrank? Der Schwarztee? Der Alkohol von gestern Abend? Oder fühlt sich das so an wenn das neue Jahr ankommt? Beginnt eine neue Zeit am 1. Januar 2010?
Jetzt hab ich keine Worte mehr.
Sie sind aufgebraucht.
2009, zwölf Monate, zwölf Worte, die "das Göttliche" beschreiben, jeden Monat etwas anders. Vertrauen im Januar, Liebe im Februar, Licht im März, Kraft im April, Wärme im Mai, Ehrlichkeit im Juni, Zärtlichkeit im Juli, Gesetzmässigkeit im August, Ruhe im September, Weisheit im Oktober, Balance im November und Mut im Dezember. Wo habe ich nur diese Worte her? fragt es sich heute mittag am ersten Tag des neuen Jahres während im grauen Innenhof der Regen die Rinne herunter tropft und strömt und plätschert?
Aus mir selbst.
Und nun?
Was mache ich im neuen Jahr ohne Worte? Wie finde ich einen Halt der über allem steht und mich durch den Monat bringt?
In mir selbst?
Sie sind aufgebraucht.
2009, zwölf Monate, zwölf Worte, die "das Göttliche" beschreiben, jeden Monat etwas anders. Vertrauen im Januar, Liebe im Februar, Licht im März, Kraft im April, Wärme im Mai, Ehrlichkeit im Juni, Zärtlichkeit im Juli, Gesetzmässigkeit im August, Ruhe im September, Weisheit im Oktober, Balance im November und Mut im Dezember. Wo habe ich nur diese Worte her? fragt es sich heute mittag am ersten Tag des neuen Jahres während im grauen Innenhof der Regen die Rinne herunter tropft und strömt und plätschert?
Aus mir selbst.
Und nun?
Was mache ich im neuen Jahr ohne Worte? Wie finde ich einen Halt der über allem steht und mich durch den Monat bringt?
In mir selbst?
Monday, December 28, 2009
Saturday, December 19, 2009
Dezember kam mit Mut.
Mut, das Wort für diesen Monat. Mut, loszulassen, Mut, das anzunehmen, was ist, und es nicht verändern zu wollen. Mut, gradeaus zu schauen, und mein Ding zu machen. Mut, ich zu sein, ohne Zweifel. Je ne regrette rien! Mut, über meinen Schatten zu springen so wie heute, und einfach so wie ich bin auf Menschen zu zu gehen. War auf einen "Home Flohmi" eingeladen, in der Nachbarschaft, in eine Mädels WG, die eine wunderbare Wohnung haben. Allein ging ich hin, schüchtern, ja, die Basler Mädels machen mich manchmal ganz still. Aber in mir ruhend auch. Und tolle Sachen gekauft habe ich. So haben wir uns alle gefreut an dem Ereignis und ich musste mich noch nicht mal vorstellen, bin einfach rein, Hallo gesagt, und in meinen Gedanken geblieben. Trotzdem ein bisschen Kontakt mit den Menschen, aber natürlichen, nicht den "small Talk"...
Mut also. Mut auch gestern Abend mit Salome , einer tollen Freundin, auf eine Party voller "fremder" Menschen mit zu gehen und gleich voll integriert zu werden. Weil ich da war und mich daran freute. Und weil ich über meine Schatten sprang. Und weil ich wahrscheinlich nett bin und gut in einen Raum hineingehen kann. Aber Mut brauchte es.
Mut eine neue Chance zu sehen und anzunehmen. Der Chef der Kurierzentrale braucht eine Köchin für die Kuriere, mittags. Ich könnte mir vorstellen, dass ich für sie manchmal koche. Denn ich koche gern für Menschen, die Hunger haben. Und Kuriere sind Menschen, die den ganzen Tag am Limit ihrere Kräfte die Gesellschaft bedienen; einen Service leisten, den Menschen brauchen, von A nach B und schnell und immer schnell sein müssen, wollen, können. Und das macht Hunger. So wie ich selber gern im Service schaffe, da ich weiss, wie sehr wichtig der Kaffee für unseren Alltag ist, würde ich gern die Kuriere, die einfachen Helden des Alltags, bekochen. Unter dem Segel der "Götterspeise", meinem Catering Namen; ein Catering, das immer nur in besonderen Situationen stattfindent.
Zum Besipiel im Januar, 3 Wochen lang in Dornach, für 15 Landwirte die sich fortbilden. So wie immer wieder privat, im Kleinen, und irgendwann dann im Grossen, auf Jugendtagungen, im April, im Sommer, und mehr. So zum Beispiel hoffentlich auch bald für die Velokuriere. Götterspeise fängt an!
Mut auch, einem Mann zu sagen, der mein Liebhaber war, dass ich ihn gut gehen lassen kann, weil er sich grade verliebt hat in eine, und er mir wichtiger als guter Freund ist als als Liebhaber. Wichtiger als Person, die glücklich wird in der Liebe, und nicht als das, was wir für einander hatten, ein sporadisches Wärme geben in der gemeinsamen Einsamkeit. Mut, diese Position einzunehmen und zu behalten, ohne mich fallen zu lassen und an ihm etwas auszuleben, was andere Menschen in mir hinterlassen haben...Mut zur ehrlichen Ehrlickeit, zur graden Gradlinigkeit, zur klaren Klarheit und obwohl viel Alkohol und späte Nächte im Spiel sind, Mut zum bewussten Bewusstbleiben in jeder Situation.
Und Mut zur Einsamkeit. Am Samstag Mittag aufwachen, verkatert, allein, im halbdunklen Winterzimmer, und die Leere zu spüren und wirklich zu erleben. Zu weinen oder nicht und dann aufzustehen um kleine Dinge zu geniessen. Langsam, in mich versunken überlegen ob ich mich noch an alles vom letzten Abend erinnere? Langsam die Zigarettenraucherinnerung abstreifen, duschen, gutriechen, warme Füsse, und draussen vor dem Fenster die Tramschneewirbel beim Haarekämmen sehen. Träumen. Und Herbert Grönemeyer singt "Glück"...
Mutige Weihnachten! Vorher noch Familie besuchen, an Weihnachten alleinsein, vielleicht Fondue mit Freunden, dann allein. Und arbeiten. Und einfach weiterleben. Und am Tag danach brunchen, mit allen, die wollen! Das wird gut! Und dann kommt Besuch, und das neue Jahr. Schön!
Mut, das Wort für diesen Monat. Mut, loszulassen, Mut, das anzunehmen, was ist, und es nicht verändern zu wollen. Mut, gradeaus zu schauen, und mein Ding zu machen. Mut, ich zu sein, ohne Zweifel. Je ne regrette rien! Mut, über meinen Schatten zu springen so wie heute, und einfach so wie ich bin auf Menschen zu zu gehen. War auf einen "Home Flohmi" eingeladen, in der Nachbarschaft, in eine Mädels WG, die eine wunderbare Wohnung haben. Allein ging ich hin, schüchtern, ja, die Basler Mädels machen mich manchmal ganz still. Aber in mir ruhend auch. Und tolle Sachen gekauft habe ich. So haben wir uns alle gefreut an dem Ereignis und ich musste mich noch nicht mal vorstellen, bin einfach rein, Hallo gesagt, und in meinen Gedanken geblieben. Trotzdem ein bisschen Kontakt mit den Menschen, aber natürlichen, nicht den "small Talk"...
Mut also. Mut auch gestern Abend mit Salome , einer tollen Freundin, auf eine Party voller "fremder" Menschen mit zu gehen und gleich voll integriert zu werden. Weil ich da war und mich daran freute. Und weil ich über meine Schatten sprang. Und weil ich wahrscheinlich nett bin und gut in einen Raum hineingehen kann. Aber Mut brauchte es.
Mut eine neue Chance zu sehen und anzunehmen. Der Chef der Kurierzentrale braucht eine Köchin für die Kuriere, mittags. Ich könnte mir vorstellen, dass ich für sie manchmal koche. Denn ich koche gern für Menschen, die Hunger haben. Und Kuriere sind Menschen, die den ganzen Tag am Limit ihrere Kräfte die Gesellschaft bedienen; einen Service leisten, den Menschen brauchen, von A nach B und schnell und immer schnell sein müssen, wollen, können. Und das macht Hunger. So wie ich selber gern im Service schaffe, da ich weiss, wie sehr wichtig der Kaffee für unseren Alltag ist, würde ich gern die Kuriere, die einfachen Helden des Alltags, bekochen. Unter dem Segel der "Götterspeise", meinem Catering Namen; ein Catering, das immer nur in besonderen Situationen stattfindent.
Zum Besipiel im Januar, 3 Wochen lang in Dornach, für 15 Landwirte die sich fortbilden. So wie immer wieder privat, im Kleinen, und irgendwann dann im Grossen, auf Jugendtagungen, im April, im Sommer, und mehr. So zum Beispiel hoffentlich auch bald für die Velokuriere. Götterspeise fängt an!
Mut auch, einem Mann zu sagen, der mein Liebhaber war, dass ich ihn gut gehen lassen kann, weil er sich grade verliebt hat in eine, und er mir wichtiger als guter Freund ist als als Liebhaber. Wichtiger als Person, die glücklich wird in der Liebe, und nicht als das, was wir für einander hatten, ein sporadisches Wärme geben in der gemeinsamen Einsamkeit. Mut, diese Position einzunehmen und zu behalten, ohne mich fallen zu lassen und an ihm etwas auszuleben, was andere Menschen in mir hinterlassen haben...Mut zur ehrlichen Ehrlickeit, zur graden Gradlinigkeit, zur klaren Klarheit und obwohl viel Alkohol und späte Nächte im Spiel sind, Mut zum bewussten Bewusstbleiben in jeder Situation.
Und Mut zur Einsamkeit. Am Samstag Mittag aufwachen, verkatert, allein, im halbdunklen Winterzimmer, und die Leere zu spüren und wirklich zu erleben. Zu weinen oder nicht und dann aufzustehen um kleine Dinge zu geniessen. Langsam, in mich versunken überlegen ob ich mich noch an alles vom letzten Abend erinnere? Langsam die Zigarettenraucherinnerung abstreifen, duschen, gutriechen, warme Füsse, und draussen vor dem Fenster die Tramschneewirbel beim Haarekämmen sehen. Träumen. Und Herbert Grönemeyer singt "Glück"...
Mutige Weihnachten! Vorher noch Familie besuchen, an Weihnachten alleinsein, vielleicht Fondue mit Freunden, dann allein. Und arbeiten. Und einfach weiterleben. Und am Tag danach brunchen, mit allen, die wollen! Das wird gut! Und dann kommt Besuch, und das neue Jahr. Schön!
Tuesday, November 24, 2009
Tag weiss nicht wieviel...wieder zuhause.
Uff. Geschafft.
Das wunderbare Land Südafrika verlassen, mit Freude am Gehen, da das Dasein so durchwachsen war. Unschlagbare Landschaft, nette Menschen, so viel zu lernen. Politische Herasuforderung, menschliche Herausforderung. Psychische auch. Mein eigenes Kopfkino als auch das von anderen auf mich projezierte. Alte und neue Geschichten. Probleme haften an einem wie Kletten, auch über lange Zeit. Aber vieles konnte ich sortieren und neu ordnen. Uff. Geschafft.
In der Schweiz leben ist so einfach im Gegensatz! Ich komme da an und Daniel holt mich vom Tram ab. Schöneres kann es nicht geben, als mit offenen Armen empfangen zu werden. Die Mitte, mein wunderbarer Arbeits- und Lebensplatz! Und die Leute! Und dann das Zuhause. Die Hülle. Sofort tauche ich in das Zuhausegefühl ein, das, was mir überall anders fehlt. Basel, das Trinkwasser, der Espresso, meine vier Wände. Wow!
Und Internet. Die ganze Zeit.
Ich bin eben eine Europäerin!
Auch wenn dieser Ort mich langsam so gut kennt dass ich mich nicht mehr nur als brilliant präsentieren kann. Das passiert ja schnell mal im Urlaub. Da denkt man das Leben wäre einfacher wenn man woanders hinfährt, aber bleibt man eine Weile zu lange holen ein die Schweren von zuhause doch wieder ein. Naja, manchmal geht das auch schneller. Die Welt ist eben klein und man kann sich vor nichts verstecken. Also ist es besser dem ins Gesicht zu schauen. Wo Probleme sind ist Realität. So ist das Leben. Und mit Vorsicht, Geduld und Liebe gehen sie vielleicht irgendwann vorbei.
Im Moment wohnen 7 französicher, deutsche und schweizerische Steinmetze (Tralleiur de Pierre) bei mir, für die Oloid-Woche.
Und ein Hund.
Mein Horoskop ist sehr rätselhaft aber spricht von Balance, was ja das Wort des November ist. Interessant...bin ich balanciert? Denke schon. Balancierend wie der Hochseiltänzer. Zwischen Gut und Böse, nicht hier nicht dort. Zwischen Gestern und Morgen. Jetzt. Zwischen Glück und Unglück...noch...immerwieder...balanciert.
Am Samstag werde ich 25.
Uff. Geschafft.
Das wunderbare Land Südafrika verlassen, mit Freude am Gehen, da das Dasein so durchwachsen war. Unschlagbare Landschaft, nette Menschen, so viel zu lernen. Politische Herasuforderung, menschliche Herausforderung. Psychische auch. Mein eigenes Kopfkino als auch das von anderen auf mich projezierte. Alte und neue Geschichten. Probleme haften an einem wie Kletten, auch über lange Zeit. Aber vieles konnte ich sortieren und neu ordnen. Uff. Geschafft.
In der Schweiz leben ist so einfach im Gegensatz! Ich komme da an und Daniel holt mich vom Tram ab. Schöneres kann es nicht geben, als mit offenen Armen empfangen zu werden. Die Mitte, mein wunderbarer Arbeits- und Lebensplatz! Und die Leute! Und dann das Zuhause. Die Hülle. Sofort tauche ich in das Zuhausegefühl ein, das, was mir überall anders fehlt. Basel, das Trinkwasser, der Espresso, meine vier Wände. Wow!
Und Internet. Die ganze Zeit.
Ich bin eben eine Europäerin!
Auch wenn dieser Ort mich langsam so gut kennt dass ich mich nicht mehr nur als brilliant präsentieren kann. Das passiert ja schnell mal im Urlaub. Da denkt man das Leben wäre einfacher wenn man woanders hinfährt, aber bleibt man eine Weile zu lange holen ein die Schweren von zuhause doch wieder ein. Naja, manchmal geht das auch schneller. Die Welt ist eben klein und man kann sich vor nichts verstecken. Also ist es besser dem ins Gesicht zu schauen. Wo Probleme sind ist Realität. So ist das Leben. Und mit Vorsicht, Geduld und Liebe gehen sie vielleicht irgendwann vorbei.
Im Moment wohnen 7 französicher, deutsche und schweizerische Steinmetze (Tralleiur de Pierre) bei mir, für die Oloid-Woche.
Und ein Hund.
Mein Horoskop ist sehr rätselhaft aber spricht von Balance, was ja das Wort des November ist. Interessant...bin ich balanciert? Denke schon. Balancierend wie der Hochseiltänzer. Zwischen Gut und Böse, nicht hier nicht dort. Zwischen Gestern und Morgen. Jetzt. Zwischen Glück und Unglück...noch...immerwieder...balanciert.
Am Samstag werde ich 25.
Thursday, November 12, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Sieben
Heute habe ich den ersten Espresso mit Geschmack gefunden. In der Petit Boulangerie um die Ecke. Der Barista macht dne Kaffee mit so viel Sorgfalt, presst das Pulver so schön und ordentlich in den Kolben, nimmt sich beinahe alle Zeit der Welt...und wenn er dann die Milch nicht zu heiss aufschäumt, dann kommt da ein wunderbarer Cappuchino zustande. Und der macht Lust auf Espresso pur, mal sehen was da geschmacklich drin ist. Ja. Der ist rund. Nicht so sauer wie alle anderen. Nein, viel besser. Ich denke eine andere Röstung, eine gemischte Bohne vielleicht? Er ist der erste Barista mit dem ich hier spreche der mir von der Robusta Bohne erzählt. Alle anderen kennen oder haben nur die Arabica. Ich bin froh.
Mehr bald...
Mehr bald...
Wednesday, November 11, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Sechs
Und der Wind weht und weht und weht. Er weht mir die Gedanken durcheinander und die Ereignisse zu. Er weht die Wolken vom Meer herein, mit viel Regen, und dann dieselben Wolken wieder aufs Meer hinaus, dann kommt die Sonne. Aber grad hat der Wind doch wieder gedreht und bringt die blöden Wolken zurück, frisch gefüllt mit frischem Meerregen, der heute auf uns niederprasseln wird. Zieht euch warm und trocken an!
Die Tage sind voller Ereignisse, einerseits passieren Dinge und andererseits bin ich täglich daran beteiligt, mein Leben zu gestalten. Auf dem Weg meine Familie zu besuchen begegne ich also einem alten Freund, und merke mal wieder, ich brauche hier nur die Strasse auf und ab zu laufen und werde garantiert jemanden Bekanntes treffen. Ist diese Stadt so klein oder bin ich einfach am richtigen Ort?
Die Familie meiner Freundin lädt mich zum Kaffee ein, der Vater, Norman, als auch die Mutter, Jenny und meine Freundin Fiona, waren vor ein paar Jahren einige von meinen unbewussten Kochlehrern. Damals wusste ich nicht, dass ich mal kochen würde, das ich mehr als Pasta kochen könnte, und geduldig sass ich immer wieder mit ihnen in der Küche und Gespräche waren immer mit Kochen vermischt, sie kochten, ich probierte, sie würzten, ich sah zu, sodass ich nun Dinge kochen kann, die ich nie erklärt bekam, die einfach irgendwo in meinem Kopf und Erlebnisspeicher vorkommen. Sie laden mich ein wieder bei ihnen zu wohnen, sie haben ihr Haus renoviert und sind sehr stolz auf die neue Etage auf dem Dach, mit Ausblick über die ganze Bucht und Ausblick über den Berg nach hinten, mit kleinem windstillen Balkon...
Ich werde es mir überlegen, im Moment wohne ich in einem Zimmer mit zwei anderen Menschen, teile mir ein Bett mit Jessica und im Wohnzimmer schläft noch jemand...vielleicht wäre es zu luxuriös, mal ein paar Nächte in einem grossen Haus mit Kamin zu leben? Vielleicht kann ich aber auch noch weiter kochen lernen dort, nun, da ich aktiv Rezepte sammle, vier Tage Kochobservation mit Fragen stellen und verstehen wollen angehen? Recherche! Denn alle Geheimnisse dieser Kunst des Kochen, die ich finden kann, muss ich erkennen, für mich aufdecken, mir merken, verstehen und sammeln!
Gestern abend zum Beispiel habe ich gelernt wie Norman eine Sauce für sein Brathähnchen oder soll ich es Poulet nennen macht. Nach der Philosophie „man braucht nur Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Olivenöl um gut zu kochen“. Das gefällt mir sehr!!
Die Tage sind voller Ereignisse, einerseits passieren Dinge und andererseits bin ich täglich daran beteiligt, mein Leben zu gestalten. Auf dem Weg meine Familie zu besuchen begegne ich also einem alten Freund, und merke mal wieder, ich brauche hier nur die Strasse auf und ab zu laufen und werde garantiert jemanden Bekanntes treffen. Ist diese Stadt so klein oder bin ich einfach am richtigen Ort?
Die Familie meiner Freundin lädt mich zum Kaffee ein, der Vater, Norman, als auch die Mutter, Jenny und meine Freundin Fiona, waren vor ein paar Jahren einige von meinen unbewussten Kochlehrern. Damals wusste ich nicht, dass ich mal kochen würde, das ich mehr als Pasta kochen könnte, und geduldig sass ich immer wieder mit ihnen in der Küche und Gespräche waren immer mit Kochen vermischt, sie kochten, ich probierte, sie würzten, ich sah zu, sodass ich nun Dinge kochen kann, die ich nie erklärt bekam, die einfach irgendwo in meinem Kopf und Erlebnisspeicher vorkommen. Sie laden mich ein wieder bei ihnen zu wohnen, sie haben ihr Haus renoviert und sind sehr stolz auf die neue Etage auf dem Dach, mit Ausblick über die ganze Bucht und Ausblick über den Berg nach hinten, mit kleinem windstillen Balkon...
Ich werde es mir überlegen, im Moment wohne ich in einem Zimmer mit zwei anderen Menschen, teile mir ein Bett mit Jessica und im Wohnzimmer schläft noch jemand...vielleicht wäre es zu luxuriös, mal ein paar Nächte in einem grossen Haus mit Kamin zu leben? Vielleicht kann ich aber auch noch weiter kochen lernen dort, nun, da ich aktiv Rezepte sammle, vier Tage Kochobservation mit Fragen stellen und verstehen wollen angehen? Recherche! Denn alle Geheimnisse dieser Kunst des Kochen, die ich finden kann, muss ich erkennen, für mich aufdecken, mir merken, verstehen und sammeln!
Gestern abend zum Beispiel habe ich gelernt wie Norman eine Sauce für sein Brathähnchen oder soll ich es Poulet nennen macht. Nach der Philosophie „man braucht nur Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Olivenöl um gut zu kochen“. Das gefällt mir sehr!!
Tuesday, November 10, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Vier
How is South Africa?
Das fragt mich mein bester Freund heute per SMS. Uff, was soll ich sagen? Ich glaube es gibt nur "wie ist mein South Africa", denn Muizenberg, der Vorort von Kapstadt an dem ich mich befinde, ist so sehr Kapstadt, und so wenig Afrika. Die weissen Südafrikaner, die ich kenne, eine kleine Mittelschicht von Alternativen, fragen sich das ständig selber. Warum bin ich Afrikaner und trotzdem weiss? Und jeden Tag mindestens einmal begnet ihnen die Hautfarbenkonfrontation. Oder die, der verschiedenen Mentalitäten. Die Xhosa Afrikaner sind so langsam. Die Zulu Afrikaner auch, aber manche überhauptnicht. Die Arabischen Afrikaner sind schlauer, sind Geschäftstüchtiger. Die Nigerianer hier nicht gemocht, weil sie zu geschäftstüchtig sind. Die braunen Cape-Coloured sind so dazwischen. Die weissen sind oft dekadent, ängstlich, eine kleine Bevölkerungsgruppe die viel in der Hand hat. Beängstigend, auch für sie selber.
Ansonsten ist Afrika voller AIDS, Strassenkinder, Drogen. Voller Natur, voller Linksverkehr, voller Systeme, die über den Köpfen der meisten Menschen hinweg funktionieren wollen, aber an den meisten Stellen einfach auseinanderfallen, mag es Stromversorgung, Telefon, Hausrenovierung, Abwasser, Strassenverkehr, Zugverkehr, etc. sein.
Ansonsten ist Afrika verdammt magisch. MAn kann atmen. Aber der Wind macht mich schwindelig in letzter Zeit. Die Natur ist rieseig.
Mehr bald, mein Laptop hat keinen Strom mehr...
Das fragt mich mein bester Freund heute per SMS. Uff, was soll ich sagen? Ich glaube es gibt nur "wie ist mein South Africa", denn Muizenberg, der Vorort von Kapstadt an dem ich mich befinde, ist so sehr Kapstadt, und so wenig Afrika. Die weissen Südafrikaner, die ich kenne, eine kleine Mittelschicht von Alternativen, fragen sich das ständig selber. Warum bin ich Afrikaner und trotzdem weiss? Und jeden Tag mindestens einmal begnet ihnen die Hautfarbenkonfrontation. Oder die, der verschiedenen Mentalitäten. Die Xhosa Afrikaner sind so langsam. Die Zulu Afrikaner auch, aber manche überhauptnicht. Die Arabischen Afrikaner sind schlauer, sind Geschäftstüchtiger. Die Nigerianer hier nicht gemocht, weil sie zu geschäftstüchtig sind. Die braunen Cape-Coloured sind so dazwischen. Die weissen sind oft dekadent, ängstlich, eine kleine Bevölkerungsgruppe die viel in der Hand hat. Beängstigend, auch für sie selber.
Ansonsten ist Afrika voller AIDS, Strassenkinder, Drogen. Voller Natur, voller Linksverkehr, voller Systeme, die über den Köpfen der meisten Menschen hinweg funktionieren wollen, aber an den meisten Stellen einfach auseinanderfallen, mag es Stromversorgung, Telefon, Hausrenovierung, Abwasser, Strassenverkehr, Zugverkehr, etc. sein.
Ansonsten ist Afrika verdammt magisch. MAn kann atmen. Aber der Wind macht mich schwindelig in letzter Zeit. Die Natur ist rieseig.
Mehr bald, mein Laptop hat keinen Strom mehr...
Sunday, November 08, 2009
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Zwei
Der Zweite Tag, 7. November 2009
Der Himmel über der Küstenbergketten verspricht Regen aus tiefhöngenden schweren Kumuluswolken. Aber bis wir aufgestanden sind und auf dem Weg auf den Samstagsmarkt an der alten Keksmühle (The Old Biscuit Mill) bleibt es noch trocken. Im Zug begegnet uns Afrika, dort fährt die Unterschicht zur Arbeit, und wir waren fast die einzigen weissen im ganzen Zug. Hier ist es zu spüren, dass verschiedene Welten herrschen. Ein blindes Päärchen spielt Gitarre und singt von Gott und den schweren Sünden, die sie begangen haben, wir geben ihnen Kleingeld. Später kommt ein Prediger ins Abteil und brüllt uns aus der Bibel vor. Unangenehm, aber irgendwie beeindruckend. Hören die Menschen ihm zu, oder schalten sie ab? Spricht er von ihrer Realität? Kein Sex vor der Ehe, liebe Deinen Nachbarn, egal welche Hautfarbe? Ein interessanter Mix, und manches trifft sogar für mich zu, ich will auch Menschen gleich respektieren, egal welche Hautfarbe sie haben, aber das mit der Ehe finde ich absurd und veraltet. Ist es hier in Afrika wie beim Domino, hier und da passen die weissen Punkte aneinander, man passt an der einen Stelle zusammen, gleicht sich, obwohl man an anderen wirklich gegensätzlich ist...?
Auf dem Bahnsteig findet noch eine interessante kleine Szene statt:
Ein schwarzer Rasenmäher findet hinter dem Bahnhofszaun eine Glasflasche, gibt sie einem weissen Wartenden, der sie in die Mülltonne entsorgt. Kurz darauf steht auf dem anderen Bahnsteig ein schwarzer Bettler und sucht in den Mülleimern nach Brauchbarem. Der weisse Wartende holt auf seiner Seite die Flasche wieder aus dem Müll und wirft sie dem schwarzen Bettler über die Gleise zu, der fängt sie und bedankt sich.
Auf dem Markt wird Wein getestet, Kaffee probiert, Pesto, Chorizo, frisch gesafteter Frucht-Gemüse mix getrunken, als auch das Wasser der Kokosnuss genossen. Agua di Coco kenne ich aus Brasilien, andere kennen es aus Madagaskar, die nächsten aus Mosambique. Jeder erinnert sich an eine beeindruckende und berührende Reise, während er von einem Mosambiquer und einem Südafrikaner die Kokosnuss, noch grün, frich mit einer Machete aufgehackt und mit Strohhalm, bekommt. Für 20 Rand. Eine Flüssigkeit ohne gleichen. Reich voller Vitamine und Enzyme und ganz ohne Cholesterol. Gleicht von der Zusammensetzung her sehr unserem Blut, weshalb es im Jungel so manchem Soldaten bei Blutverlust zugefügt wurde. Es hilft sehr gegen „Babbelaas“, das ist das Afrikaanerwort für Kater. Es ist ein durstlöschendes milchig weisses Vergnügen, und auch das Trinkgefäss ist gut, man fühlt sich besonders, wenn man zwischen all den Sekttrinkenden oder aus Plastikbechern trinkenden Menschen mit einer Fussball grossen grünen Unförmigkeit von Kokosnuss mit Strohhalm herumläuft und sich gleichzeitig dabei noch etwas unwahrscheinlich Gutes tut.
Zwei Weinmacher verführen uns zum Kaufe, einmal weisser Chenin Blanc mit einer wunderbaren Männlichkeit wie ich es nenne (die Frau die ihn herstellt ist die Weinmacherin des Jahres 2008...so schliessen wir daraus, dass Frauen einen männlichen Wein und vice versa herstellen, und dass das auch beim Parfum so sei, da Frauen das Parfum an ihren Männern riechen wollen, und an sich selbst, für ihre Männer aufgetragen) eine rauchige Samtnote und leicht an mein Männerparfum erinnernd, sowie ein roter Shiraz, der ganz die Färbung des Eichholzfasses trägt und mit dem 2006 Jahrgang schon reif genug scheint.
Die Kaffeerösterei im neueren Komplex an der alten Keksmühle sticht in schwarz weiss heraus. Die Bedienung ist schwedisch und trägt typisch Stockholm eine riesen Brille (natürlich RayBan). Der Kaffee ist eine leichte Röstung, verschiedener Herkunft. Selbst geröstet. Es duftet im Raum nach dem guten, jedoch beim ersten Schluck müssen wir uns erst umgewöhnen. Zu tief sitzt die Basler Gewohnheit des italienischen Espressos. Dieser hier schmeckt durch und durch zu sauer, jedoch ist es die Absicht der Röster. So müssen wir uns dem anpassen und schmecken weiter. Mmhh, Säure kann auch interessant sein. Und der Kaffee schmeckt sich in eienr ganz anderen Region im Gaumen. Trotz Milch in Latte oder Cappucinoform. Es erinnert mich an Chilli. Ich füge meinem Espresso mehr und mehr Zucker zu und es wird Würziger. Eine Säure und eine Würze. Süss wird er nicht, auch nach drei Löffeln Zucker. Am Nachmittag kommen wir nocheinmal in das kleine „Espressolab“ und der Kaffee schmeckt besser. Wir haben uns ein Stückchen angenähert und den Latte aus Basel, den gewohnten, losgelassen.
Morgen gehen wir weitere Cafes die Küste entlang ausprobieren. Vielleicht findet sich der ein oder andere gute Espresso...
Der Abend verlief ruhig, mit Brainstorming zum eigen Cafe in Basel, mit Träumereien und mit einer DVD von Jamie Oliver. Ich muss zugeben, es war das erste Mal, dass ich etwas von ihm auf dem Bildschirm sah, und ich war unangenehmer Weise sogar begeistert. Bin es immer noch. Peinlich? Naja, vielleicht ist es nur eine Phase...
Ausserdem wurde klar dass unser Cafe in Basel etwas besonderes wird. Das besondere daran sind wir, Jessia und ich, die wir eine „etwas exotische Afrikanische Note mit etwas deutscher Intuition“ zusammenbringen, und so etwas besonderes sind. „We are the Magic of our Business“. Und beim Abendessen kochen gab ich meine enge VErbindung zu Zitronen und Chilli zu. Lemons and Chilli. Ein Name für ein Cafe? Chili&Lemon? Mal sehen.
Der Himmel über der Küstenbergketten verspricht Regen aus tiefhöngenden schweren Kumuluswolken. Aber bis wir aufgestanden sind und auf dem Weg auf den Samstagsmarkt an der alten Keksmühle (The Old Biscuit Mill) bleibt es noch trocken. Im Zug begegnet uns Afrika, dort fährt die Unterschicht zur Arbeit, und wir waren fast die einzigen weissen im ganzen Zug. Hier ist es zu spüren, dass verschiedene Welten herrschen. Ein blindes Päärchen spielt Gitarre und singt von Gott und den schweren Sünden, die sie begangen haben, wir geben ihnen Kleingeld. Später kommt ein Prediger ins Abteil und brüllt uns aus der Bibel vor. Unangenehm, aber irgendwie beeindruckend. Hören die Menschen ihm zu, oder schalten sie ab? Spricht er von ihrer Realität? Kein Sex vor der Ehe, liebe Deinen Nachbarn, egal welche Hautfarbe? Ein interessanter Mix, und manches trifft sogar für mich zu, ich will auch Menschen gleich respektieren, egal welche Hautfarbe sie haben, aber das mit der Ehe finde ich absurd und veraltet. Ist es hier in Afrika wie beim Domino, hier und da passen die weissen Punkte aneinander, man passt an der einen Stelle zusammen, gleicht sich, obwohl man an anderen wirklich gegensätzlich ist...?
Auf dem Bahnsteig findet noch eine interessante kleine Szene statt:
Ein schwarzer Rasenmäher findet hinter dem Bahnhofszaun eine Glasflasche, gibt sie einem weissen Wartenden, der sie in die Mülltonne entsorgt. Kurz darauf steht auf dem anderen Bahnsteig ein schwarzer Bettler und sucht in den Mülleimern nach Brauchbarem. Der weisse Wartende holt auf seiner Seite die Flasche wieder aus dem Müll und wirft sie dem schwarzen Bettler über die Gleise zu, der fängt sie und bedankt sich.
Auf dem Markt wird Wein getestet, Kaffee probiert, Pesto, Chorizo, frisch gesafteter Frucht-Gemüse mix getrunken, als auch das Wasser der Kokosnuss genossen. Agua di Coco kenne ich aus Brasilien, andere kennen es aus Madagaskar, die nächsten aus Mosambique. Jeder erinnert sich an eine beeindruckende und berührende Reise, während er von einem Mosambiquer und einem Südafrikaner die Kokosnuss, noch grün, frich mit einer Machete aufgehackt und mit Strohhalm, bekommt. Für 20 Rand. Eine Flüssigkeit ohne gleichen. Reich voller Vitamine und Enzyme und ganz ohne Cholesterol. Gleicht von der Zusammensetzung her sehr unserem Blut, weshalb es im Jungel so manchem Soldaten bei Blutverlust zugefügt wurde. Es hilft sehr gegen „Babbelaas“, das ist das Afrikaanerwort für Kater. Es ist ein durstlöschendes milchig weisses Vergnügen, und auch das Trinkgefäss ist gut, man fühlt sich besonders, wenn man zwischen all den Sekttrinkenden oder aus Plastikbechern trinkenden Menschen mit einer Fussball grossen grünen Unförmigkeit von Kokosnuss mit Strohhalm herumläuft und sich gleichzeitig dabei noch etwas unwahrscheinlich Gutes tut.
Zwei Weinmacher verführen uns zum Kaufe, einmal weisser Chenin Blanc mit einer wunderbaren Männlichkeit wie ich es nenne (die Frau die ihn herstellt ist die Weinmacherin des Jahres 2008...so schliessen wir daraus, dass Frauen einen männlichen Wein und vice versa herstellen, und dass das auch beim Parfum so sei, da Frauen das Parfum an ihren Männern riechen wollen, und an sich selbst, für ihre Männer aufgetragen) eine rauchige Samtnote und leicht an mein Männerparfum erinnernd, sowie ein roter Shiraz, der ganz die Färbung des Eichholzfasses trägt und mit dem 2006 Jahrgang schon reif genug scheint.
Die Kaffeerösterei im neueren Komplex an der alten Keksmühle sticht in schwarz weiss heraus. Die Bedienung ist schwedisch und trägt typisch Stockholm eine riesen Brille (natürlich RayBan). Der Kaffee ist eine leichte Röstung, verschiedener Herkunft. Selbst geröstet. Es duftet im Raum nach dem guten, jedoch beim ersten Schluck müssen wir uns erst umgewöhnen. Zu tief sitzt die Basler Gewohnheit des italienischen Espressos. Dieser hier schmeckt durch und durch zu sauer, jedoch ist es die Absicht der Röster. So müssen wir uns dem anpassen und schmecken weiter. Mmhh, Säure kann auch interessant sein. Und der Kaffee schmeckt sich in eienr ganz anderen Region im Gaumen. Trotz Milch in Latte oder Cappucinoform. Es erinnert mich an Chilli. Ich füge meinem Espresso mehr und mehr Zucker zu und es wird Würziger. Eine Säure und eine Würze. Süss wird er nicht, auch nach drei Löffeln Zucker. Am Nachmittag kommen wir nocheinmal in das kleine „Espressolab“ und der Kaffee schmeckt besser. Wir haben uns ein Stückchen angenähert und den Latte aus Basel, den gewohnten, losgelassen.
Morgen gehen wir weitere Cafes die Küste entlang ausprobieren. Vielleicht findet sich der ein oder andere gute Espresso...
Der Abend verlief ruhig, mit Brainstorming zum eigen Cafe in Basel, mit Träumereien und mit einer DVD von Jamie Oliver. Ich muss zugeben, es war das erste Mal, dass ich etwas von ihm auf dem Bildschirm sah, und ich war unangenehmer Weise sogar begeistert. Bin es immer noch. Peinlich? Naja, vielleicht ist es nur eine Phase...
Ausserdem wurde klar dass unser Cafe in Basel etwas besonderes wird. Das besondere daran sind wir, Jessia und ich, die wir eine „etwas exotische Afrikanische Note mit etwas deutscher Intuition“ zusammenbringen, und so etwas besonderes sind. „We are the Magic of our Business“. Und beim Abendessen kochen gab ich meine enge VErbindung zu Zitronen und Chilli zu. Lemons and Chilli. Ein Name für ein Cafe? Chili&Lemon? Mal sehen.
Ein Versuch...ein Tagebuch...Tag Eins
Tag Eins. Freitag, 6. November.
Vom International Airport of Cape Town ging es per Mini-Golf, dem typischen kapstädtischen Studentenauto der A4 nach, die über die gesamte Kaphalbinsel führt. Vorbei an Wellblechhütten und Plakaten, die ein würdigeres Leben zur Zeit der FIFA Weltmeisterschaft in 2010 versprechen...ein Witz, sagen die Kapstädter.
Ankommen dann in Muizenberg, einem kleinen Küstenort in der False Bay, der falschen Bucht - der Bucht vor der grossen Bucht wo in Kolonialzeiten der Anlegepunkt der Schiffe aus Fernost war, also der Bucht vor der, die das Ziel der Seemänner war.
False Bay ist eine Bucht voller kleiner Orte die sich im Wettbewerb um den besten Lifestyle befinden. Simonstown, noch sehr verschlafen, ganz am Zipfel der Kaphalbinsel, aufzuweisen den Boulders Beach, einen Strand voller riesiger rundgeschliffener Felsen, die Heimat der Kap-Pingiune. Fishhoek, die kleine Stadt für Grossmütterchen, die ansonsten nicht viel zu bieten hat, Kalk Bay, ein Laden im kubanisch, lateinamerikanischem Romatik-Chique nach dem anderen, alle einer Familie gehörend...aber zwischendurch immer wieder der ein oder andere originelle Laden, zum Beispiel der Buchladen, an dem wir am ersten Abend zufällig in eine Buch-Vernissage geraten, wo guter Kapwein und himmlischer Schokoladenkuchen zwischen Bücherregalen voller interessanter „Leben in Argentinien“ oder „Besondere Cuisine von überall her“ Bücher gereicht wird, alles auf‘s Haus, versteht sich...
Dann Muizenberg, wo ich nun für zwei Wochen bei meiner ehemaligen Gastfamilie wohne. Die Mutter, Penny, hat einen Bioladen „Organics Alive“ im neuen „Muizenberg Village“, welches aus ein paar Strassen mit bunten, typischen Kap-Häusern kurz neben dem Strand besteht. Man könnte es mediterran nennen. Verschachtelte Wohnhäuser, in Terrakotta, mit kleinen ummauerten Hinterhöfen, Hibiskusbüschen, Treppen zu den Haustüren, vom Seewind gebeugte Bäumchen und überall ein wenig Sand. Hier ein Yogastudio, dort ein Internet Cafe, und eine Bäckerei, die aus einem Schaufenster, einer roten Theke auf 2 Quadratmetern, einer Kolbenkaffeemaschiene, einem Backofen und einem kleinen Hinterhof besteht. Ein muss, am Montagmorgen, ab 8.30 geöffnet, schon fest im Plan!
Organics Alive ist Treffpunkt für die Muizenberg „Lohas“. Sie glauben an „Lifestyle Of Health And Sustainability“ und essen nachhaltig, schoppen grün, leben so bewusst wie sie können. Ein rustikaler Laden, lokale Bauern liefern die Produkte, interessante Menschen kommen vorbei, es ist Raum für Gespräch und man bekommt Kaffee: stark, aus der ebenso rustikalen Espressokanne (french Press) auf einem Zuckergelkocher erhitzt, da das Gas grad aus ist. Ein Business, dass sich auf genauso viel harter Arbeit wie auch guter Intuition, auf Authentizität und Menschlichkeit aufgebaut hat. Penny, die Besitzerin, auch Yogalehrerin, hat trotz sorgenvollen Zeiten und viel Arbeit ihren Humor und Schalk nie verloren.
Der Laden ist gemütlich, alte Bauernmöbel, ein Buffet am Mittag aus saisonalen Zutaten, immer frisch vom Bauern, alles grade eben und per Hand angerichtet.
Vom International Airport of Cape Town ging es per Mini-Golf, dem typischen kapstädtischen Studentenauto der A4 nach, die über die gesamte Kaphalbinsel führt. Vorbei an Wellblechhütten und Plakaten, die ein würdigeres Leben zur Zeit der FIFA Weltmeisterschaft in 2010 versprechen...ein Witz, sagen die Kapstädter.
Ankommen dann in Muizenberg, einem kleinen Küstenort in der False Bay, der falschen Bucht - der Bucht vor der grossen Bucht wo in Kolonialzeiten der Anlegepunkt der Schiffe aus Fernost war, also der Bucht vor der, die das Ziel der Seemänner war.
False Bay ist eine Bucht voller kleiner Orte die sich im Wettbewerb um den besten Lifestyle befinden. Simonstown, noch sehr verschlafen, ganz am Zipfel der Kaphalbinsel, aufzuweisen den Boulders Beach, einen Strand voller riesiger rundgeschliffener Felsen, die Heimat der Kap-Pingiune. Fishhoek, die kleine Stadt für Grossmütterchen, die ansonsten nicht viel zu bieten hat, Kalk Bay, ein Laden im kubanisch, lateinamerikanischem Romatik-Chique nach dem anderen, alle einer Familie gehörend...aber zwischendurch immer wieder der ein oder andere originelle Laden, zum Beispiel der Buchladen, an dem wir am ersten Abend zufällig in eine Buch-Vernissage geraten, wo guter Kapwein und himmlischer Schokoladenkuchen zwischen Bücherregalen voller interessanter „Leben in Argentinien“ oder „Besondere Cuisine von überall her“ Bücher gereicht wird, alles auf‘s Haus, versteht sich...
Dann Muizenberg, wo ich nun für zwei Wochen bei meiner ehemaligen Gastfamilie wohne. Die Mutter, Penny, hat einen Bioladen „Organics Alive“ im neuen „Muizenberg Village“, welches aus ein paar Strassen mit bunten, typischen Kap-Häusern kurz neben dem Strand besteht. Man könnte es mediterran nennen. Verschachtelte Wohnhäuser, in Terrakotta, mit kleinen ummauerten Hinterhöfen, Hibiskusbüschen, Treppen zu den Haustüren, vom Seewind gebeugte Bäumchen und überall ein wenig Sand. Hier ein Yogastudio, dort ein Internet Cafe, und eine Bäckerei, die aus einem Schaufenster, einer roten Theke auf 2 Quadratmetern, einer Kolbenkaffeemaschiene, einem Backofen und einem kleinen Hinterhof besteht. Ein muss, am Montagmorgen, ab 8.30 geöffnet, schon fest im Plan!
Organics Alive ist Treffpunkt für die Muizenberg „Lohas“. Sie glauben an „Lifestyle Of Health And Sustainability“ und essen nachhaltig, schoppen grün, leben so bewusst wie sie können. Ein rustikaler Laden, lokale Bauern liefern die Produkte, interessante Menschen kommen vorbei, es ist Raum für Gespräch und man bekommt Kaffee: stark, aus der ebenso rustikalen Espressokanne (french Press) auf einem Zuckergelkocher erhitzt, da das Gas grad aus ist. Ein Business, dass sich auf genauso viel harter Arbeit wie auch guter Intuition, auf Authentizität und Menschlichkeit aufgebaut hat. Penny, die Besitzerin, auch Yogalehrerin, hat trotz sorgenvollen Zeiten und viel Arbeit ihren Humor und Schalk nie verloren.
Der Laden ist gemütlich, alte Bauernmöbel, ein Buffet am Mittag aus saisonalen Zutaten, immer frisch vom Bauern, alles grade eben und per Hand angerichtet.
Thursday, November 05, 2009
Here I am, ready to fly around the world...
Auf dem Weg nach Südafrika nach einem tollen Kaffeemorgen mit vielen Freundschaftsmomenten. Es ist gut, weg zu fahren, schreibe ich nachher in mein Tagebuch. Alles wird purer, intensiver, Freundschaften tiefer, hier noch schnell die Geste, die ich Dir schon immer mal zeigen wollte...plötzlich habe wir kurz aber wirklich Zeit füreinander, wir Menschen...hier eine Frage, die schon immer mal gestellt werden wollte...und wirkliches Interesse aneinander.
Als gäbe es kein Morgen, öffnen sich die Herzen und wir sind Menschen miteinander. Das Morgen kommt natürlich, in 2,5 Wochen und wird auch wunderbar, aber das, was heute früh vor der Abreise war, war besonders. Weil kurz vor dem Weggehen eines Menschen die Weggehwünsche der anderen auch wach werden. Einer geht und andere träumen wieder. Träumen vom Gehen oder vom Bleiben, aber die Hauptsache ist, dass diese kleine Veränderung wenn einer weggeht die anderen für einen Moment zum träumen bringt. Und das Träumen in sich ist wie eine Reise. Auch wenn man da bleibt. Das ist wichtig und schön.
Ich träume auch. Auf dem Weg wird alles unwirklich und irgendwie wirklicher. Man befolgt die nötigen Regeln und befindet sich in einer Anonymität die auch das Träumen zulässt. Ich kann träumen was ich will, sein wer ich bin oder sein will, denn keiner weiss wer ich bin! Freiraum! Reisefreiraum. Freitraum.
Liebe Grüsse an euch, die ihr Zuhause seid, und mir das Träumen ermöglicht!
Danke und bis bald!
Auf dem Weg nach Südafrika nach einem tollen Kaffeemorgen mit vielen Freundschaftsmomenten. Es ist gut, weg zu fahren, schreibe ich nachher in mein Tagebuch. Alles wird purer, intensiver, Freundschaften tiefer, hier noch schnell die Geste, die ich Dir schon immer mal zeigen wollte...plötzlich habe wir kurz aber wirklich Zeit füreinander, wir Menschen...hier eine Frage, die schon immer mal gestellt werden wollte...und wirkliches Interesse aneinander.
Als gäbe es kein Morgen, öffnen sich die Herzen und wir sind Menschen miteinander. Das Morgen kommt natürlich, in 2,5 Wochen und wird auch wunderbar, aber das, was heute früh vor der Abreise war, war besonders. Weil kurz vor dem Weggehen eines Menschen die Weggehwünsche der anderen auch wach werden. Einer geht und andere träumen wieder. Träumen vom Gehen oder vom Bleiben, aber die Hauptsache ist, dass diese kleine Veränderung wenn einer weggeht die anderen für einen Moment zum träumen bringt. Und das Träumen in sich ist wie eine Reise. Auch wenn man da bleibt. Das ist wichtig und schön.
Ich träume auch. Auf dem Weg wird alles unwirklich und irgendwie wirklicher. Man befolgt die nötigen Regeln und befindet sich in einer Anonymität die auch das Träumen zulässt. Ich kann träumen was ich will, sein wer ich bin oder sein will, denn keiner weiss wer ich bin! Freiraum! Reisefreiraum. Freitraum.
Liebe Grüsse an euch, die ihr Zuhause seid, und mir das Träumen ermöglicht!
Danke und bis bald!
Friday, October 30, 2009
Vom allein Sein.
Nun bin ich es aber auch nicht mehr.
Obwohl ich dann allein in mein Bett steige und allein einschlafe. Das hat durchaus Gutes. Niemand riecht es, wenn ich furze. Aber gern hätte ich Gesellschaft.
Ich bin mir so sicher dass ich weiss wer ich bin wenn ich allein in einer Menschenmenge stehe und niemanden kenne. Ich bin mir sicher ich weiss wer ich bin, wenn ich allein am Rheinufer spaziere und die Bäume und der Himmel und der Fluss sind ganz die meinen. Ich bin allein mir sicher. Und dann kommst Du. Und ich bin ganz jemand anders. Ich werde warm innerlich und kalt an den Füssen, bekomme rote Backen und mein Herz schlägt.
und das Alleinsein wird zur Qual. Und ich vergesse wer ich bin. Ich löse mich auf und brauche Dein Wort um zu wissen wer ich bin. Brauche Deine Liebe um zu lieben, brauche Deine Schulter um halten zu können, brauche Dich um mich zu finden. Du bist der einzige, der das in mir auslöst. Ich brauche die Menschen um mich aber in der Begegnung mit ihnen werde ich definiert. In der Begegnung mit Dir definierst Du mich. Ohne Dich kann ich gut entscheiden, aber mit Dir kann ich mich nur für Dich entscheiden.
Am besten sitzte ich einfach still da wenn Du vorbeiläufst und bleibe allein, und warte.
Nun bin ich es aber auch nicht mehr.
Obwohl ich dann allein in mein Bett steige und allein einschlafe. Das hat durchaus Gutes. Niemand riecht es, wenn ich furze. Aber gern hätte ich Gesellschaft.
Ich bin mir so sicher dass ich weiss wer ich bin wenn ich allein in einer Menschenmenge stehe und niemanden kenne. Ich bin mir sicher ich weiss wer ich bin, wenn ich allein am Rheinufer spaziere und die Bäume und der Himmel und der Fluss sind ganz die meinen. Ich bin allein mir sicher. Und dann kommst Du. Und ich bin ganz jemand anders. Ich werde warm innerlich und kalt an den Füssen, bekomme rote Backen und mein Herz schlägt.
und das Alleinsein wird zur Qual. Und ich vergesse wer ich bin. Ich löse mich auf und brauche Dein Wort um zu wissen wer ich bin. Brauche Deine Liebe um zu lieben, brauche Deine Schulter um halten zu können, brauche Dich um mich zu finden. Du bist der einzige, der das in mir auslöst. Ich brauche die Menschen um mich aber in der Begegnung mit ihnen werde ich definiert. In der Begegnung mit Dir definierst Du mich. Ohne Dich kann ich gut entscheiden, aber mit Dir kann ich mich nur für Dich entscheiden.
Am besten sitzte ich einfach still da wenn Du vorbeiläufst und bleibe allein, und warte.
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