Wednesday, August 29, 2007

light-years

'somewhere out in the big starry sky my eyes are reflected as I look up to see you from where I am, and my eyes use the stars as a mirror, to find you and send you my love'.

"Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt; aber hie und da jemanden zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten". J.W.v. Goethe

Thursday, August 23, 2007


Gestern gingen wir in den Zirkus
Die Vorstellung die uns ind der Vorstellung überkam
erfüllte unsere Träume
Gestern träumte ich
vom Zirkus
Glitzernde Magie

Saturday, August 18, 2007

Reisen, wenn man es langsam tut, entfaltet erst seine ganze Wirkung, es wird schwer, es zerreist fast. Ankommen nach einem Flug ist etwas ganz anderes als nach einer Zug fahrt.
2000 Kilometer Ost West hat mich irgendwo auf der Strecke gelassen. Wenn ich 10 000 fliege komme ich immer ganz mit. Vielleicht haben die im Flugzeug einen Seelen einfang Mechanismus, der einen beisammen hält?
Bin mal gespannt, wann mein letzter Teil aus Rumänien, einem wunderlichen Land, wieder da ist.
Rumänien, ein dreckiges Land in den Städten, ein heisses Land im Sommer, ein unberührtes auf weiter Strecke, wo die Verkehrsmittel sich auf eine Pferdestärke vor einen Wagen gespannt beruhen. Die Menschen stark, warm, interessiert, freudig, vielseitig, zurückgeleht, vertrauensvoll, genau, direkt.
Ich will mehr entdecken!!

Friday, June 22, 2007

Oftmals in den letzten Tage frage ich mich, warum wir in die Schule gehen. Hat Bildung und Schule irgendetwas mit einander zu tun? Es scheint nicht zusammen zu passen, die Schule scheint ein Ort der Begegnung sein zu wollen, ein sozialer Ort, der im Moment als solcher nicht wahrgenommen wird, und so nicht seinen Rolle erfuellt. Das Lernen wiederum scheint in die Schule hineingepresst zu werden, obwohl es dort nicht hingehoert. Das Lernen scheint in Freiheit stattfinden zu wollen, ueberall, in der Situation, in der es als Loesung einer Fragstellung wirklich gebraucht wird. Das heisst, ueberall AUSSER in der Schule, wo es auf sich selbst reduziert wird und so seinen Sinn verliert. Koennten wir nicht viel besser separat von der Schule lernen und in die Schule gehen um uns zu begegnen und zu erleben?
Ich werde mir selten in der Schule bewusst, was ich dort tu. Ich bin viel zu beschaeftigt mit all den Dingen, die ich dort tun muss, mit den Lehrern, gegen die ich kaempfe, ist das die Rolle des Lehrers? Wird ein Lehrer ein Lehrer um als Feindbild darzustehen? Wuerde ein Lehrer nicht viel deutlicher seinen Zweck erfuellen, wenn er den Schuelern begegnen duerfte, mit ihnen Gespraeche fuehren duerfet, und es eine Bagegnungsbasis gaebe auf der sich Frageraeume oeffnen liessen?
...
Long way home...
Ich bin hier, jedoch sehnt es mich nach Hause, nach Europa, es ist wunderbar. Ein Zuhause zu haben, das wirklich Bedeutung hat auf dem man basiert, wo man sich wohlfuehlt. Es gibt nichts wichtigeres. Es gibt einem die Kraft aus Augen zu schauen, die sehen koennen, die aufnehmen koennen, die wachsam sind. So sehe ich Afrika am meisten mit dem Herzen, ich fuehle mich sicher und gut aufgehoben, weil ich so in mir stehe. Wir sind noch nicht im Township gewesen, haben bis jetzt nur meine Freundeswelt wiedergesehen, aber wir bekommen so viel Unterstuetzung, die Menschen hier sind so stark, so "ready to go", es ist echt eine tolle Gruppe, mit der wir hier arbeiten. Ich wuensche mir mehr und engere Zsammenarbeit mit den Menschen hier, fuer die Zukunft von Idem.
Grosse Fragen stehen im Moment in dieser Gemeinschaft hier. Was sind wir, Menschen mit dem Bewusstein um all die Moeglichkeiten, die wir im Leben haben, jedoch mit dem Umgang mit Materiellem, welches uns weniger wichtig ist als das Immaterielle? Die Moeglichkeiten in unserem Leben geben uns die Chance, obere Gesellschaftschicht zu sein, das Materielle laesst uns erscheinen als waeren wir untere Mittelschicht, immernoch besser dran als viele andere, aber nur so gut ausgestatten wie noetig...
Das, was ich Noetigkeits-Credo nenne, ist sehr stark in der Gruppe, mit der wir arbeiten, vertreten. Ich habe so viel, wie ich brauche. Wenn ich meinen Lebensstandard vergroessere, durch ein neues Auto, dann wird das schnell Spuren von Be- und Abnutzung aufweisen, denn ein chices Auto muss auch teuer repariert werden, und oftmals ist das dann doch nicht Prioritaet... schnell nutzt es sich wiederum auf meinen vorherigen Lebensstandard ab, wo es dann auch unterhalten werden kann.
Was ist Prioritaet? Gluecklich sein, Spiritualitate, Gesundheit, das sind Reichtuemer, die bald an Bedeutung gewinnen, wenn man beginnt nach mehr als materiellem Glueck zu suchen.
Was ist Noetig, damit ich arbeiten kann, essen kann, erleben kann? Oftmals sehr einfach... Ein Dach ueber dem Kopf, stimulierende Begegnungen, Gespraeche, Fragen, Antworten, Ehrlichkeit, Schoenheit, ruhige, einfache, friedliche Dinge.
Und all das kann ich erleben, wenn ich mir Zeit dafuer nehme es in dem kleinen Leben, dass ich schon habe, zu finden. Ploetzlich gebe ich kein Geld mehr aus fuer glaenzende Spielzeuge, ploetzlich nimmt eine Muschel vom Strand deren Platz ein und bedeutet mir mehr als das, was so bunt und laut daher kommt.
Das Leben wird einfacher und funktioniert effektiver, wenn ich Zeit habe fuer meine Gedanken, und nicht andauernd abgelenkt werde.

Tuesday, June 19, 2007


A little bit of Africa

Ich schreibe grad auf einem Laptop ohne Internet, einfach ein paar Zeilen, bevor ich mich in die virtuelle Welt einlogge, und sehen kann, ob mir jemand geschrieben hat…

Nun bin ich hier. Kapstadt glänz im Sonnenschein, mit blauem Himmel, es ist kalt, aber klar, manchmal weht der Wind, und dann kommt der Sturm wieder.
Ich bin hier, ganz schnell angekommen, sofort da gewesen.
Magda und ich wohnen bei der wunderbarsten Familie der Welt, meine Schwestern und Wahlfamilie, Caitlyn, Jess, Caitlyns Sohn Ethan, Penny, die Mutter…
Die schönsten und zugleich interessantesten Menschen, die ich je getroffen habe, ich bin immer wieder verwundert.
Jetzt grad sitze ich auf dem Bett und habe keine Socken an, und merke dass meine Füße langsam aber sicher kalt werden, obwohl draußen die Sonne die Welt wieder aufwärmt, nachts geht es bis zu 7 Grad runter. Das bedeutet Wollstrümpfe so weit wie möglich.
Heute Abend haben wir das erste Meeting mit mehr Leuten von hier, das wird genial.
Es steht sehr viel an, was die Workcamp-vorbereitung angeht.
Aber zwischendrin finde ich immer wieder Zeit, mir bewusst zu werden, wo ich bin, mir die Berg anzusehen, das Meer, den Wind, die Sonne, die Menschen, die mit mir die Straßen benutzen, die hier leben und hier arbeiten.


Ich bin hier!


Wednesday, June 06, 2007

This is how I feel tonight. I better go sleep on it all and find a solution tomorrow.

Sunday, May 27, 2007


Begegnung im Conect Cafe Basel

Diese Woche (22. bis 30. Mai) findet im unternehmen mitte die Kick.Off Veranstaltung des Connect Cafe statt.

In einem großen Raum, ausgetäfelt mit rohen Holzbrettern, an denen noch die Rinde und Astlöcher zusehen sind, mit rustikaler Inneneinrichtung, entsteht eine Atmosphäre zwischen Ferienort und Büro. Ein Sonnenschirm über den bereitgestellten Computern, die für jeden Besucher zugänglich sind, eine Gartenschaukel mitten im Raum, auf der es sich anbietet bewegte Gespräche zu führen, eine Infotheke mit einer Flut von Flyern, durch die man sich hindurchfragen und wo man sich beraten lassen kann.
Zur Straße hin große Fenster, immer wieder zeigen sich neugierige Gesichter, Nasen drücken sich an die Scheiben, wie an große Schaufenster. An einem langen Tisch aus rohem Fichtenholz sitzen mehrer Menschen über ihre Laptops gebeugt und Arbeiten. Dort entstehen Flyer, es wird recherchiert, geschrieben, konzipiert. An der Infotheke steht immer jemand bereit um Fragen zu beantworten. Abends werden Filme gezeigt und Projekte vorgestellt, heute zum Beispile der Film "Life out of Control", und später wird sich die Genius Initiative aus Deutschland vorstellen, die ein Projekt des Jugendbewegt e.V. ist, und mit dem Thema Genmanipulation arbeitet, das auch der Inhalt des Filmes ist.
Die Information, die sich im Connect Cafe sammelt und von dort aus an alle Interessenten weitergeleitet werden kann, hat alles mit Jugend, Auslandserfahrung, Sozialeinsätzen oder Globalisierung, Fragen an das Leben, an die Welt, Innovation zu tun.

Junge Menschen regen sich. Es herrscht Interesse für die Welt und viele junge Menschen wollen Erfarungen sammeln, andere Kulturen kennenlernen, sich betätigen, etwas Sinvolles tun, soziale Beiträge leisten. Im Connect Cafe kann man Information über zahlreiche lokale und internationale Programme und Angebote für genau diese Aktivitäten finden. Ob man nach Australien, Asien, Afrika will um Erfahrungen zu sammeln oder einfach in seiner Stadt etwas bewegen will, im Connect Cafe liegen etliche Informationen, die verschiedenste Organisationen und Projekte hier ausstellen. Connect Cafe ist ein Zentrum für all die einzelnen Informationen. Hier muß man nicht lange suchen um interessante Dinge zu finden. Ob es ein Europa Projekt oder ein Au-Pair in Südamerika ist, das Angebot ist weitreichend.

Das Connect Cafe ist ein Projekt, das in der Entwicklungsphase steckt und in den nächsten Monaten weiter wachsen wird. Geplant ist, dass es bald permanent offen ist. Ähnliche Projekte werden in dieser Zeit in São Paulo und Stokholm etwickelt, sind angedacht in Oslo und Tokio.

Das Connect Cafe ist ein Knotenpunkt menschlicher Netzwerke, die sich ansonsten am meisten auf Internetplattformen zeigen. Viele Projekte und Initiativen sind digital "vernetzt", jedoch kann ein solches Netzwerk nur lebendig und ganzheitlich erfolgreich sein, wenn diese Verbindungen auch zwischen den Menschen dieser Projekten oder Argenturen bestehen. Dies geht nur, wenn man sich begegnet. Die Gelegenheit für Begegnung bietet sich zum Beispiel auf den Sitzkissen oder selbstgezimmerten Holzbänken im Connect Cafe Basel.



Thursday, May 03, 2007


Der Unterschied von Schweizer Mitmenschen zu Ruhrpott Mitmenschen ist irgendwo immens, aber nicht unüberwindbar. Beide faszinieren mich!

Tuesday, February 13, 2007

Offenes IDEM Treffen Essen

Es ist schwer in Worte zu fassen.

Eric und ich kamen am Samstag an die Essener Waldorfschule, so gegen 13:00. Wir waren früh dran, also sind wir noch einen Kaffee trinken gegangen, in Essen Stadtwald, in einem Cafe wo man per Bildschirm vom Tisch aus bestellen konnte.

Um 14: 00: die ersten Leute kamen an. Es waren einmal Teilnehmer und Eltern, die sich trafen um mit Eric zu sprechen, wegen dem Tanzania Workcamp. Sie setzen sich zusammen und trafen sich in einem der Klassenräume, die wir benutzen durften.

Eric war also so weit beschäftigt.

Wir benutzen 3 Klassen und die Küche im Lehrerzimmer. Es kamen immer mehr Leute, eine Gruppe aus Dortmund, die mit Jule kamen, Julia S., Flo und die Yumendo Jungs, und so manche Einzelperson, die durch die Idem Tour von uns wussten, oder durch andere persönliche Kontakte. Ein paar Eltern waren da, wollten reinschnuppern, Petra ist gleich die ganze Zeit geblieben, ein Vater hat seinen Sohn vertreten, um genaueres zu Fragen, was das Südafrika Projekt angeht.

Die erste Runde begannen wir aus der natürlichen Entwicklung heraus. Bald sassen wir einfach alle in einem Kreis, denn das war das, was der Raum von sich aus bot...ich wusste nicht genau, wie anzufangen gut war (aus dem geplanten Impuls wurde nichts, der kam später von selbst), so habe ich einfach hallo gesagt, und von allem Idem Menschen des Deutschland/Schweiz Büros erzählt, und warum sie nicht hier sein konnten. (Ganz liebe Grüsse von allen, das hörte man im Laufe der Zeit immer wieder!) und wir begannen eine kleine Vorstellungsrunde.

Viele der Anwesenden waren wirklich dort, weil sie Fragen hatten, bzw. irgendwo nicht zufrieden waren, in ihrem Dasein, und dies reflektieren wollten. Es waren fast alles Schüler, und dadurch kam viel Abi-stress zum Vorschein, auch schon bei 10. Klässlern. Die Yumendos waren da ein Aufrührungspunkt, die immer wieder sagten, Schule abschaffen, Abi ist nix, etc...

Flo hat mit uns ein Spiel gemacht, ich hatte ihn darum gebeten, eins zum Namen lernen und aufwärmen, das war schön. Es hat uns auch zum Lachen gebracht, etwas, was das ganze Treffen erhalten blieb.

Danach, es hatten uns noch ein paar Leute gefunden, haben ich dargestellt, was ich mit Open Space meinte, weniger wirklich die Methode, als die Art und Weise miteinander umzugehen... Es war ziemlich schnell klar, und wir sammelten Themen. Es hatte sich schon vor der Anfangsrunde stark gezeigt, wo das Gespräch hingehen würde, einmal musste Jule dringend über Fundraising sprechen, und Julia S. war stark mit ihrem Thema Generationstreffen beschäftigt und präsent, also gingen nach einer Runde Kaffee 2 Gesprächsrunden los, mit dem Vorausblick auf noch 2 vor dem Abendbrot, die dann aber nicht zustande kamen, weil sich zum einen Alex dagegen entschied, seine zu beginnen, und die andere auch nicht begann, weil die ersten noch unterwegs waren. Das war bis zum Abend essen.

In der ersten klein Gruppe (wir waren insgesamt 22 Leute, und waren fast genau halbiert) an der ich teilnahm, Fundraising mit den Südafrika Leuten, stellten sich schnell die einzelnen Teile der Gruppe heraus, ein Matthias, der einfach gerne und viel redet, auch weniger reales und konkretes, aber der trotzdem immer wieder wahnsinnig viel Feuer in eine Unterhaltung wirft, nicht nur gutwilliges, auch kontroverses...Alle sind dem Thema wohlgesonnen, auch die, die nicht selbst mitfahren. Bis ich mich zum kochen aufmache, entsteht einfach eine Sammlung, was man noch machen kann, zum Gelder finden, für das Workcamp in Hermanus, bzw. alle 3 Workcamps in Südafrika.

Es soll als ein großes Projekt laufen, diese 3 Workcamps, das wird schnell klar. Auch wird schnell klar, dass konkret über 3 Workcamps gesprochen werden muss hier, denn es sind mindestens 2 Menschen da, die wir als „Overflow" bezeichnet haben, und die müssen das Gefühl bekommen, dass sie auch ein Projekt haben, wo sie reinpassen.

Das Abendessen steht an, es kommen natürlichster Weise Helfer mit mir in die Küche, es gibt Kürbissuppe und Brot. Ich habe das Gefühl ich kann die Gruppe einfach sich selbst überlassen, Eric ist nun auch wieder da, er war die meiste Zeit beschäftigt, den Tanzania Eltern die Herzen weich für Afrika zu machen. Jedoch merken wir nicht, dass er fehlt, er scheint einfach da zu sein, und wir wissen was er macht, also ist es grad so, als ob er wirklich im Raum wäre.

Die Gruppen lösten sich auf als der Hunger zu groß und der Gesprächsstoff ausgeschöpft war, jedoch bewies sich meine anfängliche Angst, es würde die Spannung, und so die Qualität des Zusammentreffens geschwächt, wenn es nicht „weiterginge", ins Gegenteile gekehrt. Schon bald wurde mir klar, dass die eine ganz besondere Gruppe, mit ganz besonderen Verbindungen war. Viele kannten sich schon, und alle anderen wurden sofort aufgenommen. Eric sagte zu mir, die meisten Dinge passieren in den Pausen, und das klang immer wieder in mir. Es ergaben sich sofort immer wieder Tätigkeiten, es wurde dafür gesorgt, dass der Raum schön wurde (Großen Dank an Flo), es entstand ein Essensraum, der dann wieder zum Gesprächsraum wurde, bzw. diese immer blieb. Wo auch immer man hinsah, es wurde sich getroffen, in kleinen und großen Gruppen. Es kamen viele auf mich zu, um mir ihre Ängste zu erzählen, da war z.B. Sarah-Mae, die so gerne mit nach Südafrika will, aber da auch so viel Angst vor hat. Sie ging sehr, sehr offen damit um, und fragte einfach immer wieder nach, was denn das bedeutete, wie denn dieses wäre, und irgendwann hörte ich sie zu Maria sagen, dass es sich grad schon viel weniger schlimm anfühlen würde.

Nach dem Abendbrot ging die Runde weiter, es ergaben sich ein Abendprogramm und mehrere Gespräche im Zwischendurch. Der captura Film wurde gezeigt, und besprochen, und einzelne gingen auf Anna zu, die ihre Frage noch vor dem Abendessen dargestellt hatte: Der Tod, und wie gehen wir mit ihm um. Das Thema ihrer Jahresarbeit. Eric und sie verschwanden wahrscheinlich für 2 Stunden in einem Einzelgespräch. Auf die Frage, wo denn Eric sei, gab es wieder die Antwort, er führe ein Gespräch dort, im anderen Raum, und alle trugen es mit.

Inzwischen war es schon ganz schön spät, also gingen wir schlafen, und andere schauten ncoh einen Film, und redeten noch weiter (eine Gruppe, mit den capturisten und Yumendos und anderen, sprach lange und lustig, jedoch auch ausführlich über Geld, als Vorbereitung zum nächsten Zeitungstreffen.)

Sonntag früh, wir standen um 8 auf, es gab Frühstück um 9, richtiges Sonntagsfrühstück, mit Rührei und Müsli und so.

Gegen 11 begannen wir die Runde. Simon bot sich an mit uns ein Lied zu singen, ein Kroatisches Liebeslied. Danach war die Stimmung im Raum fast festlich. Ich begann die Runde, und versuchte deutlich zu machen, dass das, was hier lebt, und die, die hier sitzen, das sind, was ich das Idem Netzwerk nennen würde. Es war in allen ein besonderes Licht, dass da aufgeleuchtet hat, als ich das sagte.

Dann begann ein Gespräch, von Flo initiiert, zum Thema „Was geht?", oder in was für einer Welt leben wir. Da zeigte sich wieder dass das Lebensthema der meisten hier einfach die Schule ist, also schlängelte sich das Gespräch daran entlang. Es wurde deutlich, wie sehr die Schüler das Abi nicht verstehen, jedoch trotzdem machen, wie manche es einfach haben, es ihnen zufällt, und andere darum förmlich zittern. Manche sprachen von einem Strom, der ihnen einfach entgegenkommt, auf dem sie sich treiben lassen, andere konnten diesen nicht empfinden, jedoch glaubten sie trotzdem, er sei da. Spannend war, dass da ein allgemeinen Bild von Zukunft, die auf uns zukommt, war, die wir nur nicht unbedingt sehen können. (Flo's Vorschlag am Vortag war es, sich vorzustellen dass wir ja eigentlich rückwärts der Zukunft entgegen gehen, und in unsere Vergangenheit sehen können, das lebte stark in diesem Moment.)

Das Gespräch entwickelte sich in eine Runde, wo jeder sagte was ihn grade bewegt, wo er grade steht, und was die Zukunftspläne sind. Manche sagten da grad ganz stark Schule, Schule, Abi, aber manche schauten eher auf das, was dazwischen liegt, außerhalb dessen passiert, z. B. natürlich Workcamps, Projektziele, Gedanken, und mehr.

Nach der Runde war eine Kaffe und Streckpause angebracht, die sich aber schnell einfach in kleine Gruppengespräche entwickelte, so also noch mal Erics Aussage bestätigte „das meiste passiert in den Pausen". Ich glaube, wir haben genau richtig viele Pausen gehabt, schön viele, denn es ist viel passiert.

Es gab Mittagessen, dazwischen noch mehr Gespräche, und nach dem Mittagessen setzte eine Müdigkeit ein, es war ruhig, Musik wurde gehört, und weiterhin, wenn man sich im Raum umsah, gab es niemanden, der nicht ein angeregtes, tiefverbundenes Gespräch führte. Da spielte Eric Gitarre, und es saßen die, die nicht mehr reden konnten um ihn herum, und hörten einfach zu, und andere genossen die Hintergrundmusik beim Rauchen, träumen, diskutieren.

In diesen Momenten verflog die Zeit so schnell, dass wir bald feststellten, es war zeit für einen Abschluss. Jedoch waren noch ein paar Themen übrig geblieben.

Kurz schnitten wir all die Projekte an, die Raum waren, Yumendo, Unternehmen-Anfang, captura (aber das wurde ja schon im Film dargestellt), projekt.tagung (Dörthe aus Mühlheim war da!!), projekt.zeitung, Walk-your-Talk, und Connect bzw. die Goetheanums-events des Jahres, Sommertagung, sowie Ursache Zukunft, und den Wettbewerb.

Dann schlossen wir ab, in dem wir sagen durften, was wir mitnehmen von diesem Treffen, was uns gefallen hat, was für ein Gefühl wir generell hatten, über das Treffen.

Ich stellte an den Anfang meinen Dank, dass alle gekommen waren, meine Freude, hier sein zu dürfen, und die Frage, sollen wir das öfter machen, woraus ich ein einstimmiges, deutliches JA bekam.

Besonders eindrücklich waren für mich die Aussagen, dass es schön war kein deutliches Ziel oder Ergebnis anstreben zu müssen, dieses Wochenende, sondern einfach nur da sein zu dürfen. Es klang auch sehr stark an, dass wir so viele Pausen und Gesprächsmöglichkeiten hatten, und ich hörte immer wieder was auch ich erlebt hatte, dass keiner sich je verloren gefühlt hatte, auch wenn kein direktes Programm anstand.

Claudio, der erst am Sonntag zwischen drin, im Gespräch ankam, war super aufgeregt, und inspiriert, und hat ganz viel Zuversicht mitgenommen, dass er auf jeden Fall mit nach Südafrika kommt, ich musste ihn schon fragen, ob er mit dem Flugbuchen noch eine Woche wartet, bis zum Vorbereitungstreffen in Dortmund...

Sarah-Mae hat Mut geschöpft. Olga Kraft. Simon hat dabei geholfen, das ganze etwas anzuschieben, er war der Meinung es ginge zu langsam, und fing immer direkt an zu reden, in den Momenten, wo eine Stille entstehen hätte können. Matthias war ähnlich, jedoch war es so gesund für den Ablauf von allem. Marcel, der erst knapp 16 geworden hier der Jüngste war, stellte sich als ein ganz schön weiser Mensch heraus.

Zum Ende hin ging es nun noch um das Aufräumen, was schnell getan war. Es wurde sich verabschiedet, als ob wir uns länger als ein-ein-halb Tage getroffen hätten, es fühlte sich wirklich an, wie eine kleine Tagung. (Was es von manchen auch unbewusst genannt wurde...).

Nun musste Eric noch „schnell" ein Gespräch mit einer Mutter führen, die Angst um ihre Tochter hat, die mit nach Südafrika will. Und natürlich hat er sie mit seinem Charme eingewickelt!

Sunday, February 04, 2007

Argentum Mereor

deserve:
emerio: to obtain by service, earn completely, deserve well.
mereo: deserve, gain, obtain, serve as a soldier.
mereor: deserve, earn, be entitled to, merit.
promereo: to deserve, merit
promereor: to deserve, merit

earn
emerio: to obtain by service, earn completely, deserve well.
mereo: deserve, gain, obtain, serve as a soldier.
mereor: deserve, earn, be entitled to, merit.

gain
acquiro: to acquire, gain, get, obtain.
expugno: to capture, overcome, subdue, take by storm, gain.
interdico: to forbid, prohibit, outlaw, gain an injunction.
lucror: to gain, profit, win.
lucrum: gain, profit.
mereo: deserve, gain, obtain, serve as a soldier.
percipio: to gain, learn, perceive, understand.
percepi: to gain, learn, perceive, understand.
perceptum: to gain, learn, perceive, understand.
praeda: plunder, booty, spoils of war, loot, gain, prey.
preda: plunder, booty, spoils of war, loot, gain, prey.
quaestuosus: profitable, fond of gain, rich.
questuosus: profitable, fond of gain, rich.

money
arca: chest, box, money box, coffin, cell.
archa: chest, box, money box, coffin, cell.
argentum: silver, money.
armarium: cupboard, chest, safe (for food, clothing, money).
decoctor: a spendthrift, bankrupt, a fool parted from his money
lacero: to tear to pieces, mangle; squander money; slander someone.
peculium: a bit of money, a small property
pecunia: money.

work
evigilo: to awaken; be alert, be watchful; [ trans. ] work hard at.
exerceo: to train, cultivate, keep at work, exercise, practice.
facesso: to work zealously, do, accomplish.
factum: deed, accomplishment, work, act, achievement.
insinuo: to insinuate, work one ' s way in, intimate.
labor: hardship, fatigue, distress.
laboris: labor, work, toil
laboro: (intrans.) to work, toil, suffer, be afflicted, be troubled.
occurro: to occur; run to meet, attack; oppose, work against
opera: work, pains, labor.
operor: to work, labor, toil, take pains.
opus: work, labor, work done, completed work, building
operis: work, labor, work done, completed work, building
opusculus: a little or small work, a small book
recolo: reflect upon, consider, recall.
vaco: to be free from work, of a master, of property.

http://argentummereor.blogspot.com/

Monday, December 04, 2006

THE INVITATION

It doesn't interest me what you do for a living.
I want to know what you ache for
and if you dare to dream
of meeting your heart's longing.

It doesn't interest me how old you are.
I want to know if you will risk
looking like a fool for love,
for your dream,
for the adventure of being alive.

It doesn't interest me what planets are
squaring your moon...
I want to know if you have touched
the center of your own sorrow
If you have been opened by life's
betrayals
or have become shriveled and closed
from fear of further pain.

I want to know if you can sit with pain
mine or your own
without moving to hide it
or fade it
or fix it.

I want to know if you can be with joy
mine or your own
if you can dance with wildness
and let the ectasy fill you to the
tips of your fingers and toes
without cautioning us to
be careful
be realistic
to remember the limitations of
being human.

It doesn't interest me if the story you
are telling me is true.
I want to know if you can disappoint
another
to be true to yourself.
If you can bear the accusation of
betrayal
and not betray your own soul.
If you can be faithless
and therefore trustworthy.

I want to know if you can see beauty
even when it is not pretty every day.
And if you can source your own life
from its presence.

I want to know if you can live with failure
yours or mine,
and still stand on the edge of the lake
and shout to the silver of the full moon,
"Yes!"

It doesn't interest me
to know where you live or how much
money you have.
I want to know if you can get up
after the night of grief and despair
weary and bruised to the bone
and do what needs to be done
to feed the children.

It doesn't interest me who you know
or how you came to be here.
I want to know if you will stand
in the center of the fire
with me
and not shrink back.

It doesn't interest me where or what
or with whom
you have studied.
I want to know what sustains you
from the inside
when all else falls away.

I want to know if you can be alone
with yourself
and if you truly like the company
you keep
in the empty moments.
ORIAH MOUNTAIN DREAMER

Monday, October 30, 2006

...Bald sollte ich jene Blume besser kennnelernen. Es hatte auf dem Planeten des kleinen Prinzen immer schon Blumen gegeben, sehr einfache, aus einem einzigen Kranz von Blütenblättern geformt; sie spielten keine große Rolle und störten niemanden. Sie leuchteten eines Morgens im Grase auf und erloschen am Abend. Aber jene eine hatte eines Tages Wurzel geschlagen, aus einem Samen, weiß Gott woher, und der kleine Prinz hatte diesen Sproß, der den anderen Sprößlingen nicht glich, sehr genau überwacht. Das konnte eine neue Art Affenbrotbaum sein...

Aus dem kleinen Prinzen, der mir beim meditieren über den meinen über den Weg lief... Aber es geht noch weiter...nachdem die Blume dann aus ihrer Knospenhülle hervorgekommen ist...

Da konnte der kleine Prinz seine Bewunderung nicht mehr verhalten:
"Wie schön Sie sind!"
"Nicht war?" antwortete sanft die Blume. "Und ich bin zugleich mit der Sonne geboren..."
Der kleine Prinz errieht wohl, daß sie nicht allzu bescheiden war, aber sie war so rührend!

...

So hatte sie ihn sehr bald schon mit ihrer etwas scheuen Eitelkeit gequält. Eines Tages zum Beispiel, als sie von ihren vier Dornen sprach, hatte sie zum kleinen Prinzen gesagt:
" Sie sollen nur kommen, die Tiger, mit ihren Krallen!"
"Es gibt keine Tiger auf meinem Planeten", hatte der kleine Prinz eingewendet, "und die Tiger fressen auch kein Gras."
" Ich bin kein Gras", hatte die Blume sanft geantwortet.

Wahrhaftig!

So hatte der kleine Prinz trotz seiner aufrichtigen Liebe rasch an ihr zu zweifeln begonnen, ihre belanglosen Worte bitter ernst genommen und war sehr unglücklich geworden.
"Ich hätte nicht auf sie hören sollen", gestand er mir eines Tages. "Man darf Blumen nicht zuhören, man muß sie anschauen und einatmen...
...Diese Geschichte mit den Krallen, die mich so gereizt hat, hätte mich besser rühren sollen."
Er vertraute mir noch an:
" Ich habe das damals nicht verstehen können! Ich hätte sie nach ihrem Tun und nicht nach ihren Worten beurteilen sollen. Sie duftete und glühte für mich. Ich hätte niemals fliehen sollen! Ich hätte hinter all den armseligen Schlichen ihre Zährtlichkeit erraten sollen. Die Blumen sind so wiederspruchsvoll! Aber ich war zu jung, um sie lieben zu können."

Oh kleiner Prinz!

Friday, October 27, 2006


Let the sunshine in...
About Responsibility and Organic Bread

Well, after about two hours of trying to log into my own blog I FINALLY got in...God, I wish I was writing in German, I could call myself the infamous word with A, oh, it also exists in English: Amateur!!!

Today is a seriously good day. It has been a seriously good week.

I am clearly at home on my own two feet, I am walking my talk, and it rocks.

Today one of my most favourite people said to me: It rocks to rock!! No, he is not a rock'n'roll musician, he works in the social field. Just as I do. I would say he is one of my teachers, no, mentors, and a great source of inspiration.
And he is damn right! It is most inspiring to rock the world. To know, that the work I am doing, we are doing, is going to leave a mark, is changing things all the time, its wonderful!!!

The word responsibility becomes joyous once it is taken on, and the burden of the first step minimizes.
Look at my brother...He used to be so depressed, I think inside he carried the heaviest burden, lethargy, knowing that there is a whole lot to do in the world, but that he is not at all doing it, which depresses, and takes away all force of Initiative for the first step.
Then, by following what he loves doin: Being a Baker, in an Organic Bakery, he began walking in the direction that brought him directly to lightness in his life. He now IS doing something awesome, he makes bread for about 600 households every night, ORGANIC bread. I think its awesome, he is spreading happiness, he is carrying responsibility, and its not a heavy burden, no way, its light, its wonderful!!
His personality has changed to the opposite. He comes by now and brings us rolls, he smiles, he is happy! He has found his task in life, he has begun to fulfill his destiny. And he is serving the world with the most healthy and responsible, as well as sustainable matter...he is providing us with the stuff we need for living. Bread.
I love you, Alex!

All in all I am so lucky regarding my friends and family. All these wonderful people around me, I slide from one awesome experience into the next, conversations, thought processes, we really are the generation we have been waiting for... I get the opportunity to pass on what I am being given, all this love, all these experiences...It s just wonderful.

With a big smile on my face I will jump onto my bicycle now and ride home, but only once I have printed the letter, that will hopefully provide me with funds to live on until the spring...My very own fundraising letter.

Good Night!

Sunday, September 24, 2006

Das Chamäleon
Wie sieht das Innenleben eines Chamäleons aus?
Ich habe noch keines getroffen, dass mir diese Frage beantworten könnte. Jedoch habe ich Menschen gesehen, denen die Bezeichnung Chamäleon wie ein wohl geschneiderter Anzug passen könnte.

Ein Mensch, der, egal wo er hin geht, sich dort zu Hause fühlt. Ein Mensch, der, wo auch immer er ist, irgendwie merkt, er gehört auch dorthin. Ein Mensch, der mit allen Lebenssituationen zurecht kommt, irgendwie. Ein Mensch, der die Mentalitäten, denen er begegnet, schnell akzeptiert, der in seiner Sprache Akzente schell an nimmt, der sich generell schnell anpasst. Das ist ein Chamäleon Mensch.

Ein solcher kann extrem verloren sein und gleichzeitig ganz in sich aufgehoben. Wenn er aber nicht ausgeglichen und stark ist, in sich, dieser Mensch, dann mag es oft so sein, dass er sich schwächt, durch sein Anpassen, dass er unter seinem ständigen Farbwechsel leidet und es nicht früh genug bemerkt.
Flexibilität ist wichtig, sie kann aber auch zur Abhängigkeit werden, wenn der Chamäleon-Mensch nicht mehr anders kann als immer wieder zu wechseln.
Bringt ein Chamäleon jemals etwas zu Ende? Oder rennt das Chamäleon immer mal gerne vor schwierigen Situationen davon, passt sich lieber einer neuen Umgebung an, als die Tiefen der alten zu ergründen?

Es wäre schön, ein Chamäleon zu treffen, das mir dies beantworten könnte.
Es kann sein, dass das Chamäleon gar kein Innenleben hat. Es besteht dann nur aus dem, was es von Außen prägt, es besteht ganz und gar aus den vielen Farben, an die es sich anpasst.
Das geht eine Weile gut so, aber dann merkt doch auch das Chamäleon, dass es sein eigenes braucht, oder? Dass es sich selbst gar nicht sehen kann, vor lauter Farben und vor allem, dass diejenigen, deren Farben es (meistens liebend) annimmt, es auch nicht sehen! Das diese sich dann ihrer Farben beraubt fühlen, ist fast voraussehbar, denn das Chamäleon beginnt, sich damit zu zeigen, und wird dafür gelobt.

Das Chamäleon gibt selber nie. Es hat ja nichts zu geben, wenn es nur aus Farben besteht, die es an nimmt. Oder kann es vielleicht die Farben des einen an den anderen weitergeben, als wären es seine eigenen? Das wäre ja ganz schön gewitzt. So könnte das Chamäleon so tun, als ob es eigene Farben hätte. Oder sogar selber daran glauben... Gefährlich! Aber gehen wir davon aus, dass wir einem sehr selbst kritischen und ehrlichen Chamäleon begegnen, dieses würde vielleicht einfach nie eine Farbe geben. Es würde für immer eine Hilfe sein für andere, die geben wollen. Es würde das nehmen, was ihm angeboten würde, denn es hätte ja keine andere Wahl. So würde es ein Stück weit zu einem Abstellplatz für Versuchsfarben und vielleicht auch für alte, ungewollte Farben.

Sieht so das (Innen)Leben eines Chamäleons aus?

Bald muss das Chamäleon doch merken, wie sehr es immer mitgezogen wird, im Strom der Farbengeber um es herum, anstatt auch mal die Richtung anzugeben, anstatt auch mal ein Geber zu sein, ein Fels, um den es herum strömt. Seiner Seele muss es weh tun, immer nur geprägt zu werden, sein Selbstbewusstsein gibt es wahrscheinlich gar nicht, sondern an seiner Stelle eine Menge von Resonanz, die es von Außen bekam.

Wie durch ein Bilderbuch oder Fotoalbum kann das Chamäleon dann durch die Resonanzen in sich hindurchblättern und sich aussuchen was es glaubt zu sein und was auch nicht. Jedoch merkt es bestimmt bald, dass es selbst den anderen gar nichts bedeutet. Warum das? Weil es sich selbst nichts bedeutet. Es hat selbst keine einzige Farbe dazu getan. Lohnt es sich, so zu leben? Kann man so überhaupt jemand sein? Wenn ein Chamäleon gefragt wird, „wer bist du?“, was antwortet es dann?

„ Ich bin was du bist, ich bin ein Chamäleon“.

Interessant, dass wir in unserer Welt einen Namen für etwas haben, was nichts ist. Es ist etwa so, wie ein Spiegelbild zu fragen: „Wer bist du“, nur dass ein Chamäleon von selbst irgendwo herum laufen kann, so vor sich hin leben kann, ohne jemals etwas eigenes zu sein.

Ist ein Chamäleon ein Spiegelbild, das aus der Welt der Spiegelbilder in die unsere umgezogen ist, und hier unwahrscheinlich verloren ist?

Wie schön wäre es, ein Chamäleon zu fragen, was es dazu denkt. Aber, würde es antworten?

Vielleicht, ganz vielleicht, ist das Chamäleon auch ganz, ganz anders. Stellen wir uns einmal vor, von einem Chamäleon gefragt zu werden: „Was ist Identität?? Wer bist denn du?“. Und wenn wir dann - nach einigem Stottern, Nachdenken, Hin- und her Laufen und Kopfnicken, sagen was wir denken, wer wir sind und was Identität ist - das Chamäleon langsam den Kopf schüttelt und etwas sagt, was wir vielleicht nicht sehen wollen, nämlich: „Du bist auch nur was ich bin, ein Chamäleon.“ Ja, was dann?