Heute bei gutem Wetter und gutem Gespräch bei gutem Caffé suchte ich ein Wort.
Einen zärtlichen Ausdruck. Ein weiches etwas, aber nicht nur in der Beschreibung sondern ganz individuell in der Form des Substantives. Aber ich fand es nicht. Es schien nicht zu existieren. Nur, wie soll ich denn beschreiben wovon gesprochen wurde, ohne das benötigte Wort? Es ging um die werdende Geschichte der Verbindung zwischen zwei Schwestern. Der Zerrüttung aus Entfremdung und der nötigen Vergebung, da die Herzen sich trotz aller Zerwürfnisse mit Interesse, mit Wärme, mit Hoffnung und mit … dem benötigten Ausdruck zugeneigt sind.
Die Schritte wieder zu einander hin sind Schritte der Vergebung. Die Strasse ist gepflastert mit den Steinen der Vergangenheit und dem Sand der Schicksalsverbundenheit. Die Risse, die hin und wieder entstehen, kommen vom Regen, der wie Tränen fällt, auf Gewesenes, Verdrängtes und Vergessenes. Jeder Tropfen eine heisse Säure der Kindheitsüberbleibsel. Wie viele solche Regenwolken müssen sie entleeren, bevor die alte Kindheit und die neue Fremdheit überwunden sind? Bevor der gesuchte Begriff einsetzt und sie sich mit neuen Aufgaben und stärkender Ermutigung auf den jeweiligen Weg senden können, wissend, dass die eine unweigerlich bei der anderen ist, wo auch immer sie jeweils hingehen mögen. Wie viele Rollen müssen getauscht, wie viele Identitäten ausprobiert werden, bis die eine die andere akzeptiert und sich eine zärtliche Liebesfülle zwischen ihnen entfaltet?
Liebesfülle. Es gibt sie auch als Substantiv! Nur mit Hilfe meiner eigenen Schwester konnte dies sein. Ich sehe einen Anfang...
Tuesday, April 05, 2011
Thursday, March 31, 2011
Kann man ein neues Leben anfangen?
Seit etwas mehr als einer Woche lebe ich in Schweden. Nach mehreren Monaten Übergangszeit, geprägt vom Hinundherfahren zwischen der Heimat und der neuen Heimat, vom Loslösen, Verabschieden, Zweifeln, voller Vorfreude und Neugierde bin ich nun wirklich hier. Warum eigentlich? Das ist die Frage, die mir am meisten gestellt wird. Von den Freunden in der Heimat und von den neuen Freunden hier in Schweden.
Gibt es einen guten Grund etwas zu tun? Ich suche ihn noch. Vorallem versuche ich, keinen äusserlichen Grund vorzuschieben um mir mein Leben zu erklären. Es ist nicht das Abenteuer, dass ich suche. Es ist nicht das Landleben, das mich hierher zieht. (Obwohl beide auch interessant sind). Nichts von dem, was sich auf den ersten Blick nennen lässt, macht den wirklichen Grund aus. Oder muss ich zugeben, dass alle diese kleinen Details, der Sternenhimmel, der Horizont, die Sprache, die Äusserlichkeiten des schwedischen Modebewusstseins, die Häuser, die typischen Zimtschnecken und andere Gebäcke, die Tatsache, dass es einen König und eine Königin gibt, die Hauptstadt auf den 14 Inseln - dass all' diese Kleinigkeiten einen bunten Blumenstrauss von Faszination ergeben, der mich hierher gelockt hat? Vielleicht.
Oder es ist einfach dieses Gefühl, welches mich antreibt Dinge zu tun. Ein Wunsch, eine Intuition, eine Faszination. Dann gepaart mit Innovation. Eigenwille. Und das Phänomen, dass sich, wo auch immer ich hingehe, Möglichkeiten eröffnen, dass sie meinen Namen rufen und ich potentiell eine Aufgabe haben könnte.
Die Suche nach einer Aufgabe. Ich glaube das ist der Grund, der mir unter die Haut fährt. Eine Tätigkeit, die mir erlaubt, mich selbst zu erfüllen, für andere. Im Dienste meines Schicksals und der Welt. Dahin geht meine Suche, die mich nach Schweden geführt hat. Ein Umweg, um zu finden, was ich suche. Um zu fühlen, in welche Richtung es weitergehen soll. Um Gedanken, die ich seit Jahren übe, umzusetzen. Um mir klar zu werden. Ich mir.
Man kann kein neues Leben anfangen. Es gibt nur eines, welches immer weiter geht. Der rote Faden spinnt sich durch alles und webt sich aus der Zukunft immer weiter. Ich bin in Schweden und lebe genau das Leben, welches ich seit 26 Jahren unternehme. Die geografischen Gegebenheiten sind andere. Was früher Deutschland, Südafrika der Schweiz hiess, ist jetzt für einige Zeit Schweden.
Die Eindrücke sind neu. Und ich fülle mein Repertoire an Lebenserfahrungen weiter auf. Eine Sammlung von Orten, Begegnungen und Aktivitäten, mit viel Platz für das, was noch kommen will. Ich bin in einem neuen Kapitel meines Lebensbuches angekommen und bin gespannt, was sich in diesem Teil niederschreibt. Es hat bestimmt, mindestens zwischen den Zeilen, die Nuance des Sonnenlichtes auf dem schwedischen Land, das Geräusch der Wellen, wenn sie an den Strand spülen, der Vögel und des Windes, wie er durch die abgerundete, romantische Landschaft von runden Felsen und Mischwald streicht, und den leichten Duft von Blaubeeren und Moos...
Sunday, March 06, 2011
Zwischen Frühjahr und Winter.
Basel, spät nachts, zwischen Frühjahr und Winter.
Das Leben und der Tod.
Vor einer Woche und einem Tag ist ein Freund verstorben. Sehr plötzlich ging sein Leben zuende und hinterliess viele Freunde, die sich nun fragen, wie sie mit der Tatsache umgehen wollen und können, dass das Leben einfach vorbei gehen kann ohne wenn und aber. Meistens ist das so, wenn der Tod einsetzt. Ohne Wenn und Aber.
Was fühle ich, als ich den Freund verliere? Zuerst Unglaube. Wie? Kann das überhaupt wahr sein? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dazu reicht meine Phantasie nicht aus. Aber wenn ich mir den Tod nicht vorstellen kann, wie kann ich mir dann das Leben überhaupt erklären? Wenn ich glaube, dass es Leben gibt muss ich doch auch Raum geben für den Gedanken, dass es den Tod gibt. Genau so. Wenn man leben kann, kann man auch tot sein. Aber das Sein geht vom Tod nicht weg. Das Sein geht durch Leben und Tod.
Die Frage nach dem Tod stellt sich gleichzeitig mit der Frage nach dem Lebendigsein. Leben. Ich denke ich lebe. Ich atme, mein Körper ist aktiv. Es pulsiert in meinen Adern. Es erlebt sich in meinem Körper Sinnhaftes. Die Sinne erleben sich. Ich erlebe sie.
Heisst Sterben, den Körper zurück geben an die stoffliche Welt, die ihn uns gegeben hat? Und was ist dann mit den Erlebnissen, werden die irgendwo weiter erlebt? Die Erinnerungen weiter erinnert? Irgendetwas in mir sagt mir, dass die Erinnerungen, und unsere gesamte Vergangenheit nur wahr ist, wenn sie nach unserem Tod weiterhin wahr ist. Dass sie also nicht einfach zuende geht, wenn ich zuende gehe, körperlich. So wird der Tod zu einer rein stofflichen Angelegenheit. Weniger beängstigend, oder? Und einfacher zu verstehen.
Und das Leben?
(Er)lebt mein Leben sich nur, wenn es einen Körper hat, in den es hineinfliessen kann? Woher kommt mein Leben und wohin geht es nach meinem Tod? Wo ist das Archiv? Oder die Quelle, aus der ich entspringe? Wo ist Anfang und Ende?
Der Freund, der so plötzlich aus dieser stofflichen Welt schied, wo ist er jetzt? In meiner Erinnerung noch sehr präsent. In meiner täglichen Arbeit weiterhin wichtig. Er existiert doch. Er ist nicht weg. Er war ja auch vorher nicht weg, wenn er den Raum verliess. Gehen wir überhaupt weg, wenn wir sterben? Wie weit weg eigentlich?
Das stoffliche Sein ist eine Art von Erinnerung an das, was wir sind. Durch unseren Körper verpräsentieren wir uns immer wieder. Wir sagen dem Rest der stofflichen Welt: guck mal, ich bin da! Wir sagen den Sinnen: erlebt mich, ich bin da! Den körperlichen Sinnen. Den geistigen Sinnen müssen wir keinen Körper präsentieren, sie erleben uns auf anderen, nicht stofflichen Ebenen. Aber irgendwie hängen geistige und materielle Ebenen ganz eng zusammen. Denn wie würde ich denn herausfinden, dass Du existierst, wenn nicht meine körperlichen Sinne Dich entdecken und erkennen würden? Dann begegnen wir uns und unsere geistigen Sinne können uns erleben. Oder kennen diese sich eigentlich von vorher? In welchem Zusammenhang stehen die Sinne miteinander und zwischen den Welten der Materie und des Geistes?
Die Frage nach dem Tod wirft somit die Frage nach dem Leben neu auf. Als der Freund so plötzlich geht wird mir klar, dass ich es schön fänd', noch ein wenig länger zu bleiben. Etwas mehr als ein wenig. Und mir wird auch deutlich, dass ich an einer Weiche in meinem Leben stehe. Es geht nun von vorne los. Etwas ist abgeschlossen. Etwas in meinem Wesen bewegt sich, dass vorher noch im tiefen Schlummern lag. Etwas wird wach, auf das ich lange gewartet habe. Ich? Etwas mehr ich. Eine Erinnerung an das, was ich werden will. Endlich hat sie meine körperliche und lebendige - im Erdensinne - Form erreicht.
Eine Schneedecke mit vielen Spuren der vergangenen Jahre, die alle eine Bedeutung haben, beginnt zu schmilzen. Was darunter liegt, ist noch unsichtbar, aber trotz dessen weiss ich sicher, dass dort etwas liegt. Die Spuren der Bedeutung auf der Schneedecke schmelzen dahin und sickern mit dem Tauwasser in meinen Boden. Meine Erlebnisse bis jetzt sind ich geworden. Nun werde Ich wach und kann mit ihnen tun, wozu ich hier bin, in meiner Erdenform mit Erdenaufgaben. Ein paar Jahre habe ich noch, das hat mir meine Erinnerung gesagt. Eine Erinnerung an das, was ich mir vorgenommen hab zu werden, weil ich es schon bin, im Grossen und Ganzen. Und der Freund, der gegangen ist, bestätigt durch die Art, wie er gegangen ist, dass es Sinn macht und meistens nicht zufällig ist, wie man geht. Und auch wann. Es passt eben doch alles zusammen. So fühlt es sich an. Nicht Trauer, sondern Dankbarkeit, kommt in mir auf wenn ich an den Freund denke. Er hat uns allen einen Gefallen getan. R.I.P, Rest In Peace oder Reflexion In People?
Die beständigste Reaktion aus meinem Herzen seinen Tod betreffend ist eine friedliche, freie, verständnisvolle und lebensbejahende Antwort. Ja, er hat gelebt. Ja, er lebt weiterhin. Ja, er ist gegangen. Ja, ich werde auch gehen, eines Tages. Ja, das Leben ist grösser als der Teil zwischen unserer Geburtstunde und dem Todesmoment. Alles ist grösser als das, was auf unsere Erdenwelt passt. Ja.
Das Leben und der Tod.
Vor einer Woche und einem Tag ist ein Freund verstorben. Sehr plötzlich ging sein Leben zuende und hinterliess viele Freunde, die sich nun fragen, wie sie mit der Tatsache umgehen wollen und können, dass das Leben einfach vorbei gehen kann ohne wenn und aber. Meistens ist das so, wenn der Tod einsetzt. Ohne Wenn und Aber.
Was fühle ich, als ich den Freund verliere? Zuerst Unglaube. Wie? Kann das überhaupt wahr sein? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dazu reicht meine Phantasie nicht aus. Aber wenn ich mir den Tod nicht vorstellen kann, wie kann ich mir dann das Leben überhaupt erklären? Wenn ich glaube, dass es Leben gibt muss ich doch auch Raum geben für den Gedanken, dass es den Tod gibt. Genau so. Wenn man leben kann, kann man auch tot sein. Aber das Sein geht vom Tod nicht weg. Das Sein geht durch Leben und Tod.
Die Frage nach dem Tod stellt sich gleichzeitig mit der Frage nach dem Lebendigsein. Leben. Ich denke ich lebe. Ich atme, mein Körper ist aktiv. Es pulsiert in meinen Adern. Es erlebt sich in meinem Körper Sinnhaftes. Die Sinne erleben sich. Ich erlebe sie.
Heisst Sterben, den Körper zurück geben an die stoffliche Welt, die ihn uns gegeben hat? Und was ist dann mit den Erlebnissen, werden die irgendwo weiter erlebt? Die Erinnerungen weiter erinnert? Irgendetwas in mir sagt mir, dass die Erinnerungen, und unsere gesamte Vergangenheit nur wahr ist, wenn sie nach unserem Tod weiterhin wahr ist. Dass sie also nicht einfach zuende geht, wenn ich zuende gehe, körperlich. So wird der Tod zu einer rein stofflichen Angelegenheit. Weniger beängstigend, oder? Und einfacher zu verstehen.
Und das Leben?
(Er)lebt mein Leben sich nur, wenn es einen Körper hat, in den es hineinfliessen kann? Woher kommt mein Leben und wohin geht es nach meinem Tod? Wo ist das Archiv? Oder die Quelle, aus der ich entspringe? Wo ist Anfang und Ende?
Der Freund, der so plötzlich aus dieser stofflichen Welt schied, wo ist er jetzt? In meiner Erinnerung noch sehr präsent. In meiner täglichen Arbeit weiterhin wichtig. Er existiert doch. Er ist nicht weg. Er war ja auch vorher nicht weg, wenn er den Raum verliess. Gehen wir überhaupt weg, wenn wir sterben? Wie weit weg eigentlich?
Das stoffliche Sein ist eine Art von Erinnerung an das, was wir sind. Durch unseren Körper verpräsentieren wir uns immer wieder. Wir sagen dem Rest der stofflichen Welt: guck mal, ich bin da! Wir sagen den Sinnen: erlebt mich, ich bin da! Den körperlichen Sinnen. Den geistigen Sinnen müssen wir keinen Körper präsentieren, sie erleben uns auf anderen, nicht stofflichen Ebenen. Aber irgendwie hängen geistige und materielle Ebenen ganz eng zusammen. Denn wie würde ich denn herausfinden, dass Du existierst, wenn nicht meine körperlichen Sinne Dich entdecken und erkennen würden? Dann begegnen wir uns und unsere geistigen Sinne können uns erleben. Oder kennen diese sich eigentlich von vorher? In welchem Zusammenhang stehen die Sinne miteinander und zwischen den Welten der Materie und des Geistes?
Die Frage nach dem Tod wirft somit die Frage nach dem Leben neu auf. Als der Freund so plötzlich geht wird mir klar, dass ich es schön fänd', noch ein wenig länger zu bleiben. Etwas mehr als ein wenig. Und mir wird auch deutlich, dass ich an einer Weiche in meinem Leben stehe. Es geht nun von vorne los. Etwas ist abgeschlossen. Etwas in meinem Wesen bewegt sich, dass vorher noch im tiefen Schlummern lag. Etwas wird wach, auf das ich lange gewartet habe. Ich? Etwas mehr ich. Eine Erinnerung an das, was ich werden will. Endlich hat sie meine körperliche und lebendige - im Erdensinne - Form erreicht.
Eine Schneedecke mit vielen Spuren der vergangenen Jahre, die alle eine Bedeutung haben, beginnt zu schmilzen. Was darunter liegt, ist noch unsichtbar, aber trotz dessen weiss ich sicher, dass dort etwas liegt. Die Spuren der Bedeutung auf der Schneedecke schmelzen dahin und sickern mit dem Tauwasser in meinen Boden. Meine Erlebnisse bis jetzt sind ich geworden. Nun werde Ich wach und kann mit ihnen tun, wozu ich hier bin, in meiner Erdenform mit Erdenaufgaben. Ein paar Jahre habe ich noch, das hat mir meine Erinnerung gesagt. Eine Erinnerung an das, was ich mir vorgenommen hab zu werden, weil ich es schon bin, im Grossen und Ganzen. Und der Freund, der gegangen ist, bestätigt durch die Art, wie er gegangen ist, dass es Sinn macht und meistens nicht zufällig ist, wie man geht. Und auch wann. Es passt eben doch alles zusammen. So fühlt es sich an. Nicht Trauer, sondern Dankbarkeit, kommt in mir auf wenn ich an den Freund denke. Er hat uns allen einen Gefallen getan. R.I.P, Rest In Peace oder Reflexion In People?
Die beständigste Reaktion aus meinem Herzen seinen Tod betreffend ist eine friedliche, freie, verständnisvolle und lebensbejahende Antwort. Ja, er hat gelebt. Ja, er lebt weiterhin. Ja, er ist gegangen. Ja, ich werde auch gehen, eines Tages. Ja, das Leben ist grösser als der Teil zwischen unserer Geburtstunde und dem Todesmoment. Alles ist grösser als das, was auf unsere Erdenwelt passt. Ja.
Tuesday, February 01, 2011

Du hast die Wahl... bleiben oder gehen, atmen oder nicht
so sein, wie Du bist, oder versuchen Dich zu ändern.
Und warum nicht alles auf einmal?
Die Schwierigkeit liegt im so sehr sich selbst sein, dass es nicht mehr den gesamten Raum des Bewusstseins einnimmt und keinen Platz für anderes lässt. Genau hinsehen, aber dann hindurchgehen, wie durch einen Wasserfall, und draussen die Welt wieder ergreifen! Los!
Thursday, January 27, 2011
Wirbelspiel...
Völlegefühl. Von Gedanken. Bei mir dreht sich alles.
Es gibt Tage, vorallem in letzter Zeit, an denen ich zu viel in mir habe. Gedanken, die mir wichtig sind, gepaart mit Gefühlen und Erlebnissen, die genauso viel wiegen. Alles macht Sinn, alles will Verstand haben und ruft in mir "denk' mich, vertiefe mich, geh' mich an!".
Es ist wie ein kleiner Wirbelsturm von Blättern im Herbst, der sich plötzlich in einer Ecke, wo zwei Hauswände sich treffen, erhebt, weil die Luft sich erwärmt hat durch Sonne und Reflexion des Steinbodens...und alle Blättergedanken erheben sich auf einmal in Spiralen und sausen herum, bis die Kraft aufgebraucht ist und der Tanz beendet. Dann legt sich der Sturm und Ruhe kehrt ein. Und in dieser Spirale soll ich Eins wählen und weiterverfolgen? Die Gedankenrufe sind gleichmässig laut, schwellen gleichzeitig an, tösen harmonisierend von allen Seiten, sodass mir nichts anderes bleibt als dem gesamten Chor zuzuhören und den Gedankengospel zu erlauben ohne daran etwas lenken oder biegen zu können. Geschehen lassen, was innerlich statt findet. Es ist irgendetwas im Gange, was sich durch aufbrausende Erlebnistornados neu zu ordnen scheint. Es fühlt sich an als weht eine frische Brise in mich hinein. Es gibt Momente von Klarheit, wie die eines schneebedeckten Feldes, auf das die Wintersonne strahlt und auf welchem sich die Konturen verschärfen und der Waldrand unendlich weit weg aber gleichzeitig erreichbar nah scheint.
Die Richtung ist klar - nur noch nicht sichtbar. Solange ich versuche sie mit den Augen zu erkennen. Mit eichem Fokus und offenen Sinnen ergibt sie sich wie von selber. Offenbarung. Sie legt sich mir aus ohne meine Macht und Kontrolle in Anspruch zu nehmen. Die Möglichkeiten wachsen wie Bäume, junge Birken, Grasbüschel, Unterholz, Tannen, Gestrüpp. Orientierung gibt der Horizont als auch der Stand der Sonne. Der Wind kommt von hinten und bläst die Kapuze über die Augen, welche die Wärme erhält, ein wohliges Gefühl. Unterstützung. Ich glaube ich gehe den richtigen Weg. Sternenhimmel.
Aufgewirbelte Blätter wie Worte, die sich nach dem Sturm in kleine Gruppen sortieren und zu Ausdruck zu bringen versuchen, was die Bewegung der Luft an Staub und Bedeutung aufgewirbelt hat. An Denke und Gefühl. An Bildern und inneren Rührungen, die hinaus wollen in die Welt und sich im Ausdruck und in der Ausführung entwickeln wollen. Wie Frühlingsblumen, die unter der Schneedecke hervorkommen, wenn die Sonne den Frühling herbeischeint. Ich weiss, sie werden da sein, denn ihre Knollen sind schon vor dem Winter gepflanzt worden. Sie warten nur darauf, dass der Schnee schmilzt und sie dürfen; dass die Zeit reif ist. Sie schmücken den Tatenwald mit Farben von vielseitiger, erfüllender Schönheit. Kleine Kunstwerke.
Licht, Wind, Kälte, Strahlen, Zeit, Regen, Sterne, Farben, Feuer, Nahrung. Eindrücke der Landschaft und der Innenwelt, die sich wie ein Gemälde immer wieder neu ermalt und für kurze Zeit den Vorhang lüftet. Einblick.
Monday, January 24, 2011
von Geld und Gedanken...
Spontanerweise habe ich mich diese Woche entschlossen, beim YIP, Youth Initiative Program, mitzumachen. Der Wochenkurs hat das Thema "Geld, Buchhaltung, Budgetieren, die Finanzwelt" usw. Der Kursleiter ist Rembert Biemond.
YIP liegt 1,8 km von meinem gemütlichen Häusschen entfernt, übers Feld oder die Landstrasse endlang brauche ich ca. 25 Minuten zu Fuss zum Rudolf Steiner Seminar oder wie man bald sagen wird "Kulturcentrum Järna". Heute gehe ich gemütlich los, meine neuen Lappenstiefel an den Füssen (sie drücken noch ein wenig). Es hat über nacht geschneit, nur ein bisschen, aber man kann überall frische spuren von Tieren und Menschen entdecken. Vorbei am Unterstellplatz für die Autos der Nachbarn, an der Mülltonne (die Müllabfuhr hat uns letzte Woche vergessen, sodass alles überquillt, weiss und grüne Plastikbeutel mit Kompost und Hausmüll etc...). Den Weg der Einfahrt hinunter auf die Landstrasse. Hier habe ich die Wahl. Nach links liegt die Bushaltestelle, aber der Bus kommt nur alle halbe Stunde und ich kenne die Zeiten noch nicht genau. Nach rechts liegt der Wald mit dem Feldweg, der sich gut anbietet wenn es kalt genug oder warm genug ist. Heute ist es dazwischen, "mellan kallt", und so ist die zweite Option die matschigere. Also nehme ich die dritte Möglichkeit. Diese liegt vor mir und an mir selbst. Ich streck meinen Daumen raus. Nach ein paar Minuten kommt von hinter mir ein Auto und es ist unser Nachbar Anders. Er arbeitet am Kulturhus und fährt mich bis vor die Tür vom Vita Huset, wo der YIP Kurs um 9 Uhr beginnt.
Geld. Geld bewegt die Welt und trotzdem kann man mit Geld keine Liebe kaufen. Mit diesen beiden Statements anhand von Liza Manelli's "Money makes the world go round" und "Money can't buy me Love" von den Beatles steigt Rembert Biemond mit uns ins Wirtschaftsboot ein.
Und hier sind wir schon am Kernpunkt der Geldgeschichte angelangt. Ich komme mit der Frage "Wie können wir unsere Geldprobleme, das Missverständnis um das Geld, übrwinden, um richtig mit Geld umgehen zu können?" in den Kurs. Schon im ersten Satz höre ich den Ansatz einer Antwort: Wir müssen Geld denken lernen. Vorallem in Gegensätzen denken lernen. "Positionsspannung" halten zwischen Gegensätzen, die wir vielleicht sogar mit "Gut" und "Böse" betiteln würden, wenn Geld eine moralische Angelegenheit wäre. Wenn Geld die Welt bewegt, wenn Macht auf Geld gestützt ist, wenn die Systeme in unserer systematisierten Welt von Geld angetrieben sind, dann ist es ja offensichtlich ein wichtiger Bestandteil useres gesamtgesellschaftlichen Lebens. Dann müssen wir damit umgehen lernen um mit der gesamten Gesellschaft umgehen zu können. Wenn wir uns nicht alles erkaufen können, was Wert hat in der Welt, woher kommt denn dann der Wert, den wir Dingen zuschreiben? Und warum versucht die ganze Welt ständig, diesen anderen Wert mit dem Geldwert zu vermischen? Geld ist dafür da, wofür es da ist und Liebe ist nicht für Geld oder Geld für Liebe da. Wie entstehen unsere Werte und wie kommt es, dass wir das Geld zum Feind erklären, wenn unsere persönliches Wertebewusstsein nur nicht korrekt ist?
Meistens ist es so, dass wir dem Geld eine Schuld aufbürden, weil wir es gerne hätten aber nicht haben. Vorallem wenn andere es haben mögen wir das Geld noch weniger.
Mir gefällt der Geldunterricht sehr. Buchhaltung zum Beispiel. Das ist doch wie Tagebuchführen nur mit Zahlen. Nur, dass ich im textlichen Tagebuchführen wesentlich mehr Erfahrung habe. Es dünkt mich sehr schwer, mein Leben in Zahlen herunterzubrechen. Dafür ist es umso eifnacher, emotional nachzuverfolgen, wie es mir ging in letzter Zeit.
Wieviele Stunden investiere ich in was? Wieviele Kilos von was nehme ich täglich zu mir? Wieviel Geld gebe ich aus? Es sind diese kleinen Dinge, die nachher die Bilanzen füllen und die man sehr schnell vergessen hat. Vielleicht kann ich mich genau daran erinnern, woher ich glaube, dass mein Geld kommt. Ich habe ja im letzten Monat eine gewisse Summe von einem Buchhalter eines gewissen Kaffeehauses auf mein Konto überwiesen bekommen. Das Geld, was ich also jetzt grade ausgebe, kommt vom Kaffee. Und den Kaffee habe ich letzten Monat gemacht, damit ich diesen Monat hier sein kann. Gut.
Nun aber, wo geht mein Geld hin? Wenn ich es versuche aufzuschreiben, komme ich langsam durch die letzten zwei Wochen hindurch und finde es heraus. Dann bleibt noch das übrig, was in Bar auf meinem Schreibtisch liegt und alles ist mehr oder weniger genau. Wenn ich mir nun anschaue, was ich da aufgeschrieben habe, so sehe ich die Eckpfeiler meines Lebens. Die mir erlauben die Tage zu erleben, die ich in den letzten zwei Wochen erlebt habe. Mein Leben in Zahlen. Warum denn nicht. Zahlen, Worte, Bilder, Töne. Wenn man den Zahlen das Unangenehme nimmt, was man ihnen vielleicht gegeben hat, weil der Mathematikunterricht unangenehm war (und die Zahlen waren da bestimmt nicht dran Schuld, denke ich ziemlich genau 8 Jahre nach meiner letzten Mathestunde) dann sind sie ein wirklich angenehmes Medium, mit dem man das Leben messen, beschreiben und festhalten kann.
Am Ende der ersten Portion Geldunterricht bekommen wir die Aufgabe mit in den Tag, uns Gedanken darüber zu machen, was der richtige Preis für etwas ist. Wertefrage. Wann bezahlen wir zu viel, wann zu wenig? Was ist uns was Wert? Wann bekommen wir etwas geschenkt? Meine Eingangsfrage ist anfänglich schon an diesem ersten Tag beantwortet. Wenn ich dem Geld die Schuld nehmen will, muss ich denken lernen. Klar denken. Gegensätze aufeinmal denken können. Meine Werte richtigstellen. Das Geld harmlos sein lassen um es wirklich einsetzen zu können. Bewusstsein ist das Schlüsselwort. Das Geld kennen, damit es mich nicht verwirrt. Ordentlich sein mit dem Geld. Wie Rembert sagt: jede Entscheidung hat ökonomische Konsequenzen. Das ist vielleicht die grösste Herausforderung.
YIP liegt 1,8 km von meinem gemütlichen Häusschen entfernt, übers Feld oder die Landstrasse endlang brauche ich ca. 25 Minuten zu Fuss zum Rudolf Steiner Seminar oder wie man bald sagen wird "Kulturcentrum Järna". Heute gehe ich gemütlich los, meine neuen Lappenstiefel an den Füssen (sie drücken noch ein wenig). Es hat über nacht geschneit, nur ein bisschen, aber man kann überall frische spuren von Tieren und Menschen entdecken. Vorbei am Unterstellplatz für die Autos der Nachbarn, an der Mülltonne (die Müllabfuhr hat uns letzte Woche vergessen, sodass alles überquillt, weiss und grüne Plastikbeutel mit Kompost und Hausmüll etc...). Den Weg der Einfahrt hinunter auf die Landstrasse. Hier habe ich die Wahl. Nach links liegt die Bushaltestelle, aber der Bus kommt nur alle halbe Stunde und ich kenne die Zeiten noch nicht genau. Nach rechts liegt der Wald mit dem Feldweg, der sich gut anbietet wenn es kalt genug oder warm genug ist. Heute ist es dazwischen, "mellan kallt", und so ist die zweite Option die matschigere. Also nehme ich die dritte Möglichkeit. Diese liegt vor mir und an mir selbst. Ich streck meinen Daumen raus. Nach ein paar Minuten kommt von hinter mir ein Auto und es ist unser Nachbar Anders. Er arbeitet am Kulturhus und fährt mich bis vor die Tür vom Vita Huset, wo der YIP Kurs um 9 Uhr beginnt.
Geld. Geld bewegt die Welt und trotzdem kann man mit Geld keine Liebe kaufen. Mit diesen beiden Statements anhand von Liza Manelli's "Money makes the world go round" und "Money can't buy me Love" von den Beatles steigt Rembert Biemond mit uns ins Wirtschaftsboot ein. Und hier sind wir schon am Kernpunkt der Geldgeschichte angelangt. Ich komme mit der Frage "Wie können wir unsere Geldprobleme, das Missverständnis um das Geld, übrwinden, um richtig mit Geld umgehen zu können?" in den Kurs. Schon im ersten Satz höre ich den Ansatz einer Antwort: Wir müssen Geld denken lernen. Vorallem in Gegensätzen denken lernen. "Positionsspannung" halten zwischen Gegensätzen, die wir vielleicht sogar mit "Gut" und "Böse" betiteln würden, wenn Geld eine moralische Angelegenheit wäre. Wenn Geld die Welt bewegt, wenn Macht auf Geld gestützt ist, wenn die Systeme in unserer systematisierten Welt von Geld angetrieben sind, dann ist es ja offensichtlich ein wichtiger Bestandteil useres gesamtgesellschaftlichen Lebens. Dann müssen wir damit umgehen lernen um mit der gesamten Gesellschaft umgehen zu können. Wenn wir uns nicht alles erkaufen können, was Wert hat in der Welt, woher kommt denn dann der Wert, den wir Dingen zuschreiben? Und warum versucht die ganze Welt ständig, diesen anderen Wert mit dem Geldwert zu vermischen? Geld ist dafür da, wofür es da ist und Liebe ist nicht für Geld oder Geld für Liebe da. Wie entstehen unsere Werte und wie kommt es, dass wir das Geld zum Feind erklären, wenn unsere persönliches Wertebewusstsein nur nicht korrekt ist?
Meistens ist es so, dass wir dem Geld eine Schuld aufbürden, weil wir es gerne hätten aber nicht haben. Vorallem wenn andere es haben mögen wir das Geld noch weniger.

Mir gefällt der Geldunterricht sehr. Buchhaltung zum Beispiel. Das ist doch wie Tagebuchführen nur mit Zahlen. Nur, dass ich im textlichen Tagebuchführen wesentlich mehr Erfahrung habe. Es dünkt mich sehr schwer, mein Leben in Zahlen herunterzubrechen. Dafür ist es umso eifnacher, emotional nachzuverfolgen, wie es mir ging in letzter Zeit.
Wieviele Stunden investiere ich in was? Wieviele Kilos von was nehme ich täglich zu mir? Wieviel Geld gebe ich aus? Es sind diese kleinen Dinge, die nachher die Bilanzen füllen und die man sehr schnell vergessen hat. Vielleicht kann ich mich genau daran erinnern, woher ich glaube, dass mein Geld kommt. Ich habe ja im letzten Monat eine gewisse Summe von einem Buchhalter eines gewissen Kaffeehauses auf mein Konto überwiesen bekommen. Das Geld, was ich also jetzt grade ausgebe, kommt vom Kaffee. Und den Kaffee habe ich letzten Monat gemacht, damit ich diesen Monat hier sein kann. Gut.
Nun aber, wo geht mein Geld hin? Wenn ich es versuche aufzuschreiben, komme ich langsam durch die letzten zwei Wochen hindurch und finde es heraus. Dann bleibt noch das übrig, was in Bar auf meinem Schreibtisch liegt und alles ist mehr oder weniger genau. Wenn ich mir nun anschaue, was ich da aufgeschrieben habe, so sehe ich die Eckpfeiler meines Lebens. Die mir erlauben die Tage zu erleben, die ich in den letzten zwei Wochen erlebt habe. Mein Leben in Zahlen. Warum denn nicht. Zahlen, Worte, Bilder, Töne. Wenn man den Zahlen das Unangenehme nimmt, was man ihnen vielleicht gegeben hat, weil der Mathematikunterricht unangenehm war (und die Zahlen waren da bestimmt nicht dran Schuld, denke ich ziemlich genau 8 Jahre nach meiner letzten Mathestunde) dann sind sie ein wirklich angenehmes Medium, mit dem man das Leben messen, beschreiben und festhalten kann.
Am Ende der ersten Portion Geldunterricht bekommen wir die Aufgabe mit in den Tag, uns Gedanken darüber zu machen, was der richtige Preis für etwas ist. Wertefrage. Wann bezahlen wir zu viel, wann zu wenig? Was ist uns was Wert? Wann bekommen wir etwas geschenkt? Meine Eingangsfrage ist anfänglich schon an diesem ersten Tag beantwortet. Wenn ich dem Geld die Schuld nehmen will, muss ich denken lernen. Klar denken. Gegensätze aufeinmal denken können. Meine Werte richtigstellen. Das Geld harmlos sein lassen um es wirklich einsetzen zu können. Bewusstsein ist das Schlüsselwort. Das Geld kennen, damit es mich nicht verwirrt. Ordentlich sein mit dem Geld. Wie Rembert sagt: jede Entscheidung hat ökonomische Konsequenzen. Das ist vielleicht die grösste Herausforderung.
Sunday, January 23, 2011
Es ist Zeit.

So. Es ist Zeit. Zeit, Zeit zu haben. (Schön, wie das aussieht, drei mal Zeit nebeneinander!) Zeit auch, wieder zu schreiben. Es ist nicht einfach, diesen Blog zu füllen mit dem, was man wirklich teilen will, auf die Weise, die man selber auch gut findet. Da sind die Sprachen. Schreibe ich auf Deutsch, lesen es nur die einen, schreibe ich auf Englisch, lesen es ein paar mehr, aber ich kann nicht all das sagen, was ich auf Deutsch hätte sagen können. Es ist einfacher auf Englisch, aber nicht genügend.
Also. Heute auf Deutsch.
Anstatt einen neuen Blog zu erfinden habe ich diesen alten mal wieder neueröffnet. Manchmal ist es schön zu sehen, wie alt er schon ist. Die verschiedensten Zeiten habe ich hier festgehalten und wenn ich so zurückschaue oder durch meine eigenen Blogs browse erlebe ich oftmals die ein oder andere nette Stelle meiner vergangenen paar Jare nochmal. Das eine mal war ich "the Lady K", das andere mal "Kathafly", oder auch "madame katha". Letztens wollte ich mich in Prinsessa Katha umbenenne als mir auffiel, dass ich vielleicht zu alt bin für solche Spitznamen, oder zu geniert geworden bin? Kathalika Loo auf facebook ist mir auch nicht mehr ganz geheuer. Aber einen echten Namen im Netz benutzen? Klingt nicht so toll. Sehen wir dann, was mir einfällt, welcher Name mich auch in Zukunft schmücken will oder soll.
Zeit. Vergeht langsamer wo ich bin. Richtet sich nach Sonne und Mond und Schnee und Einfachheit. Zeit. Atmen und dasein und geniessen und lesen und schreiben und denken. Überlegen. Gehen lassen. Zeit haben zum Sein und nichts tun. Zum gesund sein. Zum Klar sein und wenn nicht klar dann garnicht da sein wollen und doch dasein und es aushalten müssen bis das Klarsein wieder da sein kann. Einfach sein. Mit Vergnügen!
Friday, September 24, 2010
Through Europe in a day.
I am in Venlo. The moon is almost full, round, huge,bright, radiant. The Venus just next to it above the horizon. It feels like Summer althought we are approaching the end of September. Today was a radically sunny day, it seem like everywhere in Europe, not only in Basel,w her emy journey started this morning.
And here I am. My bag is too heavy, as always. My route is diverted, as always, and I am in a place far away from home or destination, climbing a temporary railway bridge staircase that is almost too steep for being stairs, it should be called a railway bridge ladder... The metal under my feet creacks with every step I make, beneath the metal there is a gorge, a concrete canal that will once be the new road, today it looks like the perfect place to jump into if suicidal because the concrete seemes to still be runny. Building site under my feet, building sites everywhere I look, but I feel extremely lucky, well in place and perfectly happy. I hitchhiked from Basel, heading towards Berlin, today and ended up in Maastrich and then Venlo (The Netherlands) by local train.
What happened? I am not sure. I only know that I made one decision and then the next and there it unfolded, a perfectly unplanable journey and a perfectly suprising day. I have not felt this safe and calm in a while. Only on entering the real world of trains and bankmachines again I became stressed because all of a sudden the speed of time was enhanced again. Is it stress that makes it stressful or does being stressful create stress? I wonder why systems such as timetables, fixed routes, bankmachines that calculate exactly how much, clocks that tick tick tick exactly how many minutes they are told too, are such a pain for human beings. I am convinced our real being doesn‘t actually fit these systems. We run into them left and right and wonder constantly why we get bruised and stressed? My own being has just been released from any systems and the stress they create for a whole day. I went straight into the blue because that is all you can do when you hitchhike and came out of the blue 4 european countries later in order to find myself observing the ratracing system that had been going on without me for almost a day and then being drawn right back into it:
I need to get to Berlin by 6 am tomorrow morning. That is a deadline because somehow my life as it is belongs into the system of ticking time myself. I am flying to Sweden at 8, that is a fixed schedule. I have a meeting at 11 by a yellow villa to drie a car to Stockholm to speak to a class in a school. Impossible to miss. But between me and Berlin are about 700 km German highway or traintrack that I am not on yet. So I could have stressed and ran with my bag from station to station and platform to platform spending money that would have possibly made my journey ecoogically more balanced, but that would have made me extremely stressed as I have seldomly been on time at the chosen destination when using the train (in Germany). I could have done all that. But I didn‘t. My decision was to take it the unusual way and call the one person that is even more spontaneous and crazy than me: My Mother.
I asked her simply: Dont you feel like going on a road trip to Berlin tonight? My Mother lives an hour North of where I am now, also an hour closer to Berlin than the Hotel bar I am sitting in at this very moment writing these words. But my mother is unconventionally fun and I know the feeling she must have right now: a jumping heart, oh, there is so much fun in spontaneity, and so much fun in doing the impossible, with her daughter, whom she doesn‘t often see. The energetic awakeness that comes out of this jolt of joy, that will result in deep tiredness after we have arrived in Berlin (which is the moment in she will go to sleep for a few hours and then drive right back home), the feeling of enthusiastic craziness and of exciting vitality! Yeah, let‘s go. So here I sit, in the middle of nowhere, really, a border town between Germany and Holland, here young spanish boys pass by and ask for Coffee shops, so it is definitely still Holland...where the Dutch trainticket system and the German trainticket system don‘t co-relate, a real boarder town, where no one tells you clearly what is on the other side of the border...because it is different systems that operate in different countries and towns and places...but couldn‘t they at least be compatible? Of course there is always asking the people and then you notice that they are the sweetest bunch ever. Helpful and charming. Dutch people. For sure. And definitely compatible!
I am in Venlo. The moon is almost full, round, huge,bright, radiant. The Venus just next to it above the horizon. It feels like Summer althought we are approaching the end of September. Today was a radically sunny day, it seem like everywhere in Europe, not only in Basel,w her emy journey started this morning.
And here I am. My bag is too heavy, as always. My route is diverted, as always, and I am in a place far away from home or destination, climbing a temporary railway bridge staircase that is almost too steep for being stairs, it should be called a railway bridge ladder... The metal under my feet creacks with every step I make, beneath the metal there is a gorge, a concrete canal that will once be the new road, today it looks like the perfect place to jump into if suicidal because the concrete seemes to still be runny. Building site under my feet, building sites everywhere I look, but I feel extremely lucky, well in place and perfectly happy. I hitchhiked from Basel, heading towards Berlin, today and ended up in Maastrich and then Venlo (The Netherlands) by local train.
What happened? I am not sure. I only know that I made one decision and then the next and there it unfolded, a perfectly unplanable journey and a perfectly suprising day. I have not felt this safe and calm in a while. Only on entering the real world of trains and bankmachines again I became stressed because all of a sudden the speed of time was enhanced again. Is it stress that makes it stressful or does being stressful create stress? I wonder why systems such as timetables, fixed routes, bankmachines that calculate exactly how much, clocks that tick tick tick exactly how many minutes they are told too, are such a pain for human beings. I am convinced our real being doesn‘t actually fit these systems. We run into them left and right and wonder constantly why we get bruised and stressed? My own being has just been released from any systems and the stress they create for a whole day. I went straight into the blue because that is all you can do when you hitchhike and came out of the blue 4 european countries later in order to find myself observing the ratracing system that had been going on without me for almost a day and then being drawn right back into it:
I need to get to Berlin by 6 am tomorrow morning. That is a deadline because somehow my life as it is belongs into the system of ticking time myself. I am flying to Sweden at 8, that is a fixed schedule. I have a meeting at 11 by a yellow villa to drie a car to Stockholm to speak to a class in a school. Impossible to miss. But between me and Berlin are about 700 km German highway or traintrack that I am not on yet. So I could have stressed and ran with my bag from station to station and platform to platform spending money that would have possibly made my journey ecoogically more balanced, but that would have made me extremely stressed as I have seldomly been on time at the chosen destination when using the train (in Germany). I could have done all that. But I didn‘t. My decision was to take it the unusual way and call the one person that is even more spontaneous and crazy than me: My Mother.
I asked her simply: Dont you feel like going on a road trip to Berlin tonight? My Mother lives an hour North of where I am now, also an hour closer to Berlin than the Hotel bar I am sitting in at this very moment writing these words. But my mother is unconventionally fun and I know the feeling she must have right now: a jumping heart, oh, there is so much fun in spontaneity, and so much fun in doing the impossible, with her daughter, whom she doesn‘t often see. The energetic awakeness that comes out of this jolt of joy, that will result in deep tiredness after we have arrived in Berlin (which is the moment in she will go to sleep for a few hours and then drive right back home), the feeling of enthusiastic craziness and of exciting vitality! Yeah, let‘s go. So here I sit, in the middle of nowhere, really, a border town between Germany and Holland, here young spanish boys pass by and ask for Coffee shops, so it is definitely still Holland...where the Dutch trainticket system and the German trainticket system don‘t co-relate, a real boarder town, where no one tells you clearly what is on the other side of the border...because it is different systems that operate in different countries and towns and places...but couldn‘t they at least be compatible? Of course there is always asking the people and then you notice that they are the sweetest bunch ever. Helpful and charming. Dutch people. For sure. And definitely compatible!
Wednesday, July 07, 2010
Berufe, was bedeutet das heute noch?
Auf dem neuen Markt der Möglichkeiten (früher: der Arbeitsmarkt) zählt heute anderes als Abitur, Bachelor, NC.
So sollte es wenigstens sein. Denn was ist wirklich wichtig für die heutige Welt? Alten Wegen folgen oder neue Wege auftun? Können wir gesamtgesellschaftlich so weitermachen wie bisher?
Letzten Monat traf ich auf einen guten Freund und Mentor, im mittleren Alter, zufrieden, aktiv in der Organisation die seinen Idealen entspricht, immer wieder unterwegs in der Welt, auch um zu Photographieren, was neben den Geisteswissenschaften und dem Finanzwesen sowie der Pädagogik sein Wissens- und Interessenbereich ist. Ein Mann mit Format. Sein Name Mats.
Ich fragte ihn in jugendlicher Verzweiflung was er glaubte was mal aus mir werden würde, da ich mit 25 Jahren immer noch nicht studiert habe. Da sagte er nur: Aber ich habe auch noch nicht studiert!
Nun war ich platt. Jemand, der erfolgreich mehrere soziale Einrichtungen gegründet hat, ein erfülltes Leben führt, viel reist, viel weiss, und ständig mit immensem Interesse auf die Welt und die Menschen zugeht hat auch nicht studiert? Aus mir kann also durchaus etwas werden!
Der Weg ohne klassisches Studium aber mitten ins Lernen hinein?
Das Leben ist eine Universität. Die Studienmodule sind gestützt auf Wissensdrang, Interesse für die Welt, Mut, Geduld, Ausdauer, Kreativität. Die Methode ist meistens eine praktische Tätigkei, durch diese Aufgaben entstehen und Erfahrungen gesammelt werden.
Die Projekte, Seminare, Aktivitäten, Workshopeinheiten: Alltag, Beziehung, Kunst, Gesellschaft, lebendig sein, Konflikte, Misstände, Lösungssuche, Teamarbeit, Reflexion, Intuition,m Risikofreude, Vertrauen...
Am Ende bekommt man einen Bachelor im Ich-Sein und dann einen Masters und steht als interessanter, entwickelter, offener, flexibler Mensch in einer Welt, die nichts mehr braucht als neue Ansätze und Menschen die diese neu ansetzen, Menschen, die tun wollen!
Auf dem neuen Markt der Möglichkeiten (früher: der Arbeitsmarkt) zählt heute anderes als Abitur, Bachelor, NC.
So sollte es wenigstens sein. Denn was ist wirklich wichtig für die heutige Welt? Alten Wegen folgen oder neue Wege auftun? Können wir gesamtgesellschaftlich so weitermachen wie bisher?
Letzten Monat traf ich auf einen guten Freund und Mentor, im mittleren Alter, zufrieden, aktiv in der Organisation die seinen Idealen entspricht, immer wieder unterwegs in der Welt, auch um zu Photographieren, was neben den Geisteswissenschaften und dem Finanzwesen sowie der Pädagogik sein Wissens- und Interessenbereich ist. Ein Mann mit Format. Sein Name Mats.
Ich fragte ihn in jugendlicher Verzweiflung was er glaubte was mal aus mir werden würde, da ich mit 25 Jahren immer noch nicht studiert habe. Da sagte er nur: Aber ich habe auch noch nicht studiert!
Nun war ich platt. Jemand, der erfolgreich mehrere soziale Einrichtungen gegründet hat, ein erfülltes Leben führt, viel reist, viel weiss, und ständig mit immensem Interesse auf die Welt und die Menschen zugeht hat auch nicht studiert? Aus mir kann also durchaus etwas werden!
Der Weg ohne klassisches Studium aber mitten ins Lernen hinein?
Das Leben ist eine Universität. Die Studienmodule sind gestützt auf Wissensdrang, Interesse für die Welt, Mut, Geduld, Ausdauer, Kreativität. Die Methode ist meistens eine praktische Tätigkei, durch diese Aufgaben entstehen und Erfahrungen gesammelt werden.
Die Projekte, Seminare, Aktivitäten, Workshopeinheiten: Alltag, Beziehung, Kunst, Gesellschaft, lebendig sein, Konflikte, Misstände, Lösungssuche, Teamarbeit, Reflexion, Intuition,m Risikofreude, Vertrauen...
Am Ende bekommt man einen Bachelor im Ich-Sein und dann einen Masters und steht als interessanter, entwickelter, offener, flexibler Mensch in einer Welt, die nichts mehr braucht als neue Ansätze und Menschen die diese neu ansetzen, Menschen, die tun wollen!
Sunday, May 02, 2010
Am Ende vom ersten Mai wird mir klar, der MAi sit da! Wow! Jetzt wird es bald Sommer und ich hab noch den Winter in den Knochen. Vor einer Woche und ein paar Tagne war ich noch in Argentinien, meine Einstellung ist: Zuhause ist es kalt, ich fliege weg in die Wärme. Aber das ist jetzt nicht mehr so. Es ist warm zuhause. Trotzdem kann man krank werden. Erkältung weil ich die Wärme zu früh ernstgenommen und in den letzten Wochen zu viel geschuftet habe. Aber ein Ruhetag tut gut. Bringt Gedanken und Zeit zum lesen und zwar ein ganzes Buch über Tanzen, Tango, Ballett und Buenos Aires, Argentinien. Und dann das Horoskop. Mal wieder korrespondiert es wunderbar mit meinen aktuellen Tagebucheinträgen.
SAGITTARIUS (November 22-December 22)
Those born under your sign tend to be some of the boldest in the neighborhood, but then you pay for it with a deep, abiding insecurity. Which one is really you? Well, the two spheres of consciousness co-create one another. Anyone with a shred of spiritual awareness, and you definitely qualify, has noticed a few times that the human ego is extremely frail and terrified of its own potential lack of existence. There are those times when you recognize that what we call life is about as solid as taking a ride on a soap bubble that can burst at any moment. And what is beyond that? What is the existence beyond the ride on the bubble? You’re vividly aware of this dimension as well, and it’s where some of your most useful information comes from—you know, the stuff that “you don’t know how you know it, but you do.” Chiron in Pisces is here to help you tap into the mystery of your inner core. It’s here to remind you of what is beyond the transience of experience. Most significantly, Chiron will remind you that the basis of your reality is not your ego structure and all the ways you try to define yourself, but rather your growing awareness of your soul. I don’t mean soul in the mystical sense, but rather the most pragmatic: your inner being and the actual foundation on which your existence is built.
Jetzt noch den Tag mit einem Bad beenden und wiede ins Bett und der Sonntag wird gesund und munter, hoffen wir's. Es ist Mai! Frühling! Offiziell dürfen wir jetzt Erdbeeren und Rhabarber essen!! Oh schön!!
SAGITTARIUS (November 22-December 22)
Those born under your sign tend to be some of the boldest in the neighborhood, but then you pay for it with a deep, abiding insecurity. Which one is really you? Well, the two spheres of consciousness co-create one another. Anyone with a shred of spiritual awareness, and you definitely qualify, has noticed a few times that the human ego is extremely frail and terrified of its own potential lack of existence. There are those times when you recognize that what we call life is about as solid as taking a ride on a soap bubble that can burst at any moment. And what is beyond that? What is the existence beyond the ride on the bubble? You’re vividly aware of this dimension as well, and it’s where some of your most useful information comes from—you know, the stuff that “you don’t know how you know it, but you do.” Chiron in Pisces is here to help you tap into the mystery of your inner core. It’s here to remind you of what is beyond the transience of experience. Most significantly, Chiron will remind you that the basis of your reality is not your ego structure and all the ways you try to define yourself, but rather your growing awareness of your soul. I don’t mean soul in the mystical sense, but rather the most pragmatic: your inner being and the actual foundation on which your existence is built.
Jetzt noch den Tag mit einem Bad beenden und wiede ins Bett und der Sonntag wird gesund und munter, hoffen wir's. Es ist Mai! Frühling! Offiziell dürfen wir jetzt Erdbeeren und Rhabarber essen!! Oh schön!!
Monday, April 19, 2010
Argentina...es muy lindo.
I cant describe it.
Es ist schwer zu beschreiben. Es riecht nach Eukalzptus. Es ist feucht und warm. Viele Baeume, Haeuser ins Baumdickicht gebueckt, hinter Mauern. Viele Hunde. Die Strassen sind am ersten Tag ein Morastsee, weil es aus Eimern geschuettet hat. Die sonne trocknet sie langsam aber sicher aus. Der Boden ist wunderbahrer Lehm, tonartig, rot. Die Strassen sind unbefestigt. Die Haeuser selbst gebaut, von Kuenstlern. Lebenskuenstlern, ohne Waschmaschiene aber mit grossartigem Geschmack. Altes ist weiterhin in Gebrauch, Autos, Moebel, Kuechengeraete, alles was man bei uns auf dem Flohmarkt findet, Emailletoepfe, rustikale Einrichtungen...und ein Swimmingpool. Menschen mit gepraegten Gesichtern. Braune Haut, es war bis ketzte Woche noch Hochsommer. Schoene Menschen, geschmackvoll, interessant, stark, laut, froh, warm, ernst, zuvorkommend. Schnelles Castellano. Mate Tee. Suesse Croissants "Media Lunes" am Morgen. Dulce de Leche, Karamellkondensmilch, jeder Zeit.
Wir befinden uns in Maschwitz, einem Ort ausserhalb von Buenos Aires. Nicht auf dem Land, aber auch nicht in der Stadt. ein Dorf, un Pueblo. Mit einer der besten Eisdielen, die ich je gefunden habe. Ca. 40 verschiedene Eissorten, puuuhhh, welche versuchtman. Ein Viertelkilo oder lieber ein Halbes?
Reggaeton ist die Musik. Laut und wild. Lachen, langes Haar, wunderbare Augen. Exotisch aber auch bekannt. Ein Stueck Europa ist noch im Gesicht, aber der Rest ist vewildert, befreit, eigensinnig, schoen...
Argentinien laesst traeume wachwerden. La vida es una Milonga, das Leben ist ein Tanz, aber Tango, nichts anderes. Ernsthafte Leidenschaft, die nicht zur Droge wird und uns umwirft, denn sie gehoert dazu, sie ist Teil des Lebens, jeden Tag, nicht nur eine Stunde als Entspannungsuebung weil der Kopf brummt, nein, sie istueberall. Deshalb ist sie nicht besonders, sondern einfach da. Deshalb koennen die Menschen mit ihr umgehen und sie aus sich herausfliessen lassen, sie teilen, aber sich nicht in ihr verstricken. Eine geniale emotionale Uebung fuer Europaer, die von der Leidenschaft gern trinken, saufen und betrunken sich darin verlieren...Leidenschaft ist hier normal, deshalb faengt die Fiesta auch erst um 11 am abend an und geht bis um 6, egal wie alt man ist...Dehalb bedeutet ein Tango nicht, dass man danach ins Bett geht, sondern es ist nur ein Tanz.Wie ein Gespraech. Zu guter Mutik...
...
I cant describe it.
Es ist schwer zu beschreiben. Es riecht nach Eukalzptus. Es ist feucht und warm. Viele Baeume, Haeuser ins Baumdickicht gebueckt, hinter Mauern. Viele Hunde. Die Strassen sind am ersten Tag ein Morastsee, weil es aus Eimern geschuettet hat. Die sonne trocknet sie langsam aber sicher aus. Der Boden ist wunderbahrer Lehm, tonartig, rot. Die Strassen sind unbefestigt. Die Haeuser selbst gebaut, von Kuenstlern. Lebenskuenstlern, ohne Waschmaschiene aber mit grossartigem Geschmack. Altes ist weiterhin in Gebrauch, Autos, Moebel, Kuechengeraete, alles was man bei uns auf dem Flohmarkt findet, Emailletoepfe, rustikale Einrichtungen...und ein Swimmingpool. Menschen mit gepraegten Gesichtern. Braune Haut, es war bis ketzte Woche noch Hochsommer. Schoene Menschen, geschmackvoll, interessant, stark, laut, froh, warm, ernst, zuvorkommend. Schnelles Castellano. Mate Tee. Suesse Croissants "Media Lunes" am Morgen. Dulce de Leche, Karamellkondensmilch, jeder Zeit.
Wir befinden uns in Maschwitz, einem Ort ausserhalb von Buenos Aires. Nicht auf dem Land, aber auch nicht in der Stadt. ein Dorf, un Pueblo. Mit einer der besten Eisdielen, die ich je gefunden habe. Ca. 40 verschiedene Eissorten, puuuhhh, welche versuchtman. Ein Viertelkilo oder lieber ein Halbes?
Reggaeton ist die Musik. Laut und wild. Lachen, langes Haar, wunderbare Augen. Exotisch aber auch bekannt. Ein Stueck Europa ist noch im Gesicht, aber der Rest ist vewildert, befreit, eigensinnig, schoen...
Argentinien laesst traeume wachwerden. La vida es una Milonga, das Leben ist ein Tanz, aber Tango, nichts anderes. Ernsthafte Leidenschaft, die nicht zur Droge wird und uns umwirft, denn sie gehoert dazu, sie ist Teil des Lebens, jeden Tag, nicht nur eine Stunde als Entspannungsuebung weil der Kopf brummt, nein, sie istueberall. Deshalb ist sie nicht besonders, sondern einfach da. Deshalb koennen die Menschen mit ihr umgehen und sie aus sich herausfliessen lassen, sie teilen, aber sich nicht in ihr verstricken. Eine geniale emotionale Uebung fuer Europaer, die von der Leidenschaft gern trinken, saufen und betrunken sich darin verlieren...Leidenschaft ist hier normal, deshalb faengt die Fiesta auch erst um 11 am abend an und geht bis um 6, egal wie alt man ist...Dehalb bedeutet ein Tango nicht, dass man danach ins Bett geht, sondern es ist nur ein Tanz.Wie ein Gespraech. Zu guter Mutik...
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Sunday, March 28, 2010
verbundenheit...
Habe soeben mein Telefon mit meinem Blog verbunden, vielleicht schreibe ich dann manchmal von unterwegs...
Tuesday, March 02, 2010
Wednesday, January 06, 2010
Ich wundere mich.
Über die Menschen, die mich umgeben. Basler. Nicht über die alten, eher über die jungen. Nicht über die Männer, eher über die Frauen. Nicht über viel, eher über genau eine Sache. Die Mode. Nun bin ich seit ein paar Jahren hier und genau seit sieben Monaten schaue ich mir die Basler genauer an. Und seit dem habe ich auch die Mode bemerkt, das trifft sich Retro oder Vintage, Punk, Grundge, Dandy, Madonna-Style, Rockig, siebziger achziger und vorallem neunziger Jahre...oder so. Aber vorallem sind es skinny jeans, oder auch leggins, Stiefelchen und grosse Oberteile, Strickjacken, Gürtel, Fellmützen, Handtaschen. Die Schuhe spielen ein grosse Rolle. Neben den Stiefelchen findet man spitz, geschnürt, klein, lack, oder auch nicht. Ballerinas waren im Sommer. Ballerinas haben Form geändert und sind auch im Winter. Eben spitzer.
Dann ist da noch das streifen T-shirt. Blau weiss, erinnert an Matrosen. Oder an Paris. Und fast jeder hat es. Oder schwarze Leggins, schwarzer Mini und irgendetwas mit Spitze, Pelz oder Perlen oben drüber. Oder Leoparden Muster. Hohe Schuhe. Und das verwunderlichste finde ich, dass das alles im Winter geht. Mäntelchen, halblang, von der Brust an ausgestellt, keine Tallie mehr. Genau, das ist es. In 2009 ging uns die Tallie verloren. Die Beine sind nun sichtbar, in Leggins (die über die letzten 12 Monate von dreviertel auf ganz lang wechselten) und die Tallie ist weg. Ist das nicht eher 60ger oder sogar 50ger Jahre? Oder Robin Hood?
Meine Frage ist, woher haben die das alle? Gibt es das beim H&M oder laufen hier wirkliche Shopper und Jäger herum? Früher gab es den Mantel mit goldenen Knöpfen nur aus zweiter Hand. Heute läuft eine 20 jährige, hochhackige Blondierte mit Scarlett Johannson Lippen, natürlich mit streifen Hemd und Strickjäcklein in mein Stammcafe und hat solch einen Mantel an. Ich wünsche mir dass sie die Knöpfe selber angenäht hat, oder dass er mindestens letzte Saison ist. Ich sehe ihr zu beim Rauchen, und merke, obwohl sie toll gestylt ist, eine Zigarette kann sie nicht wirklich halten. Zu jung. Das lernt sie noch, denn Souveränität kann man nicht im Friday-Magazin lernen.
Und die Brillen...die Brillen sind gross und hornig, Ray Ban halt. Meine ist nur mittelgross und deshalb looser. Naja, aber ich schaue mich auch schon nach einer grösseren um. Nach so einer, die aussieht wie die von meiner Oma. Aber aus Draht. Ich gehe davon aus dass Drahtbrillen im Frühling ganz gross rauskommen. So wie die von Atze Schröder, versteht sich. Kommt dann auch seine Frisur gross raus? Was noch zu sagen ist zu den Brillen: Der "Nerd", der Austin Powers Typ, der ist echt in grad. Bei den Männern. Mit Brusthaaren.
Oh, Brusthaare...die erinnern mich gradeaus an den Göteborgstyle, den ich bei den Herren in Schweden letzten Winter schon erkannt habe...enge Hosen, spitze Schuhe, Holzfällerhemd oder anderes Hemd, aber muss tief ausgeschnitten sein. Und Schnurrbart. Ganz wichtig. Und James Dean Frisur. Und Schal. Man(n) trinkt dann auch Rotwein anstatt Bier...am Anfang. Bis Man(n) und Frau merken, dass ihr Taschengeld doch nurnoch für Bier reicht.
Nun, zu meinem heutigen Outfit habe ich auch noch etwas zu sagen. Oder zu gestehen. Auch ich trage heute ein Streifenhemd. Eines, das ich mir heute früh noch enger genäht habe und welches ich schon seit 3 Jahren als Schlafanzugsoberteil benutzt habe. Mit meinem beigen Strickjäcklein (vom Brocki hinterm Bahnhof) passt es wunderbar zusammen.
Über die Menschen, die mich umgeben. Basler. Nicht über die alten, eher über die jungen. Nicht über die Männer, eher über die Frauen. Nicht über viel, eher über genau eine Sache. Die Mode. Nun bin ich seit ein paar Jahren hier und genau seit sieben Monaten schaue ich mir die Basler genauer an. Und seit dem habe ich auch die Mode bemerkt, das trifft sich Retro oder Vintage, Punk, Grundge, Dandy, Madonna-Style, Rockig, siebziger achziger und vorallem neunziger Jahre...oder so. Aber vorallem sind es skinny jeans, oder auch leggins, Stiefelchen und grosse Oberteile, Strickjacken, Gürtel, Fellmützen, Handtaschen. Die Schuhe spielen ein grosse Rolle. Neben den Stiefelchen findet man spitz, geschnürt, klein, lack, oder auch nicht. Ballerinas waren im Sommer. Ballerinas haben Form geändert und sind auch im Winter. Eben spitzer.
Dann ist da noch das streifen T-shirt. Blau weiss, erinnert an Matrosen. Oder an Paris. Und fast jeder hat es. Oder schwarze Leggins, schwarzer Mini und irgendetwas mit Spitze, Pelz oder Perlen oben drüber. Oder Leoparden Muster. Hohe Schuhe. Und das verwunderlichste finde ich, dass das alles im Winter geht. Mäntelchen, halblang, von der Brust an ausgestellt, keine Tallie mehr. Genau, das ist es. In 2009 ging uns die Tallie verloren. Die Beine sind nun sichtbar, in Leggins (die über die letzten 12 Monate von dreviertel auf ganz lang wechselten) und die Tallie ist weg. Ist das nicht eher 60ger oder sogar 50ger Jahre? Oder Robin Hood?
Meine Frage ist, woher haben die das alle? Gibt es das beim H&M oder laufen hier wirkliche Shopper und Jäger herum? Früher gab es den Mantel mit goldenen Knöpfen nur aus zweiter Hand. Heute läuft eine 20 jährige, hochhackige Blondierte mit Scarlett Johannson Lippen, natürlich mit streifen Hemd und Strickjäcklein in mein Stammcafe und hat solch einen Mantel an. Ich wünsche mir dass sie die Knöpfe selber angenäht hat, oder dass er mindestens letzte Saison ist. Ich sehe ihr zu beim Rauchen, und merke, obwohl sie toll gestylt ist, eine Zigarette kann sie nicht wirklich halten. Zu jung. Das lernt sie noch, denn Souveränität kann man nicht im Friday-Magazin lernen.
Und die Brillen...die Brillen sind gross und hornig, Ray Ban halt. Meine ist nur mittelgross und deshalb looser. Naja, aber ich schaue mich auch schon nach einer grösseren um. Nach so einer, die aussieht wie die von meiner Oma. Aber aus Draht. Ich gehe davon aus dass Drahtbrillen im Frühling ganz gross rauskommen. So wie die von Atze Schröder, versteht sich. Kommt dann auch seine Frisur gross raus? Was noch zu sagen ist zu den Brillen: Der "Nerd", der Austin Powers Typ, der ist echt in grad. Bei den Männern. Mit Brusthaaren.
Oh, Brusthaare...die erinnern mich gradeaus an den Göteborgstyle, den ich bei den Herren in Schweden letzten Winter schon erkannt habe...enge Hosen, spitze Schuhe, Holzfällerhemd oder anderes Hemd, aber muss tief ausgeschnitten sein. Und Schnurrbart. Ganz wichtig. Und James Dean Frisur. Und Schal. Man(n) trinkt dann auch Rotwein anstatt Bier...am Anfang. Bis Man(n) und Frau merken, dass ihr Taschengeld doch nurnoch für Bier reicht.
Nun, zu meinem heutigen Outfit habe ich auch noch etwas zu sagen. Oder zu gestehen. Auch ich trage heute ein Streifenhemd. Eines, das ich mir heute früh noch enger genäht habe und welches ich schon seit 3 Jahren als Schlafanzugsoberteil benutzt habe. Mit meinem beigen Strickjäcklein (vom Brocki hinterm Bahnhof) passt es wunderbar zusammen.
Monday, January 04, 2010
Sunday, January 03, 2010
Da sassen drei Herren in einem Cafe
und sprachen vom Leben und lachten
Sie tranken Pastis und verstanden sich gut
und sagten sich, was sie dachten.
Es ging auch darum, dass man ja irgendwann
mal Kinder bekommen wollte
und dass sich das Leben dann Prioritär
um les enfants drehen sollte.
Mich hat es berührt, dass die Männer, so jung
solch ernsthafte Themen anschlugen
dass sie sich so tief und mit Wärme im Blick
mit Vaterschaftsplänen vertrugen
Mir lacht es um's Herz wenn ich daran denk
dass sie jung sind, genial und voll Liebe
denn oft bin ich traurig dass wir jungen Leut
nur mit Angst solche Themen vertrieben
Aber nein, ich glaub, ja,
ich darf hoffen sogar,
dass es nicht der Pastis,
der aus ihnen sprach, war,
sondern wirklich ein Stück ihres Lebens!
und sprachen vom Leben und lachten
Sie tranken Pastis und verstanden sich gut
und sagten sich, was sie dachten.
Es ging auch darum, dass man ja irgendwann
mal Kinder bekommen wollte
und dass sich das Leben dann Prioritär
um les enfants drehen sollte.
Mich hat es berührt, dass die Männer, so jung
solch ernsthafte Themen anschlugen
dass sie sich so tief und mit Wärme im Blick
mit Vaterschaftsplänen vertrugen
Mir lacht es um's Herz wenn ich daran denk
dass sie jung sind, genial und voll Liebe
denn oft bin ich traurig dass wir jungen Leut
nur mit Angst solche Themen vertrieben
Aber nein, ich glaub, ja,
ich darf hoffen sogar,
dass es nicht der Pastis,
der aus ihnen sprach, war,
sondern wirklich ein Stück ihres Lebens!
Friday, January 01, 2010
Fest angekündigt, für dieses Jahr:
Leben. Ich werde dasein. Ich werde kochen, lachen, schreiben, tanzen, lieben.
Rauchverbot. Das Rauchverbot kommt. Wir sind nun im Jahr, welches das Ende markieren wird für die Party, die wir heute kennen. Alles wird anders, die Luft wird rein.
Hochzeit. Meine beste Freundin wird heiraten und ich werde dabei sein.
Kaffee. Ich werde das ganze Jahr über Kaffee servieren, trinken, vergöttern.
Reisen. Ich werde reisen.
Leben. Ich werde dasein. Ich werde kochen, lachen, schreiben, tanzen, lieben.
Rauchverbot. Das Rauchverbot kommt. Wir sind nun im Jahr, welches das Ende markieren wird für die Party, die wir heute kennen. Alles wird anders, die Luft wird rein.
Hochzeit. Meine beste Freundin wird heiraten und ich werde dabei sein.
Kaffee. Ich werde das ganze Jahr über Kaffee servieren, trinken, vergöttern.
Reisen. Ich werde reisen.
Vorblick, Ausblick, Einblick in ein Neues Jahr.
Was kommt? Das weiss man nicht. Es kommt aber immer etwas. Im Moment kommt es so schnell und vielseitig und wechselnd und vergänglich, dass ich mich manchmal kaum hineinstürzen mag damit es nicht zu schnell endet.
Es. Das Leben, Begegnungen, Träume. Begegnungen.
Du bist ein schöner Mensch, ich sehe Dich von weitem, Du kommst näher, so nah, dass wir unsicher werden, Augen sehen, Münder lachen, Hände machen Gesten...und wir rauchen am Zigarettenautomaten und alles fliesst uns durch die Finger wie Sand, feiner Sand. Man kann es nicht festhalten. Es ist ein Spiel, und immer die Angst es könnte Realität werden.
Opportunidades. Gelegenheiten sind wie Fotografieren. Kurz blitzt es auf und schon ist wieder alles anders. Man kann sie ergreifen aber muss es nicht, man muss sie erhaschen, aber darf sie auch nicht zwischen den Fingern zerquetschen, wie Schmetterlinge. Oder Seifenblasen?
In meinem Kopf rumort mein Puls, oder ist es der Kühlschrank? Der Schwarztee? Der Alkohol von gestern Abend? Oder fühlt sich das so an wenn das neue Jahr ankommt? Beginnt eine neue Zeit am 1. Januar 2010?
Was kommt? Das weiss man nicht. Es kommt aber immer etwas. Im Moment kommt es so schnell und vielseitig und wechselnd und vergänglich, dass ich mich manchmal kaum hineinstürzen mag damit es nicht zu schnell endet.
Es. Das Leben, Begegnungen, Träume. Begegnungen.
Du bist ein schöner Mensch, ich sehe Dich von weitem, Du kommst näher, so nah, dass wir unsicher werden, Augen sehen, Münder lachen, Hände machen Gesten...und wir rauchen am Zigarettenautomaten und alles fliesst uns durch die Finger wie Sand, feiner Sand. Man kann es nicht festhalten. Es ist ein Spiel, und immer die Angst es könnte Realität werden.
Opportunidades. Gelegenheiten sind wie Fotografieren. Kurz blitzt es auf und schon ist wieder alles anders. Man kann sie ergreifen aber muss es nicht, man muss sie erhaschen, aber darf sie auch nicht zwischen den Fingern zerquetschen, wie Schmetterlinge. Oder Seifenblasen?
In meinem Kopf rumort mein Puls, oder ist es der Kühlschrank? Der Schwarztee? Der Alkohol von gestern Abend? Oder fühlt sich das so an wenn das neue Jahr ankommt? Beginnt eine neue Zeit am 1. Januar 2010?
Jetzt hab ich keine Worte mehr.
Sie sind aufgebraucht.
2009, zwölf Monate, zwölf Worte, die "das Göttliche" beschreiben, jeden Monat etwas anders. Vertrauen im Januar, Liebe im Februar, Licht im März, Kraft im April, Wärme im Mai, Ehrlichkeit im Juni, Zärtlichkeit im Juli, Gesetzmässigkeit im August, Ruhe im September, Weisheit im Oktober, Balance im November und Mut im Dezember. Wo habe ich nur diese Worte her? fragt es sich heute mittag am ersten Tag des neuen Jahres während im grauen Innenhof der Regen die Rinne herunter tropft und strömt und plätschert?
Aus mir selbst.
Und nun?
Was mache ich im neuen Jahr ohne Worte? Wie finde ich einen Halt der über allem steht und mich durch den Monat bringt?
In mir selbst?
Sie sind aufgebraucht.
2009, zwölf Monate, zwölf Worte, die "das Göttliche" beschreiben, jeden Monat etwas anders. Vertrauen im Januar, Liebe im Februar, Licht im März, Kraft im April, Wärme im Mai, Ehrlichkeit im Juni, Zärtlichkeit im Juli, Gesetzmässigkeit im August, Ruhe im September, Weisheit im Oktober, Balance im November und Mut im Dezember. Wo habe ich nur diese Worte her? fragt es sich heute mittag am ersten Tag des neuen Jahres während im grauen Innenhof der Regen die Rinne herunter tropft und strömt und plätschert?
Aus mir selbst.
Und nun?
Was mache ich im neuen Jahr ohne Worte? Wie finde ich einen Halt der über allem steht und mich durch den Monat bringt?
In mir selbst?
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